Auto
Bei Reifenpannensets gibt es enorme qualitative Unterschiede.
Bei Reifenpannensets gibt es enorme qualitative Unterschiede.
Sonntag, 28. Mai 2017

Nicht jedes Produkt überzeugt: Reifenpannen-Dichtmittel im Test

Das Ersatzrad für den Kofferraum stirbt langsam aus. Viele Autofahrer führen nur noch Reparatur-Sets mit Spraydose oder Druckluftkompressor mit. Doch taugt die Schnellreparatur? Die GTÜ macht den Test.

Bei kleineren Reifenpannen mit dem Auto kann ein Reparaturset im Kofferraum für zügige Weiterfahrt sorgen. Doch nicht jedes Produkt überzeugt, wie die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in einem Test festgestellt hat.

Sieger des Vergleichs ist mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert" das ResQ Tire Mobility Kit von Airman für knapp 50 Euro. Kompressor und Dichtmittel sind einfach zu benutzen und eignen sich für Schäden bis sechs Millimeter Durchmesser. Ebenfalls mit "empfehlenswert" schneiden das Reifenpannenset von Elastofit (36 Euro) sowie das 1-2-Go Kit 2 Step Tire Repair von Terra-S (etwa 60 Euro) und Pannex – Die schnelle Hilfe bei Reifenpannen (etwa 40 Euro) ab.

Nicht immer ausreichend Druck

Vier der acht Testkandidaten konnten aber nur bedingt überzeugen – darunter auch das mit 8,70 Euro günstigste Produkt im Test. Die Spraydose mit Dichtmittel von Holts ("Reifen Pilot") baute nicht ausreichend Druck auf. Gleiches gilt trotz externen Kompressors für das Reifenreparaturset von Dunlop (um die 40 Euro). Beim Reifendichtmittel von Premium-Seal (etwa 50 Euro) blockierte mehrfachen nach wenigen Sekunden die Dichtmittelzufuhr, sodass sich der Reifen überhaupt nicht befüllen ließ.

Generell sind Dichtmittel im Pannenfall einem vollwertigen Ersatzrad unterlegen. Bei größeren Schäden an der Lauffläche geraten sie schnell an ihre Grenzen, zudem sollten die mit Dichtmasse reparierten Reifen schnellstmöglich gegen unbeschädigte Exemplare ausgetauscht werden.

Quelle: n-tv.de

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