"Eine andere Welt ist möglich": Attac setzt sich durch
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Der Schriftsteller Günter Grass gehört dazu, …Bild 1 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpa… der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter, …Bild 2 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpa… aber auch Politiker wie Oskar Lafontaine von der Linkspartei, …Bild 3 von 32 | Foto: picture alliance / dpa… Heiner Geißler aus der CDU …Bild 4 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpa… und Andrea Nahles von der SPD.Bild 5 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpaDas globalisierungskritische Netzwerk Attac ist ein Sammelbecken unterschiedlichster Persönlichkeiten und Organisationen.Bild 6 von 32 | Foto: REUTERSAls die Finanzkrise 2008 die Welt erschütterte, sahen die Männer und Frauen des Netzwerks ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt.Bild 7 von 32 | Foto: picture alliance / dpaSie kämpften seit Jahren gegen das ungebändigte Walten der Finanzmärkte und wurden dafür lange Zeit belächelt.Bild 8 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSZehn Jahre nach der Gründung von Attac Deutschland am 22. Januar 2000 sind die Forderungen der Organisation nach mehr Kontrolle Politik der Bundesregierung geworden. Und das ist nun fast ein Problem für die Globalisierungskritiker.Bild 9 von 32 | Foto: REUTERS"Globalisierung ist kein Schicksal - eine andere Welt ist möglich" hat sich die Organisation auf die Fahnen geschrieben.Bild 10 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSDeshalb mischt sich das Netzwerk mit Aktionen, Veranstaltungen und Unterschriftensammlungen da ein, wo es wirtschaftliche Schäden für die Gesellschaft sieht.Bild 11 von 32 | Foto: REUTERSDie Wirtschaft müsse dem Menschen dienen und nicht umgekehrt, ist ein weiteres Credo.Bild 12 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpaSeit die Parteien begannen, ihre Programme in Attac-Vokabular zu formulieren, hat es das Netzwerk schwerer, auf sich aufmerksam zu machen.Bild 13 von 32 | Foto: REUTERS"Wenn ich die Rhetorik nach der Rettung der Hypo Real Estate-Bank anschaue, nicht zuletzt auch der Kanzlerin, könnte man meinen, die Politiker seien alle Attac beigetreten", sagt Detlev von Larcher vom Attac-Koordinierungskreis.Bild 14 von 32 | Foto: picture alliance / dpaDoch es fehle an Konsequenzen: "Was ist denn passiert, außer ganz kleinen Korrekturen? Insofern müssen wir dranbleiben, bis unsere Forderungen wirklich durchgesetzt sind."Bild 15 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpaSeit seiner Entstehung verlangt Attac etwa die Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen, die sogenannte Tobin-Steuer. Eine Maßnahme, die heute in vielen Ländern der Welt befürwortet wird.Bild 16 von 32 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebIn Deutschland lehnt nur die FDP die Tobin-Steuer ab, Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mittlerweile dafür - allerdings nur, wenn sie weltweit eingeführt wird.Bild 17 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSVon Larcher sieht die Leistung von Attac vor allem darin, ein neues Bewusstsein für die internationale Finanzpolitik geschaffen zu haben. "Wir haben deutlich gemacht, dass die gegenwärtige Form der Globalisierung kein Schicksal, sondern das Ergebnis mächtiger wirtschaftlicher Interessen ist", sagt er und spricht von "ökonomischer Alphabetisierung".Bild 18 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpaAttac-Mitbegründer Peter Wahl nennt das Netzwerk "die erfolgreichste Gründung einer emanzipatorischen Organisation seit Greenpeace".Bild 19 von 32 | Foto: REUTERSDass Attac auf ständig wachsende Mitgliederzahlen verweisen kann, ist für den Kasseler Politik-Professor Christoph Scherrer nachvollziehbar: "Es gibt eine politische Lücke." Eine große Friedensbewegung gebe es nicht mehr, ein Engagement in den etablierten Parteien sei auch nicht jedermanns Sache. Wer eine "andere Welt anstrebt", wende sich nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) zu.Bild 20 von 32 | Foto: REUTERSDas Netzwerk hat heute rund 240 Mitgliedsorganisationen von der Gewerkschaft Verdi bis zur Eine-Welt-Initiative sowie 200 Ortsgruppen und mehr als 22.400 Mitglieder.Bild 21 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebZur Gründung von Attac trafen sich am 22. Januar 2000 in Frankfurt Mitglieder von rund 50 NGOs und gaben ihrem Gremium den Titel "Netzwerk zur demokratischen Kontrolle der internationalen Finanzmärkte" (Feier zum einjährigem mit Attac-Gründer Cassen).Bild 22 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSVon Anfang an wollten sie eng mit der 1998 in Frankreich gegründeten Bewegung Attac zusammenarbeiten. Zehn Monate später übernimmt das Netzwerk den Namen Attac.Bild 23 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSBeim G8-Gipfel im Sommer 2001 in Genua mischt sich Attac Deutschland erstmals in eine größere internationale Demonstration ein. Attac setzt dabei auf friedlichen Protest. Letztlich eskalieren die Aktionen allerdings und die Polizei erschießt einen italienischen Demonstranten.Bild 24 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpaIn mehreren Kampagnen protestiert das Netzwerk auch gegen das internationale Handelsabkommen GATS, das Dienstleistungen liberalisiert und privatisiert.Bild 25 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSAber auch im Kampf gegen den Krieg im Irak engagiert sich Attac: Bei einer von dem Netzwerk mitorganisierten Demonstration Anfang 2003 in Berlin gehen eine halbe Million Menschen auf die Straße.Bild 26 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSGegen "sozialen Kahlschlag" protestiert die Organisation ebenso wie gegen die Wahl von Horst Köhler zum Bundespräsidenten, dem sie eine "unrühmliche Vergangenheit" als Weltbank-Präsident vorwirft.Bild 27 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSMit den Umweltschützern von Greenpeace gemein haben die Globalisierungskritiker ihre Neigung zu spektakulären Aktionen.Bild 28 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSSo demonstrierten Mitglieder des Netzwerks etwa in der Frankfurter Börse und hängten ein Transparent über die Anzeigetafel mit der Dax-Kurve, auf dem sie forderten, die Finanzmärkte zu "entwaffnen".Bild 29 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpaFür 2010 hat sich Attac im April ein "Bankentribunal" vorgenommen. Dort soll Vertretern der Banken, Politikern, Aufsichtsbehörden sowie Rating-Agenturen symbolisch der Prozess gemacht werden. "Weil Politik und Justiz ihn nicht anstrengen wollen oder können, nehmen wir das in die Hand", heißt es in einer Mitteilung.Bild 30 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpaAls weiteres großes Thema nennt Sprecherin Frauke Distelrath eine dezentrale Kampagne zur Public Private Partnership (PPP). Bei der privaten und öffentlichen Zusammenarbeit bei Projekten gebe es "aggressives Lobbying" von Investoren gegenüber Kommunalpolitikern.Bild 31 von 32 | Foto: picture-alliance/ dpaAußerdem plant das Netzwerk Aktionen bei der UN-Klimakonferenz in Bonn Ende Mai, andere sollen sich gegen Armut in Deutschland richten, deren Verschärfung Attac erwartet.Bild 32 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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