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Der jüngste Spross der BMW-Familie kann durchaus Gelände, aber allzu wild sollte es nicht werden.
Der jüngste Spross der BMW-Familie kann durchaus Gelände, aber allzu wild sollte es nicht werden.(Foto: Markus Mechnich)

BMW X1 20d: Der Frischling

Markus Mechnich

Der X1 ergänzt seit Herbst die Modellpalette von BMW. Der kleinste Geländewagen hat aber von Beginn an seine Freunde gewonnen. Auch wenn er nur bedingt ein Auto für wildes Geläuft ist.

Die Straße ist schon eher das Revier des X1.
Die Straße ist schon eher das Revier des X1.(Foto: Markus Mechnich)

Der X1 von BMW gehört zu den neuesten SUVs auf dem Markt. Erst im Herbst vergangenen Jahres ließen die Münchner den jüngsten Spross der X-Familie vom Stapel. Und das mit Erfolg. Die Fachwelt ist begeistert und auch die Kunden laufen wegen dem kleinen X in erheblichem Umfang ins BMW-Autohaus. Selbst in den momentan schwierigen Zeiten. Noch im vergangenen Jahr wurden mehr als 3300 Exemplare des X1 zugelassen.

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Zum Start gibt es den kleinsten Münchner Geländegänger in vier Varianten. Als Einstieg dient der X1 18d ohne Allrad, wir haben dem 20d mit xDrive auf den Zahn gefühlt. Außerdem ist noch der X1 23d mit serienmäßigem Allrad am Start und der einzige Benziner, der 28i, mit 258 PS in der Spitze. In diesem Frühjahr soll die Modellpalette noch um den 18i als günstigerer Einsteiger ergänzt werden. Auch ein weiterer Sechszylinder-Antrieb soll noch kommen.

Der Erstkontakt mit dem X1 fällt positiv aus. Zwar ist der Innenraum nach dem Baukastenprinzip aus bekannten BMW-Elementen zusammengesetzt, doch ist alles wertig und sauber gearbeitet. Das Radio bietet Sound aus Harmann-Kardon-Lautsprechern, aber leider kein Fach für SD-Karten, was bei BMW generell der Fall, aber dennoch schade ist. Auch das Navigationssystem leistet einwandfreie Dienste, wobei der Aufschlag von 3680 Euro für das Gesamtpaket ausgesprochen schmerzhaft ist. Das Lenkrad macht einen relativ kleinen Eindruck, tut aber präzise und gefühlvoll seinen Dienst. Am Fahrwerk gibt es ebenso nichts auszusetzen. Wie meistens hat BMW einen guten Kompromiss zwischen Komfort und guter Straßenlage gefunden.

Wenig Bodenfreiheit

Gut funktioniert auch der Allradantrieb. Das bewährte xDrive-System leistet auch im kleinsten X ordentliche Dienste. Selbst auf den steilen und komplett zugeschneiten Pässen Südtirols hat der X1 keine Probleme, die Berge zu erklimmen. Angesichts der Bodenfreiheit von 19,4 Zentimetern, die kaum größer als bei einer normalen Limousine wirkt, mag man den noblen Bayern eigentlich kein echtes Gelände zumuten. Dabei bringt er neben dem Allradantrieb auch eine Hilfe für das Bergabfahren mit. Das ESP lässt sich für das Gelände ausschalten, der Allradantrieb arbeitet allerdings immer mit.

Der Zwei-Liter-Diesel verliert durch den Allradantrieb doch etwas an Kraft. Dennoch lässt sich auch der kleinste X agil bewegen.
Der Zwei-Liter-Diesel verliert durch den Allradantrieb doch etwas an Kraft. Dennoch lässt sich auch der kleinste X agil bewegen.(Foto: Markus Mechnich)

Diese Tatsache dämpft etwas die für BMW sonst typische Fahrfreude. Der Zweiliter-Diesel ist ein alter Bekannter, der auch in der 1er-, 3er- und 5er-Reihe seine Dienste tut. Doch bei den Limousinen ist der Selbstzünder deutlich agiler. Besonders beim Durchzug und bei der Höchstgeschwindigkeit sind Abstriche zu machen. Die 177 PS verlieren mit vier angetriebenen Rädern doch an Durchschlagskraft. Die 350 Newtonmeter Drehmoment liegen schon bei 1750 Umdrehungen pro Minute an und machen so das Auto im Stadtbetrieb ordentlich agil.

Mehr Platz

Der Innenraum des X1 ist deutlich geräumiger als beim konventionellen 1er zum Vergleich. Dabei ist er mit 4,45 Metern nur 22 Zentimeter länger als der kleinste BMW. Die Bauhöhe von knapp 1,55 Metern macht sich hier aber positiv bemerkbar. Auch die 420 Liter Kofferraumvolumen sind deutlich mehr als beim 1er, ebenso wie das maximale Ladevolumen von 1350 Litern. Dass im Innenraum nicht die ganz große Freizügigkeit herrscht, ist dem recht breiten Antriebstunnel in der Mitte geschuldet. Das bringt der standardmäßige Heckantrieb eben so mit sich und das ist auch beim X1 mit Allrad nicht anders. Vorne gibt es allerdings keine Platzprobleme, auf der Rückbank geht es etwas enger zu.

Im Vergleich zum 1er bietet der X1 doch deutlich mehr Platz.
Im Vergleich zum 1er bietet der X1 doch deutlich mehr Platz.(Foto: Markus Mechnich)

Mit dem X1 hat BMW ein ordentliches Auto auf die Räder gestellt. Für das Gelände ist er sicher etwas zu edel und wohl auch in letzter Konsequenz nicht wirklich gedacht, obwohl er das grundsätzlich könnte. Der BMW ist wohl eher auf die urbane SUV-Gemeinde gemünzt und da passt er auch gut hin. Los geht es bei knapp 30.000 Euro für den 18d, unser Testwagen kam mit Allrad schon auf 34.400 Euro Grundpreis.

 

Datenblatt

 
Abmessungen LxBxH
4,54 / 1,80 / 1,54 Meter
Leergewicht
1.670 kg
Sitzplätze
5
Ladevolumen
420 bis 1350 Liter
Maximale Zuladung
490 kg
Motor
Reihen-Vierzylinder
mit Turboaufladung
2.0 Liter Hubraum
Antrieb und Getriebe
Allradantrieb,
6-Gang-Automatik
max. Leistung
177 PS (130 kW) bei 4000 U/Min
Kraftstoffart
Diesel
Tankinhalt
61 Liter
Höchstgeschwindigkeit
205 km/h
max. Drehmoment
350 Newtonmeter bei 1.800 U/Min
Beschleunigung 0 - 100 km/h
8,4 Sekunden
Verbrauch pro 100 Kilometer(Innerorts/Außerorts/Schnitt)
7,7/5,4/6,2 Liter
CO2-Emissionen
153 Gramm pro Kilometer
Schadstoffklasse / Feinstaubplakette
EURO 5 / Grün
Grundpreis
34.400 Euro

 

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Quelle: n-tv.de