Gemacht für die Rennstrecke: Der Golf R zeigt sich als giftiges "R"aubtier.
(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora)
Freitag, 16. Oktober 2009
VW rüstet auf: Rrrrrr – Power-Golf am Start
Markus Mechnich
Downsizing selbst beim Supersportler. Dem Golf R hat man zwar zwei Zylinder weggestrichen, doch langweiliger ist er dadurch nicht geworden. 270 PS wirft der stärkste Serien-Golf in die Waagschale. Dafür soll der Verbrauch um 21 Prozent sinken.
Die LED-Scheinwerfer und der Doppelauspuff sorgen für ein markantes Heck.
(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora)
Nein, das ist kein Golf von der Stange. Das zeigt der "R" schon auf den ersten Blick. Zwei runde Endtöpfe in der Mitte unter dem schwarzen Diffusor und LED-Scheinwerfer verraten es von hinten, ein dezentes R vorn im Kühlergrill. Zwei schwarz lackierte Außenspiegel ragen kess weit nach außen und beanspruchen Platz auf der Straße. Unter den Frontscheinwerfern unterstreichen zwei LED-Leisten als Tagfahrlicht den "bösen Blick". Dabei werden diesen Golf die meisten anderen Autofahrer nur von hinten sehen. Volkswagen hat den Golf VI zum R gemacht.
Das traditionell sportlichste Modell der Golf-Serie kommt jetzt mit zwei Zylindern weniger an den Start. Waren es im Vorgänger, dem Golf R32, noch sechs Zylinder, die für brachialen Vortrieb sorgen, so müssen jetzt vier Töpfe reichen. Tun sie aber auch, denn mit 270 PS ist der Golf R sicher nicht untermotorisiert. Dafür soll der Golf 21 Prozent oder 2,2 Liter weniger Sprit verbrauchen. Und das trotz des bei VW für Sportmodelle obligatorischen Allradantriebs. Der sorgt für bessere Traktion in den Kurven.
Drehmoment gut verteilt
Bei den Sprintwerten hat der R-Golf hingegen noch zugelegt. Mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG schafft er die 100 Kilometer pro Stunde in 5,5 Sekunden. Manuell geschaltet sind es 5,7. Der R32 brauchte dafür noch 6,5 Sekunden, hatte aber auch 20 PS weniger. Für diese Sprintwerte sorgen die 350 Newtonmeter des Zweiliter-Vierzylinders, die von 2500 bis 5000 Umdrehungen zur Verfügung stehen. Bei 250 Kilometern pro Stunde ist der R allerdings abgeriegelt.
Im Innern ist ebenfalls viel "R" vorzufinden. Wie beim GTD oder GTI ist am unteren abgeflachten Sportlenkrad ein R ins Aluminium gepresst. Teilleder und Lenkradbedienung ist Serie. Im Cockpit beherrschen zwei Rundinstrumente den Blick. Drehzahlmesser und Tacho haben dabei mit Wassertemperatur und Tankanzeige noch zwei kleinere Rundinstrumente integriert. Sportlicher Purismus. Dazwischen weist der Bordcomputer den Weg.
Ab 36.400 Euro ist der Racing-Golf zu haben. Dafür gibt es exklusive 18-Zoll-Felgen als Serie. Optional sind 19-Zöller bestellbar. Parallel dazu hat Volkswagen auch den Scirocco in den R-Status erhoben. Das Sportcoupé hat mit 265 allerdings fünf PS weniger, ist aber mit 33.475 Euro Einstiegspreis auch deutlich billiger.
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