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Auch eine neue geräumige Limousine soll ins Programm aufgenommen werden.
Auch eine neue geräumige Limousine soll ins Programm aufgenommen werden.

Ambitionierte Pläne aus Schweden: Volvo will Modellpalette erweitern

Volvo will in den nächsten Jahren seinen Absatz weltweit verdoppeln. Dabei soll mit einem umfänglichen Facelift und neuen Modellen vor allem auf den großen Märkten gepunktet werden. In Deutschland allerdings sind die Hallen der Händler überfüllt.

Volvo will seinen weltweiten Pkw-Absatz bis 2020 auf 800.000 Fahrzeuge verdoppeln. Vertriebschef Alain Visser sagte im Gespräch mit der Branchenzeitung "Automobilwoche", man setze dabei vor allem auf die großen Märkte USA und China. Die zum chinesischen Geely-Konzern gehörende schwedische Marke will das Wachstum übermehrere große Facelifts und über eine vergrößere Modellpalette erreichen. So denkt man laut Visser bei Volvo sowohl über ein kleines Stadtauto als auch am anderen Ende der Modellpalette über eine geräumige Limousine nach. Beschlossen sei aber noch nichts. Auch für ein Kompakt-SUV sieht der Manager gute Verkaufschancen.

In Deutschland hatten sich die Schweden für 2012 vorgenommen, den Absatz an Neuwagen um 14 Prozent zu steigern. Ende Oktober lag die Marke bei knapp 28.000 Zulassungen. Die Händler erwarten, in diesem Jahr noch 6000 Fahrzeuge auf die deutschen Straßen bringen zu können. "Wir gehen davon aus, dass Volvo 2012 etwa auf Vorjahresniveau abschließen wird", sagte Michael Hedtke, Sprecher des Arbeitskreises Vertrieb und Marketing des Volvo-Händlerverbandes auf einer Mitgliederversammlung in Essen. 2011 hatte die Marke hierzulande rund 34.000 Fahrzeuge zugelassen.

Derzeit krankt der Absatz aber in Deutschland wie bei vielen anderen Herstellern auch an der Eurokrise. Das größte Problem sind die übervollen Lager, die durch immer neue Abnahmeaktionen entstanden sind. Auf Kundenwünsche kann kaum eingegangen werden, weil die von den Händlern abgenommenen Fahrzeuge nicht mehr nach den individuellen Vorstellungen konfiguriert werden können. Da sich Volvo bis jetzt wacker dem bestehenden Preisdruck auf dem Markt wiedersetzt hat, könnten die vollen Hallen dazu führen, dass auch die Schweden beim Preis einlenken müssen, um die Bestände abzubauen. Denn auch im Jahr 2013 will Volvo in Deutschland 35.000 Fahrzeuge absetzen und so die Marke von 2011 um 1000 verkaufte Einheiten übertreffen.

Quelle: n-tv.de

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