Dienstag, 07. September 2010
Wildwechsel-Gefahr: Vorsicht bei Dämmerung
Besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden sollten Autofahrer jetzt besonders vorsichtig fahren. Neben schlechten Sichtverhältnissen und Nässe droht nämlich noch eine weitere Gefahr.Autofahrer sollten jetzt vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden aufmerksam fahren. Neben schlechten Sichtverhältnissen und gefährlicher Nässe kann es vor allem auf Landstraßen zwischen Wald- und Feldzonen zu Wildwechsel kommen. Allein im vergangenen Jahr ereigneten sich über 2.600 Wildunfälle mit Personenschäden auf deutschen Straßen, wie der TÜV Rheinland jetzt meldet. Deshalb gilt nach Wildwechsel-Schildern, langsam zu fahren und auf die Fahrbahnränder zu achten.
Besonders gefährlich sind neu gebaute Straßen, die durch Waldgebiete führen, da das Wild seinen gewohnten Wechsel beibehält. Falls ein Reh auftaucht, muss mit weiteren Tieren gerechnet werden. Dann sollte man nicht nur abbremsen, sondern auch hupen. Ist ein Zusammenprall nicht mehr zu vermeiden, auf keinen Fall ausweichen, denn das könnte noch schlimmere Folgen haben.
Nie ohne Handschuhe
Kommt es zum Crash mit einem Wildtier, gilt: Warnblinkanlage einschalten, Unfallstelle absichern und das Tier an den Randstreifen schaffen. Dabei niemals mit bloßen Händen anfassen, denn es besteht Tollwutgefahr. Ein Kadaver darf nicht mitgenommen werden, da dies als Wilderei gewertet wird. Ist das angefahrene Tier verletzt und flieht, sollte man sich die Fluchtrichtung merken und die Stelle markieren, damit der Förster das Tier verfolgen kann.
Wichtig: Der Unfall selbst muss der Polizei gemeldet werden. Diese stellt dann eine Bescheinigung für die spätere Versicherungs-Regulierung aus.
sp-x
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