Sie ziehen sich durch Berge, unterqueren Städte oder Flüsse: Tunnel.Bild 1 von 36 So richtig gern rollen wohl die wenigsten in die enge Röhre ein. Die Bilder der Unglücke der letzten Jahre sind vielen noch präsent.Bild 2 von 36 Die Feuerkatastrophe im Mont-Blanc-Tunnel jährt sich 2009 zum zehnten Mal. 39 Menschen ließen damals in den Flammen ihr Leben. Vermutliche Brandursache: Eine weggeworfene Zigarettenkippe.Bild 3 von 36 Im selben Jahr gelangte auch der Tauerntunnel zu trauriger Berühmtheit: Nach einer Massenkarambolage, an der ein mit Lackprodukten beladener LKW beteiligt war, entstand ein Brand. Zwölf Menschen starben damals.Bild 4 von 36 Bei vielen Tunnelunglücken der vergangenen Jahre spielte das Feuer eine Rolle. Gefährlich wird es aber auch ohne Flammen. Enge Fahrspuren nahe an der Wand oder am Gegenverkehr erfordern volle Konzentration.Bild 5 von 36 Seit elf Jahren widmet sich der ADAC der Risikozone "Tunnel". Jedes Jahr nimmt sich der Verband europäische Röhren vor und untersucht sie auf bauliche Vorrichtungen und Sicherheitsmaßnahmen.Bild 6 von 36 Bewertet werden nicht nur das Tunnelsystem und die Fluchtwege, sondern beispielsweise auch Beleuchtung und Energieversorgung, Brandschutz und Lüftung.Bild 7 von 36 In der Vergangenheit waren die Ergebnisse mitunter haarsträubend und rechtfertigten das mulmige Gefühl bei der Tunneleinfahrt durchaus.Bild 8 von 36 Man ist also auf das Schlimmste vorbereitet, wenn der ADAC neue Test-Ergebnisse ankündigt.Bild 9 von 36 In diesem Jahr sind die Befürchtungen allerdings unbegründet: Für neun der 13 geprüften Tunnel gab es die Bestnote "sehr gut", drei weitere schnitten immerhin "gut" ab.Bild 10 von 36 Einzig der Schweizer Vue-des-Alpes-Tunnel erreichte nur ein "ausreichend". Unter anderem beklagten die Prüfer mangelnde Flucht- und Rettungswege.Bild 11 von 36 Unter den Testobjekten waren diesmal vier deutsche Kandidaten: Innenstadttunnel in Rostock, München, Berlin und Heidelberg.Bild 12 von 36 Tunnelneubauten sollten modernen Verkehrsgegebenheiten angepasst sein. Der Rostocker Warnow-Tunnel aus dem Jahr 2003 enttäuscht in dieser Hinsicht nicht.Bild 13 von 36 Die Röhre, die im Norden Rostocks auf 790 Meter die Warnow unterquert, erreichte in sämtlichen Kategorien Bestnoten. Doch Sicherheit ist nicht ganz billig:Bild 14 von 36 Wer von einem Ufer zum anderen möchte, muss bezahlen. Die Warnowquerung ist die erste mautpflichtige privatwirtschaftlich betriebene Fahrstrecke Deutschlands im Durchgangsverkehr.Bild 15 von 36 Alt, aber sicher und gänzlich mautfrei ist der Heidelberger Schlossbergtunnel. Einziges Manko des Veterans von 1968: Der Verkehr fließt nur durch eine Röhre, Pannenbuchten gibt es nicht. Deshalb gab es im Test Abstriche für das Tunnelsystem.Bild 16 von 36 Das Verkehrsaufkommen des Mittleren Rings in München erfordert größere Ausmaße. Den 109.000 Autos, die sich Tag für Tag durch den Brudermühltunnel schieben, stehen zwei Röhren mit ausreichend breiten Fahrspuren zur Verfügung.Bild 17 von 36 Auf der 800 Meter langen Strecke finden sich alle 60 Meter Notausgänge. Außerdem lobten die Tester die moderne Videoüberwachung und das gute Zusammenspiel von Betreibern und Einsatzkräften.Bild 18 von 36 Im Berliner Tunnel Tegel sind nicht nur viele Autos, sondern auch überdurchschnittlich viele LKW unterwegs. Nebenwirkung: Es staut sich oft.Bild 19 von 36 Fürchten muss man sich vor der Einfahrt aber nicht: Nach der Grundsanierung im letzten Jahr verfügt der Tunnel, der Start- und Landebahnen des Flughafens unterquert, über optimalen Brandschutz.Bild 20 von 36 Zudem hat man in der ständig besetzten Tunnelleitzentrale ein Auge auf den Verkehr. Fazit: Aus dem 1978 eröffneten Röhrensystem ist ein hochmoderner Stadt- und Autobahntunnel geworden.Bild 21 von 36 Im letzten Jahr fielen die Testergebnisse nicht ganz so überzeugend aus:Bild 22 von 36 Der Testsieger von 2008, der Pont-Pla-Tunnel, befindet sich in Andorra la Vella.Bild 23 von 36 Im Pont-Pla-Tunnel überwacht gut geschultes Personal per Video den Tunnel rund um die Uhr. Regelmäßige Übungen gewährleisten eine gute Zusammenarbeit zwischen Tunnelleitzentrale und Einsatzkräften.Bild 24 von 36 Erschreckende Missstände dagegen im italienischen Cernobbio-Tunnel: keine Tunnelleitzentrale, keine Notrufeinrichtungen, nicht gekennzeichnete Fluchtwege und zu wenige Notausgänge.Bild 25 von 36 Trotz bereits begonnener Modernisierung wurde der Düsseldorfer Universitätstunnel 2008 mit "bedenklich" bewertet.Bild 26 von 36 Mehr als 70.000 Fahrzeuge pro Tag passieren den Düsseldorfer Universitäts-Tunnel. Uneingeschränkt können Gefahrengüter durch die Röhren transportiert werden.Bild 27 von 36 Positiv: Richtungsverkehr, ausreichend breite Fahrspuren und Standspuren.Bild 28 von 36 Bester Deutscher und Zweitplatzierter im europäischen Vergleich war im letzten Jahr der Heidkopf-Tunnel bei Friedland auf der A 38 zwischen Göttingen und Halle.Bild 29 von 36 Der Reutherberg-Tunnel bei Wolfach auf der B 294 konnte nur ein "ausreichend" erzielen.Bild 30 von 36 Auch der Wattkopf-Tunnel bei Ettlingen erhielt von den ADAC-Testern nur ein "ausreichend".Bild 31 von 36 Der San-Bernardino-Tunnel präsentierte sich 10 Jahre nach dem ersten Test und nach umfangreichen Renovierungsarbeiten im Top-Zustand.Bild 32 von 36 Zu weite Rettungswege können Leben kosten. Deshalb das ADAC-Urteil "ausreichend" für den sonst relativ gut ausgestatteten Karawanken-Tunnel.Bild 33 von 36 Ein ADAC-Tester bei der Arbeit: Der Tester setzt einen Notruf ab und prüft so die Sicherheits- und Rettungskette des Tunnels.Bild 34 von 36 Nicht auf offizielle Angaben verlassen: Ein ADAC-Tester misst im Tunnel die Breite des Seitenstreifens.Bild 35 von 36 Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen müssen die Autofahrer im Tunnel besonders aufmerksam sein und vorausschauend fahren. (Alle Bilder: ADAC)Bild 36 von 36