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Die Mercedes C-Klasse ist weltweit beliebt, so auch das C200 CDI T-Modell.
Die Mercedes C-Klasse ist weltweit beliebt, so auch das C200 CDI T-Modell.

Mercedes C200 CDI T-Modell: Sparen tut nicht weh

Die Mercedes C-Klasse ist so etwas wie der Volks-Mercedes. Er passt zu jedem - auch mit einem kleinen Motor. Was verbraucht das Premiumprodukt im Alltag? Das T-Modell des Mercedes C200 CDI im Test.

Sparen und Verzicht sind relative Begriffe. Man kann beim Autofahren auf fast alles verzichten, was nicht der Fortbewegung dient und sich für einen rumänischen Kleinwagen in Einfachausführung entscheiden. Man kann aber auch ein Premiumprodukt ordern und nimmt statt des dicken Sechszylinders nur die Basismotorisierung. Wir haben uns für die Sparsamkeit auf höherem Niveau entschieden und zum Alltagstest ein Mercedes C 200 CDI T-Modell bestellt.

Die aktuelle C-Klasse ist weltweit beliebt. Erst kürzlich hat Mercedes gemeldet, bereits eine Million Einheiten der Baureihe unters Volk gebracht zu haben. Tatsächlich ist die C-Klasse so etwas wie der Volks-Mercedes. Sie passt gleichermaßen gut zum dynamischen Banker wie zum kräftigen Handwerker. Man ist gut angezogen, sticht aber nicht besonders weit aus der Masse heraus. Das Understatement kann man steigern, wenn man ins schöne Auto einen kleinen Motor packt.

Im Test 6,3 Liter Normverbrauch

Bei 100 kW/136 PS verbraucht der Mercedes C200 CDI 6,3 Liter.
Bei 100 kW/136 PS verbraucht der Mercedes C200 CDI 6,3 Liter.

Der Basisdiesel ist die sparsamste Möglichkeit eine C-Klasse zu fahren, wenn auch nicht die billigste. Im T-Modell genannten Kombi kostet dieser Motor 35.878 Euro. Den C 180 Benziner gibt es bereits ab 33.974 Euro, er hat sogar 20 PS mehr. Aber unser Ziel ist der möglichst effiziente Umgang mit Treibstoff, deshalb ist der CDI diesmal die erste Wahl. Für den 100 kW/136 PS starken Motor gibt Mercedes einen Normverbrauch von 5,2 Litern an. In der Praxis kamen wir im gemischten Betrieb unter Einhaltung der geltenden Verkehrsregeln und unter weitgehender Beachtung der Schaltanzeige im Cockpit auf 6,3 Liter. Damit kann man leben. Schließlich bewegten wir uns in einem fast 1,7 Tonnen schweren Mittelklasseauto.
 

Mit den 136 PS bietet es sich auch an, gelassenen den Regeln des Straßenverkehrs zu folgen. Sie reichen im besten Sinne aus für alles, was unter normales Fahren fällt. Sportliche Ambitionen sollte man nicht unbedingt verfolgen, dafür fehlt, trotz eines Drehmoments von immerhin 360 Newtonmetern, einfach der Bumms beim Tritt auf Gaspedal. Also lieber gelassen im sechsten Gang cruisen und genießen wie das Fahrwerk die meisten Unebenheiten wegbügelt. Das klappt nicht so gut wie in der E-Klasse, aber wir üben ja automobilen Verzicht und müssen deshalb gewisse Kompromisse eingehen.

Interieur hochwertig, aber nicht edel

Übersichtlich geht es im Innenraum her.
Übersichtlich geht es im Innenraum her.

Sie sind, soviel steht schnell fest, überschaubar. Das Platzangebot ist naturgemäß für die hinten Sitzenden etwas beengter. Dafür gibt es wohl kaum ein Fahrzeug dieser Klasse mit einem größeren Verstellbereich für den Fahrersitz. Das Interieur ist aufgeräumt und hochwertig wie man es von Mercedes kennt, wenngleich auch hier die C-Klasse etwas weniger edel wirkt als ihre größeren Verwandten. Der Verzicht hält sich aber in Grenzen weil einschließlich des Navigationssystems mit sehr guter Sprachsteuerung fast alles an Bord ist, was das Autoleben angenehm macht. Leider nur fast alles, denn auf die intelligente automatische Lichtsteuerung müssen die C-Klasse-Kunden wohl noch bis zum nächsten Facelift warten.

Als Kombi wirkt diese C-Klasse dynamischer als sie ist. Aber man fährt mit solchen Autos nun mal eher zum Sport als unbedingt sportlich. In den Kofferraum passen 485 Liter ohne dass man die Rücksitze umklappt. Das ist reichlich Platz für sportive Golfbags, genügt aber auch für die Taschen von aktiven Fußballern und ihrem Nachwuchs. Reduziert man die Sitzplätze auf die beiden vorderen, passen immerhin 1.500 Liter Gepäck ins Auto, was den Trip zum Baumarkt erleichtert. Man kann aber auch zu Zweit in den Kurzurlaub fahren und das an der Tankstelle gesparte Geld in Wein investieren. Für ein paar Schachteln Moselriesling ist jedenfalls Platz im Heck. Dank der dunklen Scheiben sieht man von außen auch nicht, dass sich unser Verzicht in diesem Fall fast ausschließlich auf die Leistung im Auto bezieht.

Quelle: n-tv.de

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