Auto
Für viele ist eine Beule im Kotflügel ein Bagatellschaden. Die Gefahr besteht aber darin, dass einiges Mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Für viele ist eine Beule im Kotflügel ein Bagatellschaden. Die Gefahr besteht aber darin, dass einiges Mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Fünf wichtige Indizien: Wie erkennt man einen Unfallwagen?

Wer auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen ist, der muss auf einiges achten. Vor allem darauf, ob das Objekt der Begierde unfallfrei ist. Denn neben einigen Unannehmlichkeiten können hier auch Tausende von Euro liegen. Fünf Anzeichen, auf die Sie achten sollten.

Wer sich auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen umschaut, wird an vielen Fahrzeugen Spuren jahrelanger Nutzung finden. Das ist normal und muss von Käufern, die einen Wagen aus jahrelangen Vorbesitz in die engere Wahl ziehen, wohl oder übel in Kauf genommen werden. Doch auch Fahrzeuge, die bereits einen Unfall überstanden haben, werden auf dem Gebrauchtwagenmarkt angeboten. Das muss sich nicht zwingend auf die Fahreigenschaften auswirken, mindert aber den Verkaufswert deutlich.

Deshalb ist der Verkäufer eines solchen Wagens verpflichtet, ungefragt über einen etwaigen Unfallschaden zu informieren. Doch nicht jeder, der seinen Gebrauchten loswerden will, hält sich daran. In manchen Fällen weiß es der Verkäufer selber nicht. Deshalb sollte ein Gebrauchtwagenkäufer zumindest theoretisch damit rechnen, dass er einen Unfallwagen vor sich haben könnte und fünf Dinge beachten:

Das Lenkrad: Fährt man geradeaus, muss auch das Lenkrad gerade stehen. Ist es bei Geradeausfahrt leicht zu einer Seite gedreht oder zieht das Auto nach rechts oder links, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass sich bei einem Unfall oder auch beim unsanften Überfahren eines Bordsteins etwas verzogen hat. In manchen Fällen wurde die Spurstange beschädigt, in anderen hat der Querlenker einen Schlag bekommen. In jedem Fall sind die notwendigen Aufwendungen hier sehr teuer und unangenehm.

Die Reifen: Hier muss man auf das Verschleißbild achten. Normalerweise sollte sich das Profil über die Reifenbreite gleichmäßig abnutzen. Ungleich abgefahrene Pneus können darauf hinweisen, dass am Fahrwerk etwas verbogen ist oder eben auch die Spurstange und Querlenker durch schwere Schläge in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Die Spaltmaße: Je teurer ein Auto ist, desto präziser verlaufen in der Regel die Fugen zwischen den Karosserieteilen. Unterschiedliche Spaltmaße können ein Indiz dafür sein, dass ein Unfallschaden repariert wurde. Auch wenn die Türen nicht besonders gut schließen oder beim Öffnen anschlagen, ist das ein Indiz für einen vorherigen Crash.

Der Lack: Der Laie kann überprüfen, ob der Lack überall den gleichen Eindruck macht. Er kann auf ungleiche Abnutzung und Reflexionen, aber auch Farbunterschiede achten. Stümperhaftes Nachlackieren zeigt sich an leichten Farbresten, zum Beispiel an Fenstern oder Gummis. Mit einem Magneten kann man erkennen, ob ein Bereich gespachtelt und nachlackiert wurde – der Magnet hält nur auf Blech, nicht auf der Spachtelmasse. Um nachzuvollziehen, ob die Lackstärke der ab Werk entspricht, braucht man hingegen ein Profigerät, einen sogenannten Lackdichtemesser.

Die verdeckten Spuren: Oberflächliche Schäden mögen behoben worden sein, deshalb sollte man noch einen Blick unter die Motorhaube und in den Kofferraum werfen. Vorn achtet man zum Beispiel auf Stauchungen und Schweißstellen. Hinten könnten Beulen um die Reserveradmulde Indizien für Auffahrunfälle sein. Auch hier sollte man auf die Schweißnähte achten.

Quelle: n-tv.de

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