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Nissan ruft seine Motorsportabteilung Nismo auf den Plan, um dem kleinen Lifestyle-SUV Juke Beine zu machen.
Nissan ruft seine Motorsportabteilung Nismo auf den Plan, um dem kleinen Lifestyle-SUV Juke Beine zu machen.

Nismo steht für Spaß-SUV Pate: Nissan macht Juke sportlicher

Nissan hat seine Sportabteilung beauftragt dem Spaß-SUV Juke etwas mehr Dampf zu machen. Herausgekommen sind 200 PS und eine wilde Farbkombination, die die ohnehin gewagte Optik noch unterstreichen soll.

Extra breite Schweller, aerodynamisch ausgefeilte Schürzen mit roter Leiste und die ebenfalls in rot lackierten Spiegel sind unübersehbare Merkmale
Extra breite Schweller, aerodynamisch ausgefeilte Schürzen mit roter Leiste und die ebenfalls in rot lackierten Spiegel sind unübersehbare Merkmale

Mit dem SUV-Boom wird der Markt vielfältiger. Daher drängen nicht nur viele neue Modelle auf den Markt, sondern auch immer mehr Varianten. Nissan führt im Zuge der Juke-Familienplanung eine 200 PS starke Spitzenausführung ein und benennt sie nach der hauseigenen Motorsportabteilung Nismo. Ab 26.400 Euro wird es den bisher kräftigsten Serien-Juke mit Verbräuchen um die sieben Liter je 100 km geben; stärker noch als die Leistungsspritze fallen die Änderungen in der Gestaltung auf.

Vor allem die ausgeprägten Schweller, rote Spiegel, unzählige Nismo-Schriftzüge sowie potente 18-Zöller machen auf sich aufmerksam. Um dem kleinen Allrounder mehr Performance zu verleihen, überarbeiteten die Ingenieure das Fahrwerk und statteten den 4,16-Meter-Kandidaten mit strafferen Dämpfern und einem um 20 mm tiefergelegten Fahrwerk aus, auf dass er auch auf kurvigen Landstraßen punktet.

Geringer Leistungszuwachs aber stylisch

Ein dickes Endrohr verrät den Nismo außerdem; es ist auch für den markanten Sound des Vierzylinders verantwortlich
Ein dickes Endrohr verrät den Nismo außerdem; es ist auch für den markanten Sound des Vierzylinders verantwortlich

Im Gegensatz zu den peripheren Maßnahmen ist der Leistungszuwachs von 10 PS zur bisherigen Topausgabe eher gering. Bei der Kraftübertragung bleibt alles wie bei der stärksten Tekna-Version: Den Fronttriebler gibt es ausschließlich mit Sechsgang-Getriebe, während die 4x4-Variante nur mit stufenloser Automatik zu haben ist. Ein Blick in den Innenraum zeigt deutlich, dass mit dem Nismo jugendlich-drahtige Werte vermittelt werden sollen: Ausprägte Sportsitze mit roten Nähte halten den Passagier nicht nur gut in der Mittelbahn, sie sehen auch attraktiv aus.

Die grundsätzliche Ausrichtung der Innenraumarchitektur blieb natürlich unberührt, auch wenn Rot hinterlegte Tachoskalen für einen gewissen Pfiff sorgen. Armaturen mit lackierter Oberfläche sorgen analog zu den Basisofferten für einen stylischen Touch; die Ladedruckanzeige für den Turbolader sitzt vielleicht einen Tick zu tief in der Mittelkonsole, ansonsten herrscht Funktionalität vor.

Flexibler Innenraum bleibt

Trumpf auch bei der sportlichen Version ist die Flexibilität des Innenraums mit vielen verschiedenen Ablagen samt clever gestalteter Nischen im Kofferraum. Ordentlich Platz in der ersten Reihe, aber auch im Fond machen weite Strecken problemlos möglich. Nach ersten Testrunden lässt sich dem Japaner trotz Tieferlegung und strafferer Dämpfung ein durchaus angemessenes Komfortniveau bescheinigen.

Kurven nimmt der Fronttriebler lange neutral – mit dem stramm anmutenden, griffigen Wildlederlenkrad lässt er sich zielgenau durch enge Kehren zirkeln. Eine reichhaltige Serienausstattung inklusive Klimaautomatik, Navigationssystem, Rückfahrkamera, schlüssellosem Schließsystem sowie der vollen Sicherheitsausrüstung rundet das Angebot ab, das sich als sportlich-dynamische Alternative klar von den übrigen Juke-Brüdern absetzt. Ab Februar werden die ersten Exemplare an Kunden ausgeliefert. Mit 210 geplanten Einheiten für Deutschland im Jahr 2013 wird das kleine Top-SUV vorerst indes eine Rarität bleiben

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Quelle: n-tv.de

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