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Toyotas geliftetes Sportcoupé GT 86 feiert seine Premiere auf dem New Yorker Autosalon Ende März.
Toyotas geliftetes Sportcoupé GT 86 feiert seine Premiere auf dem New Yorker Autosalon Ende März.(Foto: sp-x)

Supercoupé aus Japan: Toyota verleiht dem GT 86 frischen Glanz

Liv von Boetticher-Germeroth

Wer hätte vor knapp fünf Jahren gedacht, dass ausgerechnet Toyota mit dem GT 86 ein sportliches Coupé auf den Markt bringt und damit die Autowelt überrascht? Nun ist es Zeit, das Sportcoupé zu einem Facelift zu schicken.

Einen knappen Monat ist es her, dass Toyota das Ende seiner Tochtermarke Scion bekanntgegeben hat. Mit schrillem Design, knalligen Farben, tief gelegt und bisweilen rennstreckentauglich, wollten die Japaner vor allem in den USA die jüngere Zielgruppe erreichen. Das Vorhaben ist offiziell gescheitert, die Marke Scion tot - und damit auch der Scion FR-S, heckgetriebener Hoffnungsträger aus dem Land des Lächelns. An die Stelle von Scions Sportcoupé soll nun der facegeliftete Toyota GT 86 preschen. Keine schlechte Idee, denn die Modelle sehen sich schon heute zum Verwechseln ähnlich. Premiere feiert das vor allem an Design und Fahrwerk überarbeitete Coupé auf der New Yorker Auto Show (25. März bis 3. April).

Sportliches Coupédesign beim Viersitzer

Das Heck des GT 86 ist weniger protzig, die Linien modern.
Das Heck des GT 86 ist weniger protzig, die Linien modern.(Foto: sp-x)

Der neue Toyota-Sportler kommt in erster Linie mit aggressivem Styling daher: Ein größerer Kühlergrill, breitere Lufteinlässe und eine modifizierte Front wirken insgesamt kampfeslustig. Im Vergleich zu Scions FR-S trägt der Toyota GT 86 ein etwas dezenteres Kleid als der aggressive Jungspunt. Der größte Unterschied ist sicherlich die neue vordere Stoßstange mit einer Fassung, die sich über die gesamte Weite des Coupés erstreckt. Im Vergleich zum FR-S wirkt jedoch vor allem das Heck weniger protzig, der Kofferraum ist etwas nach unten gezogen und nicht so bullig. Außerdem bringen die Japaner überarbeite LED- und Nebelscheinwerfer im gelifteten GT 86 mit ein.

Im Innenraum zieht es die Japaner in Richtung Premium-Design. Materialien wie Alcantara und Wildleder für Armaturenbrett, Sportsitze sowie Verkleidungen sollen Kunden locken.

Keine Veränderung unter der Motorhaube

Beim Motor hat sich hingegen enttäuschend wenig verändert. Die Japaner setzen weiterhin auf den 2.0-Liter-Boxermotor, Kunden können zwischen einer 6-Stufen-Automatik und einem Sechsgang-Schaltgetriebe wählen. Laut Hersteller hat sich das Fahrverhalten der Sportcoupés verbessert: Eine überarbeitete Fahrwerksabstimmung mit veränderter Federung und Dämpfung mache den GT 86 agiler und leichter zu kontrollieren.

Ob dem so ist? Für die erste Testfahrt müssen wir uns noch etwas gedulden, ab Herbst kommt der Toyota GT 86 auf den Markt. Den Einstiegspreis nannte Toyota zwar noch nicht, doch dürfte der Viersitzer etwa beim Preisniveau des Vorgängermodells starten. Derzeit kostet der GT 86 knapp unter 30.000 Euro.

Quelle: n-tv.de

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