Kaum war er im Amt, hagelte es Spitznamen.Bild 1 von 35 "Super- Sarko", "Omnipräsident", "Hyperpräsident" - und Karikaturisten verpassten ihm kleine Teufelshörner.Bild 2 von 35 Nicolas Sarkozy hatte zwar einen "Bruch" angekündigt, aber der Tatendrang des im Mai vereidigten französischen Präsidenten überraschte dann doch viele Franzosen.Bild 3 von 35 Am 24. August ist er genau 100 Tage im Amt.Bild 4 von 35 In dieser Zeit ist deutlich geworden, dass Sarkozy vor allem eins im Auge hatte: schnelle, medienwirksame Ergebnisse.Bild 5 von 35 Die Rechnung ging zumindest in der Heimat auf. Die Mehrheit der Franzosen ist begeistert.Bild 6 von 35 Auf internationaler Ebene allerdings weicht die Erleichterung über den Neuanfang nach dem Ende des verkrusteten Regimes von Jacques Chirac allmählich der Skepsis angesichts der französischen Alleingänge.Bild 7 von 35 Eines der ersten Projekte des neuen Präsidenten war die Demontage der Opposition.Bild 8 von 35 Immer mehr prominente Linke wurden "fahnenflüchtig" und ließen sich in Sarkozys Regierung einspannen, allen voran Bernard Kouchner, der Außenminister und damit zum neuen Feindbild seiner ehemaligen sozialistischen Genossen wurde.Bild 9 von 35 Ex-Finanzminister Dominique Strauss-Kahn wurde als Kandidat für den Internationalen Währungsfonds weggelobt.Bild 10 von 35 Sarkozy holte außerdem mehr Frauen als je zuvor ins Kabinett, unter ihnen eine junge Schwarze.Bild 11 von 35 Außerdem machte er die Tochter einer algerischen Einwandererfamilie zur Justizministerin.Bild 12 von 35 Auf europäischer Ebene glückte Sarkozy mit der Einigung auf den vereinfachten EU-Vertrag ein guter Start.Bild 13 von 35 Frankreich galt nach dem Nein bei der Volksabstimmung über den ursprünglichen Vertrag wieder als ernstzunehmender Partner.Bild 14 von 35 Den Anspruch auf eine neue Führungsrolle untermauerte Sarkozy am französischen Nationalfeiertag, zu dem er Abordnungen sämtlicher Armeen Europas auf den Champs-Élysées mitmarschieren ließ.Bild 15 von 35 Ähnlich wie bei der Präsentation seiner Regierungsmannschaft ergab dies ein ungewohnt buntes Bild mit hoher Symbolkraft.Bild 16 von 35 Den Kredit, den Sarkozy sich bei seinen europäischen Partnern erworben hatte, setzte er jedoch bald wieder aufs Spiel, als er seine Frau Cécilia nach Libyen schickte.Bild 17 von 35 Kurz vor der bevorstehenden Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern, die unter Folter gestanden hatten, libysche Kinder absichtlich mit dem HI-Virus infiziert zu haben, mischte sich Cécilia ohne weitere Absprachen in die Verhandlungen ein.Bild 18 von 35 Sarkozy bat seine am Airbus interessierten reichen Freunde am Golf um finanzielle Unterstützung, ...Bild 19 von 35 ... und die Krankenschwestern verließen Libyen in Begleitung von Cécilia in der Präsidentenmaschine.Bild 20 von 35 Ein gelungener PR-Coup, meinten französische Medien.Bild 21 von 35 Die europäischen Partner waren weniger begeistert.Bild 22 von 35 Vor allem als Sarkozy sich anschließend selbst nach Tripolis begab und ausgerechnet dem libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi, ...Bild 23 von 35 ... der bis vor kurzem noch als Unterstützer terroristischer Bewegungen galt, die Lieferung eines Atomkraftwerks versprach.Bild 24 von 35 Selbst seinen Urlaub nutzte Sarkozy, um seine Politik der medienwirksamen Gesten weiterzuverfolgen.Bild 25 von 35 Kaum einer glaubte an einen Zufall, als bekannt wurde, dass Sarkozys Urlaubsort gerade mal 80 Kilometer von der Familienresidenz seines amerikanischen Amtskollegen George W. Bush entfernt liegt.Bild 26 von 35 Trotz aller Bemühungen, den Termin bei Bush mit Hot-Dog-Picknick und Bootsfahrt als ein informelles Urlauber-Treffen darzustellen, war beiden Seiten klar, ...Bild 27 von 35 ... dass Sarkozy ein neues Kapitel der französisch-amerikanischen Beziehungen aufschlagen wollte.Bild 28 von 35 Kaum war er zurück, bahnte sich innenpolitischer Ärger an.Bild 29 von 35 Ein entlassener Sexualstraftäter wird beschuldigt, rückfällig geworden zu sein und einen Fünfjährigen missbraucht zu haben.Bild 30 von 35 Bei seiner Festnahme wurde eine angebrochene Packung des Potenzmittels Viagra bei ihm gefunden.Bild 31 von 35 Sarkozy verkündete geplante schärfere Maßnahmen gegen Sexualstraftäter persönlich vor der Presse und sprach sich dabei auch für die "chemische Kastration" aus.Bild 32 von 35 Manche Kommentatoren in Frankreich fragen sich, ob Sarkozy dieses Tempo weiter durchhalten kann.Bild 33 von 35 Immerhin hält er sich mit regelmäßigem Dauerlauf fit und ist dafür bekannt, dass er keinen Alkohol trinkt.Bild 34 von 35 Auf welcher Seite die Franzosen auch stehen - viele von ihnen sind jedenfalls erleichtert, dass endlich wieder ein frischer Wind durch den Élysée-Palast fegt. (Alle Bilder AP)Bild 35 von 35