Auto
Noch liegt der Rolls Royce Wraith im Nebel. Versprochen werden aber Superlative für das neue Modell.
Noch liegt der Rolls Royce Wraith im Nebel. Versprochen werden aber Superlative für das neue Modell.

Ein "Gespenst" fährt nach Genf: Power-Geist von Rolls Royce

Von Axel F. Busse

In den Garagen der Wohlhabenden ist offenbar noch reichlich Platz: Rolls Royce bereitet die Präsentation einer dritten Baureihe vor. Das Modell Wraith soll seine Premiere auf dem Autosalon in Genf Anfang März erleben.

Nachdem sich das britische Nobel-Unternehmen in der Hand von BMW wiederholt über Absatzrekorde der Modelle Phantom und Ghost freuen konnte, sollen die ersten Exemplare des Wraith im vierten Quartal 2013 an die Kunden ausgeliefert werden. Weltweit verzeichnete der Luxus-Hersteller im abgelaufenen Jahr den Verkauf von 3575 Fahrzeugen, in Deutschland wurden 57 Neuzulassungen registriert.

In der 108-jährigen Geschichte der Marke Rolls-Royce gibt es bereits Vorfahren gleichen Namens. Erstmals wurde 1938 für ein Fahrzeug der auf einen schottischen Dialekt zurück gehende Begriff gewählt, der im Deutschen so viel wie Gespenst bedeutet. Der Bezug zum Übernatürlichen ist bei der Rolls-Royce-Namensgebung Tradition. Nach Lesart des Herstellers steckt in dem Begriff Wraith ein "Gefühl von Dunkelheit, von Bedrohlichem: ein dunkler, flinker Kontrast zur stattlichen Präsenz von Ghost und Phantom".

Stärkster Rolls Royce aller Zeiten

"Der Rolls Royce Wraith wird bei seiner Enthüllung in Genf mit Superlativen aufwarten", versprach Vorstandschef Torsten Müller-Ötvös jetzt bei einer Händlerkonferenz in London. Zu erwarten sei kühnstes Design, überlegene Performance und der stärkste Rolls-Royce, "den jemals die Spirit of Ecstasy zierte". Selbstverständlich werde der Wraith auch von Luxus, Raffinesse und Exklusivität geprägt sein.

Nimmt man den von 1946 bis 1959 gebauten Rolls Royce Silver Wraith zum Maßstab, sind die Erwartungen an das neue Modell hoch. Das damalige Auto hatte schon in der ersten Version einen Radstand von 3,23 Metern, der später noch auf 3,38 Meter verlängert wurde. Etwas mehr als 2500 Exemplare wurden in den 13 Produktionsjahren gebaut. Obwohl Rolls Royce noch keine technischen Einzelheiten des neuen Autos heraus rückt, ist eines sicher: Mit "kleinen" Motoren zwischen 4,3 und 4,9 Litern, wie sie im damaligen Silver Wraith verbaut waren, dürfte sich der neue Luxusschlitten nicht abgeben.

Das bisherige leistungsstärkste Modell Ghost wird von einem 6,6-Liter-Zwölfzylinder mit 570 PS angetrieben. Der Wraith wird erstmals auf dem Genfer Automobilsalon am 5. März gezeigt, ausgeliefert werden soll das neue Modell Ende des Jahres.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen