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Mit sehr schmalen Scheinwerfern und einer recht dynamischen Seitenlinie lässt Hyundai sein kleinstes SUV vorfahren.
Mit sehr schmalen Scheinwerfern und einer recht dynamischen Seitenlinie lässt Hyundai sein kleinstes SUV vorfahren.
Dienstag, 13. Juni 2017

Koreaner jetzt mit B-SUV: Weltpremiere für Hyundai Kona

Mit Tucson und Santa Fe ist Hyundai schon lange auf dem SUV-Markt unterwegs. Jetzt bauen die Koreaner ihr Angebot nach unten aus und reichen mit dem Kona ein modernes Klein-SUV nach - mit Allradantrieb wohlgemerkt.

Auch am Heck des Hyundai Kona sorgen sehr dynamische Linien für Eigenwilligkeit.
Auch am Heck des Hyundai Kona sorgen sehr dynamische Linien für Eigenwilligkeit.

So langsam müsste der SUV-Markt eigentlich gesättigt sein, sollte man meinen. Das KBA listet über 80 verschiedene Hochbeiner, deren Marktanteil sich inzwischen auf gut 20 Prozent beläuft. Das wird nur noch von der Kompaktklasse übertroffen und insgesamt sind auf den deutschen Straßen schon über 4,2 Millionen SUV und Geländewagen unterwegs. Und trotzdem: Das Wachstum scheint unaufhaltsam und die Autobauer versuchen immer weiter mit neuen Modellen, ihr Stück des Kuchens etwas zu vergrößern. Zum Beispiel Hyundai mit dem Kona, der soeben in Seoul seine Weltpremiere feierte und ab November bei den deutschen Händlern steht.

Kona in der Trend-Kerbe

Mit nur 4,17 Metern Länge schlägt der nach einer hawaiianischen Küste benannte Kona in die aktuelle Trend-Kerbe der immer kleiner werdenden SUV und positioniert sich deutlich unter dem kompakten Hyundai Tucson. Anders als Opel mit dem neuen Crossland X oder Renault mit dem Capture wollen die Koreaner allerdings ein echtes SUV anbieten. Also sieht der in Hyundais neuer Markenwelt vor den Toren Seouls enthüllte Kona mit den Plastplanken an den Radhäusern und Seitenschwellern, dem schlundartigen Kühlergrill und den ausgesprochen schmalen Scheinwerfern nicht nur aus wie ein richtiger Abenteurer, sondern bringt auf Wunsch seine Kraft auch über alle vier Räder auf die Straße. Zunächst allerdings nur in Kombination mit der größeren von zwei verfügbaren Benzin-Motorisierungen, dem 1.6T-GDI.

Der Innenraum des Hyundai Kona bildet wohl den stärksten Gegensatz zu seiner dynamischen Außenhaut.
Der Innenraum des Hyundai Kona bildet wohl den stärksten Gegensatz zu seiner dynamischen Außenhaut.

Der aufgeladene Vierzylinder entwickelt 177 PS und wuchtet mit 265 Newtonmetern das Mini-SUV in 7,9 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis zu einer Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h. Serienmäßig ist das Triebwerk mit Hyundais Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe verbandelt. Geht es nach den Wünschen der deutschen Marken-Verantwortlichen, wird der 1.6er später auch mit Schaltgetriebe nachgereicht. Die Preise stehen noch nicht fest, dürfte aber bei der 4x4-Version deutlich über 20.000 Euro liegen. Ob die 120 PS starke Einstiegsvariante mit Einliter-Dreizylinder-Turbo wirklich unter dieser Tarifgrenze, muss ebenfalls abgewartet werden. Anders als der Vierzylinder kommt die Basisvariante ausschließlich mit manuellem Sechsgang-Getriebe und nur mit Frontantrieb. Ab 2018 erweitern schließlich noch ein 1,6-Liter-Diesel mit 115 PS und 136 PS sowie eine Elektrovariante mit über 390 Kilometern Reichweite das Angebot.

Innen etwas altbacken

Apropos Angebot: Der Kona soll nicht nur mit aktueller Sicherheitsausstattung (inklusive Notbremsassistent, aktivem Spurhalter und Querverkehrswarner), moderner Konnektivität, einem High-End-Audiosystem und als erstes Hyundai-Volumenmodell auch mit einem Head-up-Display punkten, sondern auch mit einem breiten Angebot an Individualisierungsmöglichkeiten. Unter anderem lassen sich Luftauslässe, die Einfassung des Start-Knopfes und die Gurte farblich anpassen – ein Fortschritt, wenn man bedenkt, dass die Kunden beim kompakten i30 nur die Wahl zwischen einem schwarzen und grauen Interieur haben.

Daran, dass das Interieur in Summe trotzdem etwas altbacken wirkt, ändern aber auch die farbigen Akzente nicht viel. Denn während der Kona äußerlich ausgesprochen extrovertiert auftritt und sich selbstbewusst von seinen Marken-Brüdern unterscheidet, passt er sich innen ganz dem Familien-Stil an. Das heißt aber auch, dass sich nicht nur langjährige Hyundai-Fahrer in dem übersichtlichen Cockpit schnell zurechtfinden. Zwar setzen die Koreaner im großen Stil Hartplastik ein, doch das ist ausgesprochen präzise verarbeitet und wirkt selbst beim Anfassen nicht billig. Obwohl der Kona zu den kleinsten Vertretern des Segments zählt, punktet er außerdem mit seinem sehr guten Platzangebot – und zwar vorne wie hinten. Und sogar der Kofferraum ist mit 361 Litern fast so geräumig wie beim VW Golf. Das muss der für nächstes Jahr erwartete Polo T-Cross erstmal nachmachen.

Quelle: n-tv.de

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