| FR | 8° / 22° |
| SA | 9° / 23° |
Das Herz der amerikanischen Automobilindustrie schlägt in Detroit im US-Bundesstaat Michigan. Die Stadt liegt an den großen Seen im Norden der USA, in Sichtweite der kanadischen Grenze.
"Motor City" nennen die Bewohner ihre Stadt: Amerikas Automobilmetropole beherbergt die Zentralen der "großen Drei" Chrysler, Ford und ...
... General Motors.
Doch der größte Autobauer der USA, das Dow-Schwergewicht GM kämpft mit ...
... empfindlichen Problemen im Heimatmarkt und in Europa.
2007 verzeichnet General Motors einen Rekordverlust von fast 40 Milliarden Dollar.
GM-Chef Rick Wagoner trägt die roten Zahlen mit Fassung. Unter seiner Verantwortung schlägt der Konzern einen harten Sanierungskurs ein.
GM kündigt einen großangelegten Stellenabbau an: 74.000 Mitarbeiter müssen gehen.
Das hat dramatischen Folgen für die Detroiter Innenstadt. Seit Jahren kämpft die Region mit dem Bevölkerungsschwund. Gebäude stehen leer und verfallen.
Dabei hat in Detroit alles begonnen: Im Jahr 1909 nimmt Ford mit dem legendären Modell T in Highland Park die Massenfertigung auf.
Knapp hundert Jahre später rollen pro Jahr mehr als neun Millionen Fahrzeuge von den Fließbändern des Ford-Rivalen General Motors.
Der größte US-Autobauer produziert seine Fahrzeuge in 35 Ländern und verkauft sie weltweit. Zu den Konzernmarken zählen die amerikanischen Automobillegenden ...
... Buick, ...
... Cadillac, ...
... Chevrolet und natürlich ...
... die Sportwagengröße Corvette. Im Bild eine 2009er Corvette ZR1, das "schnellste, stärkste Automobil, das jemals von General Motors gebaut wurde".
Daneben umfasst die Dachmarke GM auch den koreanischen Ableger Daewoo, ...
... den Pickup-Spezialisten GMC, ...
... den australische Autobauer Holden und die zur Zeit schwer verkäuflichen Testosteron-Generatoren der Marke ...
... Hummer. Und weil die Vorgänger von GM-Chef Wagoner schon früh angefangen haben, den Konzern in allen wichtigten Absatzmärkten breit aufzustellen, gehören auch ...
... Opel, ...
... Pontiac und ...
... Saab zu dem rollenden Imperium.
Weitere Marken dienen dazu, konzerneigene Komponenten wie zum Beispiel von Opel unter anderem Namen zu vertreiben. In den USA nutzt der Konzern dazu den Namen Saturn und ...
... in Großbritannien das dort vertraute Label Vauxhall.
Wer in der Konzerngeschichte kramt, stößt auf beinahe vergessene Perlen des Automobilbaus. Im Bild ein 1956er Buick Special.
Ein Jahrzehnt später rollt der 1968er Pontiac GTO über den Kies.
Ende der siebziger Jahre fallen die Farben milder aus: hier ein 1977er Pontiac Ventura.
Die Wurzeln von General Motors reichen tief in die amerikanische Populärkultur.
In New York City steht das General Motors Building an der Südost-Ecke des Central Park, eine der feinsten Adressen der Stadt.
In Auftritt und Anmutung spiegeln viele Modelle den Zeitgeist ebenso wider wie ...
... amerikanisches Selbstbewusstein und ...
... übermotorisiertes Lebensgefühl.
Fast schon selbstverständlich, dass frisch vereidigte US-Präsidenten mit einer Detroiter Marke vom Kapitol zum Weißen Haus fahren. Im Bild ein stark gepanzerter Cadillac DTS Special.
Auch für die US-Konjunktur spielt die Autostadt Detroit eine tragende Rolle. Jennifer Granholm, Gouverneurin des Staates Michigan, testet den Komfort eines Cadillac CTS Coupe Concept.
Schätzungen zufolge hängen in den USA rund zehn Prozent der Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Automobilsektor ab.
Kein Wunder, dass die Modellpolitik des größten Autobauers im Land auch an der Wall Street aufmerksam beobachtet wird (Bild: Cadillac Escalade).
Im Januar 2008 - Rohöl kostet bereits mehr als 90 Dollar - stellt Mark LaNeve (rechts), Vizepräsident von General Motors North America, das brandneue Konzept Hummer Hx vor.
Seit einigen Jahren klettern auch in den USA die Preise an den Tankstellen. Die Verkaufszahlen brechen ein. Der Konzern muss umsteuern.
Neuartige Raumkonzepte verlieren an Überzeugungskraft.
Aus Angst vor dem hohen Spritverbrauch, machen immer mehr Kunden um GM-Marken einen Bogen.
Die Quartalszahlen mahnen zur Eile. Auch in Deutschland stehen auch tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Der Industriegigant ändert den Kurs. GM-Chef Wagoner lässt sich in einem "Volt" auf die Messebühnen fahren. Doch bis zur Serienreife wird es noch ein bisschen dauern.
Alternative Antriebstechniken genießen höchste Priorität. Um das US-Militär von der Brennstoffzelle zu überzeugen, setzt sogar GM Vorstand Bob Lutz (r) einen Helm auf.
Den Prototypen des GM Hywire, angeblich die erste fahrbare Kombination aus Brennstoffzellenantrieb und komplett elektronischer Steuerung, präsentiert der Konzern 2003 im Zukunftsmarkt China.
Dort und in Indien errichtet General Motors hochmoderne Produktionsstätten.
Und für den Heimatmarkt entwickelt der Konzern ein rollendes Paradox: ein umweltfreundliches Sport Utility Vehicle (SUV) - ein Wasserstoff tankendes, Wasserdampf ausscheidendes Geländewagen-Monstrum. .
In einer Zeit, in der sich die Welt und mit ihr die Automobilindustrie fundamental verändern, muss der wichtigste Autobauer der USA Gas geben.
Und das ist auch bitter nötig. Schließlich ist der Konzern nur deshalb nicht am Ende, weil die US-Regierung GM mit Milliarden unterstützt.
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.
Entdecken Sie bei Experteer.de tausende Jobs von Headhuntern und knüpfen Sie Kontakte zu den besten Personalberatungen Deutschlands.