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Es wird nicht einfach dieses Jahr:
Einerseits ist angesichts der Finanzkrise und drohender Rezession die neue Bescheidenheit gefragt, ?
... andererseits drängt der Staat dazu, ordentlich zu konsumieren ?
... und wenn er dazu mit Konsumgutscheinen winken muss.
Das Spenden soll man dabei natürlich auch nicht vergessen, ...
? denn die Bedürftigen dieser Welt brauchen in diesem Jahr mehr denn je unsere Hilfe.
Wie soll man diese Gratwanderung bloß schaffen?
Und wer profitiert von dieser Zwickmühle?
Schauen wir mal, was unseren Vorbildern so dazu einfällt.
US-Sängerin Anastacia will wegen der Finanzkrise in diesem Jahr lieber auf Weihnachtsgeschenke verzichten.
Sie will stattdessen Menschen zum Lächeln bringen und liebevoller, geduldiger und freundlicher zu jedermann sein. Hm, nicht schlecht und kostet tatsächlich wenig. Also monetär gesehen.
Bei unserer Familienministerin Ursula von der Leyen hatten teure Markensachen noch nie eine Chance auf dem Wunschzettel.
Sie erfreut ihre siebenköpfige Kinderschar (nicht im Bild) am liebsten mit Second-Hand-Geschenken, erworben über Tauschbörsen oder Familien mit älteren Kindern.
Ein teures Allerweltsgeschenk macht doch weniger Spaß, findet die pfiffige 50-Jährige.
Wir wissen nicht, was besonders die Teenager unter den von der Leyens (nicht im Bild) davon halten. (Zuschriften sind willkommen!)
Die meisten Deutschen trauen sich jedenfalls nicht, ihrem Nachwuchs am 24. Dezember die Geschenke-Schlacht vorzuenthalten.
Stolze 206 Euro machen die Eltern dieses Jahr im Durchschnitt pro Kind locker, fand das Markforschungsinstitut Gewis heraus.
Dabei tut es beileibe nicht jeder x-beliebige Teddy.
Es muss schon Lego oder Playmo draufstehen, wissen die Experten.
Technik-Geschenke stehen in diesem Jahr nicht nur bei den Kleinen, sondern auch bei den Großen auf der Wunschliste.
Neben TV-Flachbildschirmen werden die Themen Netbook und Gaming großgeschrieben.
Unschlagbar ganz oben auf der Liste ist jedoch ein kleines i: iPod, iPhone oder iTunes-Karten sind der absolute Renner.
Aber wo wird denn nun gespart?
Bei den Preziosen! Juweliere und Uhrenmacher hinken im laufenden Weihnachtsgeschäft hinterher.
Die Rede ist von einem Umsatzrückgang von fünf bis zehn Prozent.
Uhren im Luxussegment um die 10.000 Euro verkaufen sich dabei weiterhin relativ gut.
In diesem Fall wird der Chronometer aber weniger als Accessoire, denn als stabile Wertanlage gesehen.
Ebenfalls gestrichen: Der Schampus. Wurden im letzten Jahr noch regelrechte "Champagner-Weihnachten" gefeiert, ...
... gibt es laut Marktforschern diesmal eher was Hübsches und Nützliches von Ikea, ?
?oder den Klassiker unter allen Geschenken: Ein Buch. Buchhändler schwärmen bereits von einem Revival dieses preisgünstigen Präsents.
Ein weiterer Vorteil: Für die Bücher muss man sich nicht unbedingt in die übervollen Kaufhäuser quälen. Bestelle per Mausklick ?
? und lasse liefern, raten Online-Händler wie Amazon, die gerade, Finanzkrise hin oder her, Hochkonjunktur haben.
Bislang kauften die Deutschen im diesjährigen Weihnachtsgeschäft online Waren im Wert von 5,7 Mrd. Euro. Das sind knapp vier Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Beim Hüftgold macht der Weihnachtsfan übrigens keine Abstriche: Christstollen, Marzipankartoffeln und Schokolade verkaufen sich nach Angaben der Deutschen Süßwarenindustrie wie eh und je.
Auch auf das frische Nadelgrün wird nicht verzichtet:
Der Deutschen liebster Baum ist zwar nicht von Dior.
Aber die dänische Nordmann-Tanne finnischen Ursprungs muss es schon sein. Der Rolls Royce unter den Nadelbäumen, der ein Jahrzehnt zum Wachstum braucht, ist schon fast ausverkauft.
Wer will auch schon irgendeinen hinterhergeschmissenen Baum in der Stube haben?
Obwohl ? schon mal drüber nachgedacht, den Baum erst am 25. Dezember zu besorgen? Dann gibt es die nadelnden Freunde meistens umsonst. Nur mal so als Spartipp.
Wer gerade nicht flüssig ist oder wem partout nichts einfällt, der kann immer noch auf die guten, alten Gutscheine zurückgreifen.
Auch wenn diese Versprechen erfahrungsgemäß nur in den seltensten Fällen eingelöst werden.
Oder er spendet das für unnütze Mitbringsel gesparte Geld für einen gemeinnützigen Zweck. Das kommt allen entgegen.
Erfahrungsgemäß spenden die Deutschen auch in unsicheren Zeiten, weiß die Organisation "Brot für die Welt". Jeder Dritte gibt zu Weihnachten bis zu 100 Euro für karitative Zwecke.
Zusammengefasst lässt sich über das perfekte Geschenk 2008 sagen, dass es nicht zuviel kosten darf, ?
? es sei denn, es ist auch eine nachhaltige Zukunftsinvestition, ...
? und es muss Freude und Spaß bringen.
Denn wie wir ja alle wissen, ist Weihnachten nicht das Fest des Konsums, sondern ...
... der Liebe.
Also: Finanzkrise hin oder her - Weihnachten bleibt Weihnachten. (Text: Samira Lazarovic, Bilder Reuters, dpa, ap)
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