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Den Chrylser Crossfire gibt es auch als Roadster - auch hier nach ADAC-Einschätzung mit recht zuverlässiger Technik.
Den Chrylser Crossfire gibt es auch als Roadster - auch hier nach ADAC-Einschätzung mit recht zuverlässiger Technik.(Foto: dpa-tmn)

Zuverlässige Alternative zum SLK: Chrysler Crossfire macht sich rar

Gebaut in Deutschland, amerikanische Anmutung und gut in der Pannenstatistik: Wer in der Kategorie des Mercedes SLK einen Gebrauchten sucht, ist mit dem recht seltenen Chrysler Crossfire gut bedient.

Der Crossfire stammt aus einer vergangenen Ära, als die Marke Chrysler noch zu Daimler gehörte. Zwar ging die Ehe der Konzerne in die Brüche, doch brachte sie nicht nur Schlechtes hervor. Der zweitürige Zweisitzer mit dem markanten Buckelheck ist ein Beispiel dafür. Denn der Sportwagen hat viel von der Zuverlässigkeit des Mercedes SLK, mit dem er sich die technische Basis teilt.

Weil sich der amerikanische Flitzer auf deutschen Straßen rar macht, geht er mit Pannen auch selten ins Netz des ADAC. Der Autoclub aus München konstatiert: "Außer Batteriepannen keine weiteren Auffälligkeiten." Zieht man sein Schwestermodell, den von 1996 bis 2004 angebotenen SLK vom Baureihentyp R 170, als Anhaltspunkt heran, greifen Käufer eines Gebrauchten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem guten Auto. Zumindest den verwandten Benz bezeichnet der ADAC als "sehr zuverlässig". Wie beim SLK sollte allerdings die Kraftstoffanlage auf Undichtigkeiten abgeklopft werden.

Nur von 2003 bis 2007 produziert

Der Crossfire, der seinen Namen den sich kreuzenden Blechsicken an den Fahrzeugseiten verdankt, wurde nur kurz gebaut: von 2003 bis 2007. Das letzte Fertigungsjahr beim beauftragten Spezialisten Karmann in Osnabrück ist passenderweise auch das, in dem die Allianz von Daimler und Chrysler beendet wurde. Anders als der SLK mit klappbarem Stahldach wurde der Crossfire mit festem Dach als Coupé und mit einem Stoffdach als Roadster angeboten. Optische Besonderheit sind die mittig am Heck sitzenden Auspuffendrohre. Nur rund 75.000 Einheiten liefen insgesamt vom Band.

Die Motorisierungen des Crossfire sind schnell aufgezählt: Ausgeliefert wurde der Wagen in beiden Karosserievarianten ausschließlich mit V6-Benzinaggregaten, die in zwei Leistungsstufen aus 3,2 Litern Hubraum 218 PS und 334 PS schöpfen. Bei den Getrieben hatten Kunden jeweils die Wahl zwischen einer 6-Gang-Handschaltung und einer Automatik mit fünf Stufen.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt bewegen sich die Preise für den Crossfire laut dem Branchendienst Schwacke zwischen 6650 und 15.550 Euro: Günstigster Crossfire ist demnach das Coupé in der Ausführung Black Line von 2004 mit 218 PS und einer durchschnittlichen Laufleistung von 145.600 Kilometern, teuerster ist der Roadster SRT-6 Automatik mit 334 PS von 2006 (114.400 Kilometer). Preislich dazwischen mit rund 10.800 Euro liegt der Roadster Black Line vom gleichen Baujahr mit dem schwächeren V6 (114.400 Kilometer).

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Quelle: n-tv.de

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