Auto

Bei Unfall Mitschuld: Radfahrer ohne Licht

Radfahrer, die im Dunkeln ohne Licht unterwegs sind, müssen bei einem Unfall damit rechnen, eine Mitschuld angelastet zu bekommen. Das gilt auch für den Fall, dass sie den Unfall gar nicht verursacht haben. Zwar bewerteten Gerichte in solch einem Fall die Schuld eines Autofahrers grundsätzlich größer, da er der "stärkere" Verkehrsteilnehmer sei. Gänzlich ungeschoren kämen Fahrradfahrer aber nicht davon.

Wie hoch die Mitschuld wiegt, ist vom Einzelfall abhängig. Für Fahrrad fahren ohne Licht gibt es ein Bußgeld von 10 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmer - zum Beispiel Fußgänger - gefährdet, verdoppelt sich das Bußgeld auf 20 Euro. Im Zusammenhang mit einer Sachbeschädigung werden sogar 25 Euro fällig.

Generell muss ein verkehrssicheres Fahrrad ein Front- und Rücklicht sowie elf Reflektoren besitzen - je zwei in den Speichen, je zwei an den Pedalen, einen vorne und hinten sowie einen im Rücklicht. Für Rennräder mit einem Gewicht bis elf Kilogramm sowie Mountainbikes gelten Ausnahmen. Sobald die geplante Novellierung der Straßenverkehrszulassungsordnung in Kraft tritt, müssen neue Fahrräder zudem mit einem Standlicht im Rücklicht ausgestattet werden.

Der Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) weist darauf hin, dass Fahren mit Licht und einem verkehrssicheren Fahrrad nicht "uncool" ist, sondern durch die bessere Sichtbarkeit Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer schützt: "Das kann unter Umständen lebensrettend sein."

Quelle: n-tv.de

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