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Vor dem Champions-League-Spiel gegen Florenz gabs beim FC Bayern reichlich Zoff um Podolski.
Sein Abschied aus München ist wohl nur noch eine Frage des Zeitpunkts. "Für ihn gibt es immer nur Köln, Köln, Köln! Er träumt von Köln Tag und Nacht", beschwerte sich Manager Uli Hoeneß.
Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge legte vor dem Spiel beim AC Florenz nach: "Er soll gut spielen und Tore schießen" - und ansonsten die Klappe halten.
Als Tabellenführer der Gruppe F konnte sich der FC Bayern München eigentlich entspannt zurücklegen. Wenn sie dieses Spiel nicht verlieren, sind sie dem Achtelfinale ein großes Stück näher.
Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann hatte vor dem Spiel die taktische Marschroute ausgegeben: erstmal hinten sicher stehen und sehen, was der Gegner macht.
Und er gibt Lukas Podolski eine weitere Chance, sich zu beweisen. Zusammen mit Miroslav Klose bildet er das Sturmduo. Damit ist auch klar, dass Bayern in der 4-4-2-Formation antritt.
Die Bayern bestimmen die ersten Minuten der Begegnung. Sie sind von Anfang an voll da.
Trotzdem fällt in der 11. Minute das erste Tor für Florenz.
Nach einer Flanke verlängert Gilardino mit dem Kopf, dahinter drischt Mutu den Ball aus zehn Metern unhaltbar über die Linie.
Der erste Torschuss des Spiels wird gleich ein Treffer. Dabei hatten die Münchner gar nicht schlecht begonnen.
Nach dem frühen Gegentor erholen sich die Bayern überraschend schnell, sie haben nun deutlich mehr Ballkontrolle.
Ribery nimmt es mit zwei, drei, manchmal vier Gegenspielern auf und bekommt sogar den Ball in die Mitte. Aber es gelingt kein Tor.
Nach einer halben Stunde lassen die Bayern wieder deutlich nach. Nach dem guten Start bekommen sie fast nichts mehr zustande. Vor allem die Defensive macht nicht den stabilsten Eindruck.
Fünf Minuten vor der Halbzeitpause eine gute Torchance für Schweinsteiger - der schießt aber aus 16 Metern rechts vorbei. Die beste Chance für die Bayern bisher landet im Außennetz.
Zur Pause liegt Bayern verdient mit 0:1 zurück. Sowohl in der Defensive als auch im Angriff zeigt die Mannschaft deutliche Schwächen.
Podolski ist fast unsichtbar, ...
... während seine Kollegen im Angriff, Klose und Ribery, sich zumindest bemühen.
In der 48. Minute Glück für die Bayern: Gilardino kommt dem Tor gefährlich nahe, Rensing läuft weit raus, ...
... Gilardino will über ihn drüberheben, schießt den Ball aber über das Tor.
Die Abwehr der Bayern schwächelt. Nach einer Flanke kommt Mutu sechs Meter vor dem Tor frei. Sein Kopfball segelt nur hauchdünn drüber.
Klinsmann wird an der Seitenlinie langsam ungehalten und gibt Schweinsteiger Anweisungen, wie er zu spielen hat.
Die Leistung der Bayern-Elf in diesem Spiel ist bisher wirklich nicht Champions-League-würdig.
Zwanzig Minuten vor Schluss macht Bayern etwas mehr Druck, aber es wird nicht richtig gefährlich.
Bis zur 78. Minute: Borowski kommt im Strafraum völlig ungedeckt an den Ball ...
... und erlöst die Bayern mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1.
Florenz-Torwart Frey kann dem Leder nur noch hinterherschauen.
Die Florentiner fassen es nicht: 67 Minuten lang sah es nach einem Sieg für sie aus.
Und von Klinsmann fällt solch eine große Last ab, dass er gleich in die Luft geht.
Kurz darauf, in der 81. Minute, hat Klose dann eine Riesenchance. Er setzt sich im Laufduell gegen Dainelli durch und steht frei vor dem Torwart. Der Ball geht jedoch Millimeter über die Latte.
Die Bayern drehen jetzt nochmal richtig auf, können auf einmal wieder Fußball spielen. Aber ein zweites Tor gelingt ihnen nicht. Sie müssen sich mit einem Punkt zufriedengeben - was nach der insgesamt schwachen Leistung aber gerechtfertigt ist.
Von Podolski, der sich in dem Spiel ja beweisen sollte, und Klose war im Angriff leider recht wenig zu sehen.
Aber zumindest Borowski kann sich zu Recht feiern, ...
... er stößt mit seinem Treffer für die Klinsmann-Elf das Tor Richtung Achtelfinale weit auf.
Im nächsten Gruppenspiel am 25. November gegen Steaua Bukarest reicht ihnen nun schon ein Punkt zum Erreichen der K.o.-Runde.
Das sollte doch zu schaffen sein. (Bilder: dpa, AP, Reuters)
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