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Mit fünf Metern ist die Studie CrossBlue länger als der VW Touareg.
Mit fünf Metern ist die Studie CrossBlue länger als der VW Touareg.(Foto: picture alliance / dpa)

Wuchtbrumme für die Staaten: VW zeigt Studie CrossBlue

Von Holger Preiss

Mit der soeben in Detroit vorgestellten Studie eines neuen SUV will VW den im Augenblick boomenden Markt in Nordamerika weiter aufmischen. Mit seinen fünf Metern ist der Wagen für hiesige Verhältnisse ein wahres Monster. Dennoch könnten die technischen Features auch für Europa wegweisend sein.

Optisch soll der CrossBlue an US-amerikanische SUV angelehnt sein.
Optisch soll der CrossBlue an US-amerikanische SUV angelehnt sein.(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora)

Speziell für den nordamerikanischen Markt hat VW den CrossBlue entwickelt, ein SUV, das mit seiner Länge von fünf Metern dort als Midsize geführt wird. Hierzulande würde die vorerst nur als Studie auf der Motorshow in Detroit gezeigte Wuchtbrumme allerdings in der Oberklasse angesiedelt werden. An der scheinen sich die Schöpfer des CrossBlue auch orientiert zu haben. Dabei greifen sie bei der Form aber nicht stringent auf den "kleinen" Bruder Tiguan zurück, sondern scheinen sich an einem deutschen Premiumhersteller orientiert zu haben.

Die weit ausgestellten Radkästen, die gestreckte Silhouette, die kurzen Überhänge und eine dadurch lange Motorhaube erinnern stark an schwäbische SUV-Ausgaben. Volkswagen beteuert aber, dass man sich ausschließlich am maskulinen Charakter amerikanischer Offroader orientiert hat und die DNA aus Wolfsburg außen und innen in den CrossBlue verpflanzt hat.

Bigger is better

Sechs einzelne Plätze sorgen für Reisekomfort.
Sechs einzelne Plätze sorgen für Reisekomfort.(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora)

Wie dem auch sei. Auf dem Modularen Querbaukasten ruhend misst der XL-Ableger 4,99 Meter. Der Tiguan bringt es auf 4,40 Meter und selbst der Touareg kommt nur auf 4,80 Meter. Um den mächtigen Auftritt zu verstärken, haben die Wolfsburger ihren Riesen noch auf 21 Zoll große Leichtmetallfelgen mit 285er Reifen gestellt.

Groß gibt sich der CrossBlue aber nicht nur nach außen. Im Innenraum bietet er Mitreisenden auf sechs Einzelsitzen Platz und besitzt, selbst wenn die Hütte voll ist, einen Laderaum von 335 Litern. Verzichtet man auf das Gestühl in der letzten Reihe, erweitert sich die Zuladefläche auf 812 Liter. Werden alle Fondsitze umgelegt, steigt das Ladevolumen auf satte 2000 Liter. Wer auf elektrische Sitzverstellungen verzichtet, kann auch die Lehne des Beifahrersitzes nach vorn klappen und so Gegenstände von 3,11 Meter Länge im Innenraum verschwinden lassen.

Mit Softtouchschaltern erleichtert VW im CrossBlue die Bedienung.
Mit Softtouchschaltern erleichtert VW im CrossBlue die Bedienung.(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora)

Weitere Features im Innenraum sind die hochfahrenden Bedienelemente. Sobald der Fahrer die Zündung aktiviert, fahren die Drehregler für Licht-, Klima-, und Allradsteuerung aus der Mittelkonsole heraus. Im Ruhezustand liegen die Bedienelemente plan in der Cockpitlandschaft. Wie etwa auch für den Touareg typisch sind die Regler – passend zum Charakter eines großen SUV – in robustes Aluminium eingefasst. Zentral in der Mittelkonsole befindet sich ein 10,2 Zoll großer Touchscreen. In die Kopfstützen der ersten Reihe wurden mobile iPad minis als Monitore integriert.

Diesel-Hybrid mit zwei E-Motoren

Als Antrieb des Sechssitzers fungiert ein Diesel-Hybridsystem, dessen Batterie man via Steckdose laden kann. Dabei ist der Vierzylinder-TDI mit 190 PS mit zwei Elektromotoren verbunden - 40 kW/180 Nm vorne und 85 kW/270 Nm an der Hinterachse -, die die Systemleistung auf 305 PS und 700 Nm hochschrauben. Der Antriebsstrang wird mit einem Sechsgang Doppelkupplungsgetriebe und einem 9,8 kWh großen Lithium-Ionen-Akku, der im Mittelkanal verbaut ist, komplettiert.

Deren Energievorrat soll eine rein elektrische Reichweite von 33 Kilometern ermöglichen. Derart befeuert, soll der CrossBlue in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Volkswagen mit 204 km/h an. Dabei soll der Normverbrauch im Wechselspiel von Diesel- und Elektromotor bei minimal 2,1 Litern liegen. Rein vom TDI angetrieben, versprechen die Wolfsburger einen Verbrauch von lediglich 4,9 Litern Diesel.

Mit dem CrossBlue präsentiert VW ein Auto, das – obwohl noch eine Studie – keineswegs auf Showeffekte setzt, sondern einen seriennahen Ausblick auf eine mögliche neue SUV-Baureihe von Volkswagen bietet. Ob davon etwas nach Europa zurückschwappt, bleibt abzuwarten.

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Quelle: n-tv.de

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