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Der Evade wirkt, als würde er zum Kampf um die letzten Rohstoffreserven ausrücken.
Der Evade wirkt, als würde er zum Kampf um die letzten Rohstoffreserven ausrücken.

Evade - Hummer war gestern: Straßen-Panzer aus Kanada

SUV haben sich nicht nur in Europa zu wahren Dauerbrennern entwickelt. In Nordamerika gehören sie zum selbstverständlichen Straßenbild. Wer hier also noch auffallen will, der braucht mehr als einen Mercedes G-Klasse oder Land Rover Defender. Da sollte es schon ein Conquest Evade sein. Gegen den wirkt selbst ein Hummer lächerlich.

SUV sind in - und Endzeitoptik scheint auch schwer im Kommen zu sein. Wer also die neueste Schöpfung des kanadischen Autobauers Conquest in Augenschein nimmt und sich an "Mad Max" erinnert fühlt, liegt nicht verkehrt. Schließlich haben sich die Nordamerikaner auf gepanzerte und extrem sichere Fahrzeuge für Superreiche spezialisiert, denen ein Hummer zu bieder ist. Letzter Streich in dieser Richtung war der Knight XV. Rundherum mit 64 Millimeter dickem Stahl und schusssicherem Glas bewährt, könnten Hobby-Soldaten mit dem Gefährt auch Taliban in Afghanistan jagen.

Ein Trittbrett soll den Einstieg in den Fond erleichtern.
Ein Trittbrett soll den Einstieg in den Fond erleichtern.

Da ist das neue Luxus-SUV, der Evade, fast ein Weichei. Jedenfalls was die Außenhaut aus Aluminium und Stahl betrifft. Optisch steht er dem martialischen Bruder in Nichts nach. Der sechs Meter lange Allrad-Panzer, der auf dem Fahrgestell eines Ford F550 Super Duty steht, wirkt immer noch, als würde er zum Kampf um die letzten Rohstoffreserven ausrücken. "Unser Ziel war es, ein elegantes, intelligentes und zweckmäßiges SUV zu entwickeln, dass dem anspruchsvollen Geschmack unserer Kunden entgegen kommt", so Conquest-Chef William Maizlin. So änderte die kleine Manufaktur in Toronto den Kühlergrill, überarbeitete Scheinwerfer und Rücklichter. Auch die Kotflügel haben sich verändert, sie fallen jetzt schmaler aus als beim Knight XV. Zudem gibt es jetzt am hinteren Stoßfänger ein Trittbrett für einen leichteren Einstieg in den Fond.

Spiel-Spaß im Luxus-Panzer

Im Inneren des Panzers mit Gentlemanattitüde finden lediglich vier Passagiere Platz. Die dürfen sich aber auf sechsfach elektrisch verstellbaren und mit Leder bezogenen Liegesitzen lümmeln. Wie der Knight XV wird das Innere, das mit Carbon, Aluminium und Leder beschlagen ist, durch ein hochwertiges Soundsystem beschallt und bietet für die Kurzweil eine Playstation-Konsole. Wer auch bei holperigen Überlandfahrten arbeiten möchte, der findet an den Sitzen entsprechende Laptop-Halterungen, Internetanschluss und Flatscreen-Fernseher. Serienmäßig hat das Ungetüm zudem ein Nachtsichtgerät mit Infrarotkameras an Bord und zwei per Joystick steuerbare Suchscheinwerfer auf dem Dach.

Befeuert wird der Straßen-Kampf-Panzer mit permanentem Allradantrieb wahlweise von einem Diesel- oder Benzin-Motor. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Triebwerke von Ford übernommen und leisten mindestens 400 PS. Bleibt die Frage nach dem Preis. Der ist wie zu erwarten stolz. 579.000 US-Dollar, etwa 480.000 Euro, ruft Conquest Vehicles für die Hummer-Alternative in der Grundausstattung auf.

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Quelle: n-tv.de

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