Barack Obama: 44. Präsident der Vereinigten Staaten
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Der Wahlsieg war historisch: Barack Obama ist der erste Schwarze im Weißen Haus,Bild 1 von 89 ... sein Wahlkampf mobilisierte fast eine ganze Generation.Bild 2 von 89 Als der Sieg feststand, brachen seine Anhänger in Jubel ...Bild 3 von 89 ... und Tränen aus.Bild 4 von 89 Historisch sind auch die Erwartungen an ihn: Er soll die größte Wirtschaftskrise seit 80 Jahren beenden, ...Bild 5 von 89 ... für Frieden in Afghanistan und im Irak sorgen ...Bild 6 von 89 ... und den Klimawandel stoppen - ...Bild 7 von 89 ... und das sind nur die wichtigsten Aufgaben.Bild 8 von 89 Alle Probleme wird Obama natürlich nicht lösen können. Eines hat er schon getan:Bild 9 von 89 Er hat die USA von der Last von acht Jahren George W. Bush und Richard Cheney befreit.Bild 10 von 89 Er steht für die Vision eines "besseren Amerika".Bild 11 von 89 Schon in seiner Autobiografie "Dreams From My Father" schreibt Obama, dass er vielen Menschen als "Projektionsfläche" für eigene politische Träume diene.Bild 12 von 89 Kein Wunder: Sein Leben wirkt wie ein amerikanisches Märchen.Bild 13 von 89 1961 kommt Obama in Honolulu zur Welt, seine Eltern hatten sich am East-West-Center der Universität von Hawaii kennengelernt, ...Bild 14 von 89 ... wo sowohl sein aus Kenia stammender Vater als auch seine amerikanische Mutter studierten.Bild 15 von 89 Obama ist stolz auf seine afrikanischen Wurzeln. Natürlich reist Großmutter Sarah Obama zur Amtseinführung nach Washington.Bild 16 von 89 Die Ehe der Eltern ist nicht von Dauer.Bild 17 von 89 Der Vater verlässt die Familie. Sie sehen sich nur noch einmal wieder, als Obama zehn Jahre alt ist. Obama senior stirbt 1982 bei einem Autounfall in Kenia.Bild 18 von 89 Nach der Scheidung 1963 geht die Mutter mit Barack nach Jakarta. Sie hat inzwischen einen Indonesier geheiratet.Bild 19 von 89 Vier Jahre lang geht Obama hier zur Schule - unter anderem auf eine islamische Schule, was im US-Wahlkampf für Aufregung sorgen wird.Bild 20 von 89 Ab 1971 lebt Obama wieder auf Hawaii, ...Bild 21 von 89 ... wo er bei den Eltern seiner Mutter aufwächst.Bild 22 von 89 Seine Großmutter stirbt nur wenige Tage vor der Wahl. Obama unterbricht seinen Wahlkampf, um an ihr Krankenbett zu eilen.Bild 23 von 89 Nach dem High-School-Abschluss 1979, ...Bild 24 von 89 ... den er mit Auszeichnung ablegt, ...Bild 25 von 89 ... studiert Obama Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt internationale Beziehungen. 1983 macht er seinen Abschluss.Bild 26 von 89 Zunächst geht er den Weg eines aufstrebenden Jung-Akademikers und arbeitet für ein Wirtschaftsberatungsunternehmen, ...Bild 27 von 89 ... dann aber wechselt er zu einer gemeinnützigen Organisation in Chicago, die Einwohnern armer Viertel hilft.Bild 28 von 89 Doch es zieht ihn zurück an die Uni.Bild 29 von 89 1988 studiert er wieder, diesmal Jura an der Elite-Uni Harvard.Bild 30 von 89 1990 wird er als erster Schwarzer zum Präsidenten der renommierten Fachzeitschrift "Harvard Law Review" gewählt - ein perfektes Sprungbrett für eine Karriere als Anwalt. Doch Obama geht einen anderen Weg.Bild 31 von 89 Er schreibt sein erstes Buch (das zunächst mäßig erfolgreich ist) und kehrt 1992 nach Chicago zurück, wo er bis zum Einzug ins Weiße Haus lebt. Ab 1993 arbeitet er in einer auf Bürgerrechte spezialisierten Anwaltskanzlei.Bild 32 von 89 Außerdem lehrt er bis zu seiner Wahl in den US-Senat 2004 Verfassungsrecht an der Fakultät für Rechtswissenschaft der University of Chicago.Bild 33 von 89 Anfang der 90er Jahre beginnt auch seine politische Aktivität; er organisiert eine Kampagne, um schwarze Wähler zu registrieren und zu mobilisieren.Bild 34 von 89 1996 wird er selbst in den Senat des Staates Illinois gewählt.Bild 35 von 89 Im Jahr 2000 unternimmt er einen Versuch, ins US-Repräsentantenhaus gewählt zu werden, scheitert jedoch - rückblickend ein Glück, ...Bild 36 von 89 ... denn 2004 kann er so in Illinois für den US-Senat kandidieren.Bild 37 von 89 All diese Schritte mögen nur politischen Insidern aufgefallen sein, doch im Juli 2004 tritt Obama erstmals ins nationale Rampenlicht. Er steht gerade im Wahlkampf um den Senatorenposten ...Bild 38 von 89 ... und hält als vielversprechendes Talent auf dem Kongress der Demokraten vor der Präsidentschaftswahl die Grundsatzrede.Bild 39 von 89 Er erinnert daran, wie seine eigene Familie dem amerikanischen Traum gefolgt ist und er kritisiert den Krieg im Irak, den er schon ablehnte, als andere Demokraten noch dafür waren.Bild 40 von 89 Mit seinem Aufruf, "Hoffnung zu wagen", reißt er das Parteivolk mit. Sein Slogan beschwört die Einheit: "Es gibt kein liberales Amerika und kein konservatives Amerika. Es gibt nur die Vereinigten Staaten von Amerika."Bild 41 von 89 Den Sprung aus dem Senat in Springfield - der Hauptstadt von Illinois - in den Senat von Washington gelingt ihm mit 70 Prozent der Stimmen. Er ist der einzige Afroamerikaner in der kleineren Kongresskammer und erst der fünfte schwarze US-Senator in der Geschichte der USA.Bild 42 von 89 Bereits in den Jahren 2005 und 2006 initiiert Senator Obama zahlreiche Entwürfe und Beschlüsse.Bild 43 von 89 In seinem ersten eigenen Gesetzentwurf geht es um mehr Geld für einkommensschwache Collegestudenten - das Gesetz kommt nicht zu Stande. Zudem legt er einen Plan für einen phasenweisen Abzug aus dem Irak vor.Bild 44 von 89 Am 10. Februar 2007 verkündet er am selben Ort, an dem Abraham Lincoln seine berühmte "House Divided"-Rede gegen die Sklaverei gehalten hatte ("A house divided against itself cannot stand"), in Springfield, seine Präsidentschaftskandidatur.Bild 45 von 89 Einen solchen Schritt hatte der Professor für Rechtswissenschaft lange mit Verweis auf seine begrenzte politische Erfahrung ausgeschlossen.Bild 46 von 89 Der zweifache Vater fürchtete auch eine zu große Belastung für seine Familie.Bild 47 von 89 Doch nun steht der Senator aus Illinois für den ersehnten Wechsel in der Politik und für ein neues Amerika, dass die Agonie und Ablehnung der Bush-Jahre hinter sich lässt.Bild 48 von 89 Obama entscheidet zunächst den innerparteilichen Kampf gegen Hillary Clinton für sich und startet dann seinen beispiellosen Marsch ins Weiße Haus.Bild 49 von 89 Zu Zehntausenden kommen die Menschen in Hallen und Stadien zusammen, um seine Botschaften zu hören: "Change" und "Yes We Can."Bild 50 von 89 Obama ist ein eindrucksvoller Mann. Sein Biograf Christoph von Marschall im Januar 2008 bei n-tv.de: "Er sieht gut aus, hochgewachsen, schlank, sportlich, er hat ein anziehendes Lächeln, er kann gut Kontakt zu Menschen aufbauen, er ist ein guter Redner. ...Bild 51 von 89 ... Viele haben regelrecht einen Glanz in den Augen, wenn sie ihn erlebt haben, es hat fast etwas Religiöses."Bild 52 von 89 Immer wieder wird er mit dem von 1961 bis 1963 amtierenden Präsidenten John F. Kennedy verglichen, als der "schwarze Kennedy" oder "JFK in Schwarz" wird er zu Beginn seiner Kandidatur bezeichnet, ....Bild 53 von 89 ... doch selbst dieser Ritterschlag ist irgendwann nicht mehr genug. Er vereine "Jacks vorausweisende ironische Coolness" mit "Bobbys ernstem, inspirierenden Eifer", schreibt der "New Yorker".Bild 54 von 89 Schon im Vorwahlkampf sagt Ted Kennedy Obama seine Unterstützung zu.Bild 55 von 89 Er sehe in Obama einen "Hoffnungsträger und Visionär", genau das, was das Land brauche. Obama mache die Hoffnung für alle lebendig, "die noch an den amerikanischen Traum glauben".Bild 56 von 89 Die Superlative reichen Obamas Anhängern kaum aus, um auszudrücken, was sie in ihm sehen und von ihm erhoffen.Bild 57 von 89 Aus dem "frischen Gesicht", dem "schimmernden Stern am demokratischen Himmel" wird ein "politischer Rockstar", der den Amerikanern den Glauben an sich selbst zurückgibt ...Bild 58 von 89 ... und selbst im fernen Berlin die Massen begeistert.Bild 59 von 89 Im Wahlkampf hat er vor allem mit zwei Problemen zu kämpfen: mit seiner Hautfarbe und seiner Unerfahrenheit.Bild 60 von 89 Den Vorwurf der Unerfahrenheit kontert er mit dem Verweis auf den Irak-Krieg, den er schon abgelehnt hatte, als Hillary Clinton noch dafür stimmte. Wichtiger als Erfahrung sei Urteilskraft, so Obamas Botschaft.Bild 61 von 89 Die Reise nach Berlin zeigt, wie Obama mit Defiziten umgeht: offensiv. International ist er ein unbeschriebenes Blatt. Dieser Kritik tritt er mit einer siebentägigen Tour durch acht Staaten entgegen, ...Bild 62 von 89 ... die ihn unter anderem nach Afghanistan, in den Irak (Bild) und eben nach Deutschland führt.Bild 63 von 89 Mit der Ernennung von Joe Biden zu seinem "running mate", seinem Vizepräsidentschaftskandidaten, holt er zudem einen außenpolitisch erfahrenen Politfuchs an seine Seite.Bild 64 von 89 Weniger leicht zu steuern ist das Problem der Hautfarbe. Zunächst ist er den Weißen zu schwarz, ...Bild 65 von 89 ... dann den Schwarzen zu weiß, ...Bild 66 von 89 ... am Ende ist selbst George W. Bush stolz darauf, dass ein African American ins Weiße Haus einzieht.Bild 67 von 89 Kein Problem sind die Finanzen. Seine Wahlkampfspenden brechen alle Rekorde. Mehr als 650 Millionen Dollar gehen auf Obamas Konten ein.Bild 68 von 89 Nicht zuletzt um die Beschränkungen für Spenden zu umgehen, verzichtet Obama schließlich vollständig auf öffentliche Gelder. Ob Groß- oder Klein-Spender, am Ende überzeugt Obama alle.Bild 69 von 89 Hollywoods Reiche und Wichtige lieben Obama von Anfang an, zu seinen Unterstützern zählen George Clooney, Cindy Crawford, Robert de Niro, Sydney Poitier, Stevie Wonder ...Bild 70 von 89 ... und nicht zuletzt Oprah Winfrey.Bild 71 von 89 Der Musiker will.i.am macht aus einer Rede, die Obama nach seiner Niederlage bei der Vorwahl in New Hampshire hielt, ein Video, das zu einer Art Hymne der Obama-Anhänger wurde.Bild 72 von 89 Auch seine kenianische Familie wird zunehmend wahlkampftauglich: Oma Obama liefert von Kenia aus charmante Beiträge über ihren berühmten Enkel, ...Bild 73 von 89 ... eine Schule ist dort nach ihm benannt.Bild 74 von 89 Seine Frau Michelle, einst während eines Praktikums seine Vorgesetzte, ...Bild 75 von 89 ... schafft den Spagat zwischen einer modernen berufstätigen klugen Frau ...Bild 76 von 89 ... und der Frau an seiner Seite und Mutter seiner Kinder.Bild 77 von 89 Auch die Töchter Malia und Sasha treten gelegentlich mit im Wahlkampf auf, ihre Zukunft und damit die Aussichten für eine ganze Generation sind immer wieder Thema in Obamas Reden.Bild 78 von 89 Bei aller Obama-Euphorie zügeln die Demokraten allzu offene Siegesgewissheit. John McCain hat zwar einen schwachen Start, erweist sich aber als gefährlicher Gegner.Bild 79 von 89 Unmittelbar vor dem Nominierungsparteitag der Demokraten holt McCain in den Umfragen auf. Dabei hilft ihm wohl auch der Krieg in Georgien.Bild 80 von 89 McCains Strategen versuchen, Obamas Stärken in Schwächen umzudeuten: McCain porträtiert Obama als Leichtgewicht mit Starallüren und macht sich über dessen Rhetoriktalent und die Begeisterung der Obama-Fans lustig.Bild 81 von 89 Doch in keinem der Rededuelle kann McCain dem charismatischen Obama ernsthaft Paroli bieten.Bild 82 von 89 Und mit jedem Tag, den die USA tiefer in die Immobilien- und Finanzkrise rutschen, wächst der Wunsch der Menschen nach einer neuen Politik.Bild 83 von 89 Anders als McCain fordert Obama eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte und ein Konjunkturpaket für die US-Wirtschaft.Bild 84 von 89 Und er kündigt Steuererleichterungen für Familien an. Ihm trauen die Amerikaner mehr Wirtschaftskompetenz zu als seinem republikanischen Konkurrenten.Bild 85 von 89 Schwierig ist es für Obama, die enttäuschten Clinton-Anhänger auf seine Seite zu ziehen. Hier erweist sich die frühere Kontrahentin als loyale Unterstützerin.Bild 86 von 89 "Ich bin zum Symbol für die Möglichkeit geworden, dass Amerika zu seinen besten Traditionen zurückfindet", sagt Obama selbstbewusst.Bild 87 von 89 In nur acht Jahren hat Barack Obama den Weg vom Lokalpolitiker in Illinois zum ersten schwarzen Präsidenten der Weltmacht USA zurückgelegt.Bild 88 von 89 Jetzt muss er zeigen, wie viele Hoffnungen er erfüllen kann. (Text: Solveig Bach und Hubertus Volmer)Bild 89 von 89