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Für die Kampagne ist Dortmunds Trainer Jürgen Klopp der Markenbotschafter.
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Bei Missfallen Geld zurück: Opel-Angebot mit Fußnote

Wer mit der Geld-zurück-Garantie wirbt, der demonstriert Vertrauen in seine Produkte. Bereits 2009 hat die Autoindustrie in den USA auf diesem Weg den Absatz angekurbelt. Opel nimmt seine Neuwagen jetzt innerhalb von 30 Tagen zurück. Bedingungslos? Nein, ganz so einfach ist es nicht.

Mit einer Geld-zurück-Garantie wirbt Opel nach der gefloppten "lebenslangen Garantie" jetzt um Neuwagenkunden. Käufer eines beliebigen Modells aus der aktuellen Palette können ihr Fahrzeug innerhalb von 30 Tagen oder bis zu einer Laufleistung von 3000 Kilometern bei Nichtgefallen zurückgeben. Die Aktion ist nicht neu. Ähnliche Regelungen sind bislang vor allem aus den USA bekannt, wo sie seit der Krise 2009 zum Ankurbeln des Absatzes genutzt werden.

Aktuell bietet etwa Opels Schwestermarke Chevrolet eine Geld-zurück-Garantie für 60 Tage oder rund 6500 Kilometer an. Chrysler nimmt Neuwagen sogar noch nach 90 Tagen zurück. Das großzügigste Angebot bislang kommt jedoch von Hyundai; 2009 konnten arbeitslos gewordene Kunden ihr Fahrzeug ein Jahr lang zurückgeben. Auch Peugeot legte in den vergangenen Jahren ein ähnliches Programm auf, um die kaufmüde Kundschaft in die Autohäuser zu locken oder bestimmte Modelle zu puschen. Der Erfolg hielt sich in Grenzen.

Auf die Fußnote achten

Anders als in den USA hängt Opel aber noch eine Fußnote an das Angebot an. Je angefangener 1000 Kilometer Laufleistung wird eine Nutzungspauschale von 0,67 Prozent des Bruttolistenpreises fällig. Bei einem Neupreis von 25.000 Euro wären das beispielsweise 167,50 Euro. Oder: Bei einem Insignia für etwa 36.000 Euro würden zwei Fahrten von Berlin nach Hamburg und wieder zurück fast 500 Euro kosten. Hat der Käufer das Fahrzeug geleast oder finanziert, werden die bereits geleisteten Zahlungen - die über die Nutzungspauschale hinausgehen - erstattet. Ein Anschlussgeschäft beim Opel-Partner wird nicht zur Bedingung gemacht.

Bilderserie

Opel-Interimschef Thomas Sedran ist überzeugt, dass kaum jemand einen neuen Opel zurückgeben wird, wenn er ihn erst einmal gefahren hat: "Mit diesem Angebot möchten wir neue Freunde für die Marke gewinnen. Wer einmal unsere Autos fährt, wird schnell von der Qualität und Innovationskraft unserer Fahrzeuge überzeugt sein." Die Rückgabe-Aktion ist auch der von Opel in den nächsten Jahren geplanten Produktoffensive geschuldet. Bis 2016 bringen die Rüsselsheimer 23 neue Modelle und 13 neue Motoren auf den Markt. In den ersten acht Monaten 2012 kamen 150.949 neue Opel auf deutsche Straßen - 11,5 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.
 

Quelle: n-tv.de

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