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Länger ist der Astra nicht geworden, bietet aber deutlich mehr Platz im Innenraum.
Länger ist der Astra nicht geworden, bietet aber deutlich mehr Platz im Innenraum.

Kombi mit Platzvorteil: Opel Astra Sports Tourer lädt ein

Nach dem viel gelobten Opel Astra rollt jetzt die Langversion des Rüsselsheimers zu den Händlern. Trotz gleichbleibender Länge überzeugt der Sports Tourer jetzt mit noch mehr Platz und einigen praktischen Finessen.

Auf Wunsch kann die Heckklappe jetzt per Kick unter den Stoßfänger geöffnet werden.
Auf Wunsch kann die Heckklappe jetzt per Kick unter den Stoßfänger geöffnet werden.

Ab April steht der Opel Astra Sports Tourer bei den Händlern. Die Kombi-Version des Kompakten kostet in Verbindung mit dem 100 PS starken Einstiegsbenziner ab 18.260 Euro. Das Dieselangebot startet mit einem 1,6-Liter-Motor, der 95 PS leistet, mit 21.260 Euro. Der Aufpreis zum fünftürigen Schrägheck beträgt wie fast überall 1000 Euro.

Bei den Außenmaßen orientiert sich der Sports Tourer an seinem Vorgänger. Mit 4,70 Metern ist der Neue lediglich um vier Millimeter gewachsen. Dennoch überzeugt der Kombi durch seine Raumnutzung und sein Ladevolumen. Das Gepäckabteil fasst 540 bis 1630 Liter, muss sich aber der nur 4,56 Meter langen Wolfsburger Konkurrenz, die zwischen 605 und 1620 Liter aufnehmen kann, bei aufrechter Rückenlehne geschlagen geben. Als Ausgleich erhalten die Astra-Kunden auf Wunsch aber ein paar pfiffige Details.

Viel geht in den Astra Sports Tourer rein. Den Golf Variant schlägt er nicht.
Viel geht in den Astra Sports Tourer rein. Den Golf Variant schlägt er nicht.

Die Rückenlehne - im Verhältnis 40:20:40 teilbar -lässt sich vom Kofferraum per Hebelzug umlegen. Dieser Luxus muss aber mit 250 Euro extra bezahlt werden. Zudem gibt es praktisches Zubehör für die Ladesicherung wie Schienensysteme und Netze. Ganz neu ist die schlüssellose Öffnung der Heckklappe per Fußtritt unter den Stoßfänger. Eine praktische Option, die je nach Ausstattungsvariante mit 750 bis 885 Euro zusätzlich erkauft werden muss.

Mehr Platz im Fond

Wer im Fond Platz nimmt, merkt am besten, wie sich der Innenraum verändert hat. Ging es beim Vorgänger dort eher knapp zu – und zwar nicht nur für hoch aufgeschossene Passagiere -, herrschen jetzt in der zweiten Reihe ordentliche Platzverhältnisse. Selbst Menschen, die das Gardemaß von 1,90 Meter kratzen, sollten keine Probleme haben, ihre langen Extremitäten zu verstauen – selbst dann nicht, wenn vorne ebenfalls größere Menschen sitzen. Die Kopfhaltung auf den hinteren Plätzen bleibt dabei aufrecht. Kein Wunder, stehen doch im Vergleich mit dem Vorgänger 3,8 Zentimeter mehr Kopffreiheit zur Verfügung.

Das LED-Matrix-Licht gibt es für 1250 Euro.
Das LED-Matrix-Licht gibt es für 1250 Euro.

Möglich werden diese Verbesserungen, weil der Astra auf einer komplett neuen Architektur aufbaut. Die schafft aber nicht nur angenehm mehr Platz, sondern drückt zudem das Gesamtgewicht. Je nach Modell und Motorisierung bringt der Neue bis zu 190 Kilogramm weniger auf die Waage. Im Datenblatt schlägt sich das auch beim Durchschnittsverbrauch nieder. Bis zu 20 Prozent weniger soll der lange Kerl aus Rüsselsheim jetzt über alle Motorisierungen verbrauchen. Die Werte wurden allerdings auf dem Rollenprüfstand ermittelt. Wie sich das in der Praxis darstellt, wird sich in einem Test zeigen.

Motorenangebot ist identisch

Das Motorenangebot ist identisch mit dem der Limousine. Das heißt, die fünf Benziner decken ein Leistungsband zwischen 100 und 200 PS ab und die Dieselaggregate leisten zwischen 95 und 160 PS. Das Gros der Käufer wird sich wahrscheinlich für einen Diesel entscheiden, denn mit 70 Prozent liegt der Anteil von Gewerbekunden beim Sports Tourer extrem hoch. Wenn es etwas mehr Leistung sein darf, dürfte der erst seit Kurzem erhältliche 1,6-Liter-Biturbo mit 160 PS in Betracht kommen. Dieser ist an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Maximal ist Tempo 220 möglich.

Das Triebwerk mobilisiert 350 Newtonmeter, die bereits ab 1500 Umdrehungen anliegen. Wenn der Zeiger des Drehzahlmessers die 1250 erreicht, drücken bereits 320 Newtonmeter auf die Vorderräder. Das verspricht laut Datenblatt ordentlich Durchzugskraft in allen Lebenslagen. Den Normwert gibt Opel mit 4,2 Litern an. Realistisch ist mit mindestens 1,5 Litern mehr zu rechnen. Zu einem positiven Fahreindruck dürften auch die von der Aktion Gesunder Rücken zertifizierten sogenannten AGR-Sitze beitragen. Für Vielfahrer lohnt sich der Aufpreis von 685 Euro an dieser Stelle durchaus. Wie für die Limousine gibt es für den Sports Tourer optional auch das LED-Matrix-Licht für 1250 Euro, den Telematikdienst "OnStar", Verkehrsschilderkennung, Spurhaltehelfer oder Parksassistenten.

Quelle: n-tv.de

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