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Den Polo wird es in Zukunft wohl nur noch als Viertürer geben.
Den Polo wird es in Zukunft wohl nur noch als Viertürer geben.

Strategie oder Spekulation?: VW streicht Polo-Zweitürer

Volkswagen konkretisiert seine Sparpläne und setzt vor allem bei nicht mehr gefragten Modellen den Rotstift an. Betroffen ist auch der Polo berichtet das Magazin "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Europas größter Autobauer Volkswagen setzt für sein Sparprogramm laut einem "Spiegel"-Bericht beim Polo den Rotstift an. Den Kleinwagen soll es in der nächsten Generation nur noch mit vier Türen geben, wie das Nachrichtenmagazin berichtete. Der Verzicht auf die Polo-Variante mit zwei Türen spare 200 Millionen Euro. Laut internen Informationen soll  VW auch den Scirocco auf den Prüfstand stellen und dem "Spiegel" zufolge ist auch das Aus des Käfer-Erben Beetle möglich.

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VW will bei seiner renditearmen Pkw-Kernmarke fünf Milliarden Euro sparen. Ein Konzernsprecher sagte, es werde geprüft, ob es auch weiterhin einen Polo-Zweitürer  gebe, beschlossen sei aber noch nichts. Bei VW ist es Tagesgeschäft, zu überlegen, welche Varianten strategisch sinnvoll sind. Das betrifft nicht nur die Türenzahl, sondern auch die Motor- und Getriebevielfalt.

Beetle-Aus ist "reine Spekulation"

Den Bericht über das mögliche Beetle-Aus nannte er "reine Spekulation". Seit dem Start des milliardenschweren Sparprogramms im vergangenen Sommer ist die Modell- und Variantenvielfalt bei VW-Pkw ein zentrales Thema. Anfang April zeige der Konzern in New York bei der Autoshow mehrere Konzepte zur Weiterentwicklung des Beetle. Er ist besonders in den USA gefragt, wo der VW-Absatz schwächelt.

Auch beim Passat gebe es wohl Sparpotenzial. Hier gibt es wohl ein gutes Dutzend Radfederungen, die nicht zwingend nötig seien. Der Grund für diese ausufernde Zahl sind nicht etwa nur technische Anforderungen. Der Passat soll vielmehr in jeder Variante exakt dieselbe Höhe haben - auch dann, wenn Motor- und Getriebestrang wegen unterschiedlicher PS-Leistungen schwerer oder leichter sind. "Da geht es nur um Millimeter. Das sieht man selbst dann kaum, wenn alle Passatvarianten nebeneinander parken", sagt ein Insider.

Quelle: n-tv.de

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