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Mit einem neuen Coupé erweitert Rolls-Royce sein Angebot. Der Wraith, englisch für Geist, basiert der Limousine Ghost.
Mit einem neuen Coupé erweitert Rolls-Royce sein Angebot. Der Wraith, englisch für Geist, basiert der Limousine Ghost.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Innovation bei Nobel-Coupé: Rolls Royce Wraith kennt den Weg

Wenn Rolls Royce ein neues Modell auf den Markt bringt, gibt es immer eine große Welle. Das ist auch diesmal auf dem Autosalon in Genf so. Der "Wraith" ist das stärkste je gebaute Fahrzeug der Marke und soll der "ultimative Gran Turismo für Gentlemen" sein. Die sollten vor allen Ding eins haben: Geld. Und das am besten nicht zu knapp.

Als Antrieb des Coupés dient ein 6,6-Liter-Zwölfzylinder mit deutlich über 600 PS.
Als Antrieb des Coupés dient ein 6,6-Liter-Zwölfzylinder mit deutlich über 600 PS.(Foto: picture alliance / dpa)

Auch wenn der Begriff Gentlemen nach allgemeiner Ansicht zunächst mit guten Manieren verknüpft ist, muss der von Rolls Royce ins Auge gefasste Kunde vor allem eines haben: Geld. Auch wenn der Hersteller sich noch nicht konkret zu den Anschaffungskosten des Modells Wraith geäußert hat, gibt die letzte Neuerscheinung – der Ghost – Orientierung für das zu Erwartende. Er kostet mindestens 253.000 Euro, und dass der Neue wesentlich günstiger zu haben ist, darf man nicht erwarten.

Dafür hat er etwas, was es bisher in der Modellpalette nicht gab: Einen "schnellen Rücken". Mit "Fast Back" wird im angloamerikanischen Sprachraum die gestreckte Coupéform genannt, die auch der Wraith aufweist und die eindeutig auf ein bislang recht erfolgreiches Konkurrenzprodukt hinweist. Der Bentley Continental GT war das erste unter VW-Ägide und komplett neu konzipierte Auto der anderen britischen Nobelmarke. Mit mehr als 3400 Exemplaren weltweit hat der Bentley 2011 einen weiteren Absatzrekord hingelegt, und obwohl die Zahlen des vergangenen Jahres noch nicht veröffentlicht sind, ist nicht zu erwarten, dass es 2012 weniger waren.

Komforterlebnis und Handwerkskunst

Die Firma Rolls Royce, die bekanntlich von BMW gesteuert wird, versteht sich als Anbieter eines ultimativen Komforterlebnisses. Deshalb soll der Wraith Luxus und Handwerkskunst in Vollendung vermitteln. Doch auch die Technik ist schon mehr als beeindruckend. Unter der langen Haube arbeitet ein 6,6-Liter großer V12-Motor. Sein maximales Drehmoment von 800 Newtonmetern stellt er ab 1500 Umdrehungen bereit. Das befähigt das Coupé zu einem Sprint in 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Und das bei einem Leergewicht, das etwa zwei Kompaktlimousinen entsprechen dürfte. Bei 250 km/h wird der Vortrieb elektronisch begrenzt.

Ebenso neu wie originell ist die satellitenunterstützte Steuerung des Achtgang-Automatikgetriebes von ZF. Auf der Basis von GPS-Daten werden die topografischen Eigenheiten des voraus liegenden Straßenabschnitts für die Wahl der optimalen Fahrstufe genutzt. Das soll der Effizienz helfen. Dass der Wraith dynamisch keine Wünsche offen lässt, dafür sollen eine breitere hintere Spur, der kürzere Radstand und der gegenüber einer Limousine geringere Luftwiderstand sorgen. Das Fahrwerk ist selbstredend elektronisch geregelt und mindert Seitenneigung in Kurven.

Quelle: n-tv.de

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