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Höher, breiter, länger: Der Nissan Titan Warrior soll - wenn auch nur als Studie - Ford und Ram das Fürchten lehren.
Höher, breiter, länger: Der Nissan Titan Warrior soll - wenn auch nur als Studie - Ford und Ram das Fürchten lehren.(Foto: Holger Preiss)

Titan Warrior Concept in Detroit: Nissan zeigt den Krieger unter den Pick-ups

Von Holger Preiss

Wer in Detroit über die Automesse geht, muss eingestehen: Was auf Deutschlands Straßen groß wirkt, ist hier verschwindend klein. Noch dazu im Angesicht eines Nissan Titan Warrior, der es locker mit Raptoren und Rebellen aufnehmen kann.

Ein Heckspoiler an der Ladeklappe, vier kantige Endrohrverblendungen und LED-Leuchten zieren das Heck des Nissan Titan Warrior.
Ein Heckspoiler an der Ladeklappe, vier kantige Endrohrverblendungen und LED-Leuchten zieren das Heck des Nissan Titan Warrior.(Foto: Holger Preiss)

Dass die Japaner Kampfgeist haben, ist bekannt. Vielleicht gerade deshalb hat Nissan in Detroit auf der Basis des Titan XD das Konzept eines Pick-up-Kriegers vorgestellt, der mit aller Wucht gegen den Klassenprimus Ford Raptor oder den Dodge Ram Rebel anfahren könnte. Mit 6,20 Meter Länge und einer Breite von 2,20 Meter stemmt sich der Japaner auf 37-Zoll großen Offroad-Reifen in den Sand. Um das martialische Aussehen noch zu verschärfen, wurde die Studie in Mattgrau lackiert – die Farbe nennt sich Thunder - und mit einer Kriegsbemalung in Orange und Schwarz akzentuiert.

314 Pferde für den Krieger

LED-Scheinwerfer, die wie zwei ineinander verkeilte Bumerangs wirken, flankieren den wuchtigen, mattschwarzen Kühlergrill. Dessen Optik wirkt durch den Unterfahrschutz, der sich bis in den Stoßfänger zieht, noch deutlich massiver. Statt kulleräugiger Suchscheinwerfer hat der Warrior LED-Zusatzleuchten auf dem Dach. An der Heckklappe deuten ein Carbon-Spoiler und kantige Vierrohrauspuffrohre auf die unbändige Kraft des Japaners hin. Und tatsächlich pumpt unter der mit Lufteinlässen verzierten Haube ein Fünfliter-V8-Cummins-Diesel, der schon das Serienmodell beflügelt und immerhin 314 PS zur Verfügung stellt. Verteilt wird die hier generierte Kraft von 752 Newtonmetern von einer Sechsgangautomatik an alle vier Räder.

Auch im Innenraum des Kriegers heißt es klotzen, nicht kleckern.
Auch im Innenraum des Kriegers heißt es klotzen, nicht kleckern.(Foto: Holger Preiss)

Was das für den Warrior in Fahrleistung umgerechnet bedeutet, verrät Nissan nicht. Ist aber auch nicht so wichtig, denn die Rennstrecke ist ohnehin nicht das Gefilde, in dem sich dieser Krieger bewegen würde. Der Konjunktiv ist hier gewählt, weil Nissan nicht daran denkt, das Monster in Serie gehen zu lassen. Das wiederum ist schade, denn der Warrior wirkt um ein vielfaches aufregender als sein Serienkollege XD. Während der eine  aufregend wie Bungee Jumping ist, wirkt der andere wie der Morgenkaffee im Büro, einfach nicht stark genug, um wach zu machen.

Espresso statt kaltem Kaffee

Auch das Interieur des Warrior ist eher Espresso als kalter Kaffee. Die Sitze sind mit schwarzem Leder und Alcantara bespannt, während  orangefarbene Ziernähte die Optik auffrischen. Hinzu kommen Karbon- und Chrome-Aplikationen. In der Mittelkonsole befinden sich zwei Getränkebehälter für Kaltes und Warmes. Robust und dennoch schick sind die Schalter für die Fahrwerksausrichtung unterschiedlicher Untergründe wie Matsch, Stein, Sand oder Schnee. Die Kippschalter sehen wie Miniaturen eines Jet-Starthebels aus.

Doch bei aller Begeisterung muss an dieser Stelle eingestanden werden, dass eine Serienproduktion des Titan Warrior nicht vorgesehen ist. Vorstellbar ist aber, dass einzelne Applikationen in Zukunft für das Basismodell, den Titan XD, nachrüstbar sind. Frei nach dem Werbe-Slogan: "Work hard, play harder, get bigger".

Quelle: n-tv.de

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