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Was den Allspace vom Tiguan unterscheidet sind elf Zentimeter mehr Radstand und 22 Zentimeter mehr Länge.
Was den Allspace vom Tiguan unterscheidet sind elf Zentimeter mehr Radstand und 22 Zentimeter mehr Länge.
Freitag, 13. Oktober 2017

Jetzt kommt's dicke: VW Tiguan Allspace - Freund der Familie

Seit seiner Einführung im vorigen Jahr hat sich der Tiguan bei den Zulassungen an die Spitze seines Segments gearbeitet. Nun erweitert Volkswagen das Angebot um eine siebensitzige Variante, den Tiguan Allspace.

Vans von Volkswagen in Form des Touran oder Sharan sind zwar äußerst vielseitig und praktisch, fahren beim Thema Lifestyle allerdings weit hinterher. Sie gelten als uncool. Familienväter schlucken diese bittere Pille meist zugunsten ihres Nachwuchses. Viel lieber würden sie den Chauffeur-Dienst für den Nachwuchs aber in einem SUV machen. Doch bislang hatte Volkswagen hier nichts Adäquates zu bieten, zumindest nicht, wenn hin und wieder sieben Sitzplätze benötigt werden.

Neben dem Surfboard übernachten

Die Basisversion des Tiguan Allspace startet ab 30.000 Euro.
Die Basisversion des Tiguan Allspace startet ab 30.000 Euro.

Das ändert sich ab dem 6. November mit dem in der Basisversion knapp unter 30.000 Euro startenden Tiguan Allspace. Auf diesen Namen tauften die Marketing-Strategen die um knapp 22 Zentimeter verlängerte Version des normalen Tiguan. Der Allspace wird damit zum direkten Verwandten des Skoda Kodiaq. Der Längenzuwachs kommt allerdings nicht ausschließlich dem Radstand zugute. Auf ihn entfallen lediglich elf Zentimeter. Die andere Hälfte wandert in Richtung Kofferraum.

Wer den langen Tiguan als Fünfsitzer bestellt, also auf die dritte Sitzreihe bewusst verzichtet, dem stehen 760 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Werden die Rücksitzlehnen per Fernentriegelung vom Kofferraum aus flach gemacht, wächst der Stauraum auf 1920 Liter. So viel Platz bieten viele Kombis selbst in der oberen Mittelklasse nicht. Mit der dritten, unterm Ladeboden versenkten Sitzreihe, bleiben immer noch 700 Liter übrig, respektive 1775 Liter bei umgelegten Lehnen. Beiden Versionen gemeinsam ist die Laderaumlänge von 1,92 Meter. Zur Not kann also im Allspace übernachtet werden – gleich neben dem Surfboard.

Allspace fährt wie Tiguan

Je nach Variante bietet der Tiguan Allspace zwischen 760 und 1920 Liter Kofferraumvolumen oder - mit dritter Sitzreihe - 700 bis 1775 Liter Stauraum.
Je nach Variante bietet der Tiguan Allspace zwischen 760 und 1920 Liter Kofferraumvolumen oder - mit dritter Sitzreihe - 700 bis 1775 Liter Stauraum.

Auch in Sachen Flexibilität steht der Wolfsburger einem modernen Van in nichts nach. So lässt sich die mittlere Sitzreihe um bis zu 18 Zentimeter längs verschieben, je nachdem, ob man mehr Beinfreiheit oder mehr Platz fürs Gepäck benötigt oder eben Zugang zur dritten Sitzreihe haben will. Allerdings sind die hintersten Sitzgelegenheiten für Erwachsene schlicht zu eng. Nur Kinder können hier halbwegs vernünftig untergebracht werden. Knapp wird’s dann allerdings fürs Gepäck. 230 Liter bleiben dann noch, das ist nicht viel, um beispielsweise für sechs jugendliche Kicker die Sporttaschen zu verstauen. Äußerst praktisch ist die gestengesteuerte Heckklappe. Sie schwingt elektrisch hoch, sobald man den Fuß unter den Stoßfänger bewegt. Der Service kostet allerdings Aufpreis. Serie ist dieses Feature nur bei der Topversion Highline.

Da der Tiguan Allspace auf der gleichen Architektur wie der normale Tiguan aufbaut, stecken unter der Haube auch weitgehend die gleichen Mitoren. Unterschied: Sowohl mit Benziner als auch mit Diesel beginnt der Spaß erst bei 150 PS. Der Topbenziner leistet 220 PS, der stärkste Diesel hat 240 PS. Was das Fahren angeht, verändern elf Zentimeter mehr Radstand natürlich nicht die Dynamik. Der Allspace fährt genauso wie der klassische Tiguan, ruhig und komfortabel, solide und sicher. Einzig der Wendekreis ist größer und das Rangieren erfordert mehr Aufmerksamkeit. Als nützlich erwiesen sich hier die Sensoren und Kamerasysteme.

Wertiger als der Skoda Kodiaq

Insgesamt hat Volkswagen den Allspace aber höherwertig positioniert. Schließlich gilt es, Wettbewerber wie Nissan X-Trail, Mitsubishi Outlander, Hyundai Santa Fe oder auch den Bruder aus dem eigenen Konzern, den Skoda Kodiaq, auf Abstand zu halten. So entspricht bereits die Basis-Ausstattung Trendline weitgehend der höheren Comfortline des normalen Tiguan. Zur Serienausstattung gehören unter anderem Klimaanlage, Spurhalteassistent, City-Notbremsung, Fußgängererkennung, das Infotainmentsystem "Composition Colour" und ein variabler Ladeboden. Darüber hinaus sind natürlich jede Menge weitere Assistenzsysteme zu bekommen bis hin zum automatisierten Fahren im Stop-and-Go-Verkehr.

Preislich startet der Allspace bei knapp unter 30.000 Euro. Ein leistungs- und ausstattungsmäßig vergleichbarer normaler Tiguan kostet nur ein paar hundert Euro weniger. Damit dürfte die Entscheidung zumindest bei Familien zugunsten der Langversion fallen, die zwar im Alltag das eine oder andere Mal durch ihre Größe ein paar praktische Nachteile haben mag.

Quelle: n-tv.de

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