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Es geht innig zu beim Besuch von US-Präsident Georg W. Bush in Deutschland.
Bush und Bundeskanzlerin Angela Merkel demonstrieren Geschlossenheit ...
... und kleine Späßchen.
"Wir haben gemeinsame Werte ......
... und gemeinsame Interessen", so Bush bei seinem Besuch in Mecklenburg-Vorpommern.
Für 36 Stunden ist der US-Präsident Gast in Deutschland, ...
... im Wahlkreis von Angela Merkel.
Bush will sich ein Bild machen von Ostdeutschland, ...
... wenngleich dieses ein wenig anders aussieht als an normalen Tagen.
Scharfschützen, ...
...abgeriegelte Straßen, ...
... Wachposten.
Leergefegte Strände warten auf den Präsidenten.
Stralsund - eine Geisterstadt. Ihre Balkone dürfen die Anwohner nicht betreten, ...
... wer sich zu dicht am Fenster zeigt, bekommt Polizeibesuch.
Um den Präsidenten für 36 Stunden zu schützen, ....
... sind rund 12.500 Polizisten im Einsatz.
Bis zu 20 Millionen Euro kostet der Einsatz.
Und wer sie trägt, darüber streiten der Bund und Mecklenburg-Vorpommern noch immer.
Bush kann dies alles nicht anfechten.
Trotz eines schmallippigen Empfangs bei Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidenten Harald Ringstorff ...
... genießt Bush sichtlich den Aufenthalt im alten Europa.
Immerhin gibt es auch einige Bürger, die den Präsidenten willkommen heißen ...
... und dem Staatschef, gut organisiert wie zu alten Zeiten, zujubeln.
Vor Bushs Ankunft werden allerdings sicherheitshalber noch die Holzstäbchen aus den Winkelementen entfernt.
Und auch sonst werden die Jubelnden im Vorfeld gut durchleuchtet und ausgesucht.
Rentnerin Ilse Fridrich zum Beispiel. Sie verbindet mit dem Präsidenten, dass sie beide den gleichen Hund haben.
Die Auslese hat sich gelohnt. Bush darf Autogramme verteilen ...
... und auf Tuchfühlung gehen, ...
... wenn auch nicht immer zur Freude aller Beteiligten.
Schwamm drüber. Sind doch Bilder wie diese ...
... eine Wohltat für den innenpolitisch angeschlagenen Präsidenten.
Und auch für Merkel scheint sich der Aufwand zu lohnen.
Sogar Ehemann Joachim Sauer hat seinen ersten öffentlichen Auftritt. Er muss allerdings ein Namensschild auf der Brust tragen.
Auch beim Grillen am Abend geht es noch mal ganz nach dem Geschmack des Präsidenten zu.
Die Kanzlerin zeigt sich in Jeans ...
... und erträgt höflich die Blaskapelle ...
... sowie die Witzeleien des Texaners.
Am nächsten Tag erhält sie noch ein Lob von Präsidentengattin Laura:
Merkel sei "so offen, freimütig, geradeheraus, sie sagt, was sie denkt. Das ist sehr konstruktiv."
Auch andere sagen, was sie denken. Nur dürfen sie dies nicht in der Nähe des US-Präsidenten.
Rund 1000 Menschen demonstrieren gegen Bush.
Sie erinnern an manches, was im offiziellen Besuchsprogramm sonst unter den Tische fallen könnte:
Der Folterskandal von Abu Ghoreib, ...
... das illegale Gefangenenlager in Guantanamo, ...
... der Irakkrieg, ...
... und alte Ratschläge aus Zeiten des Vietnam-Kriegs.
"Sie sind weder in Europa noch in Deutschland willkommen", sagt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele zu Bush.
Der stellvertretende Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Methling von der Linkspartei, kritisiert die Zustände in Guantanamo.
Greenpeace-Aktivisten entrollen unmittelbar vor Bushs Eintreffen vom Turm der Stralsunder Nikolaikirche ein Protesbanner gegen Atomwaffen und Krieg.
Die Strafe folgt prompt: 13 Aktivisten werden vorübergehend festgenommen.
Sie alle können Bush bei seiner Charme-Offensive nicht stoppen.
Und der US-Präsident kündigt an:
Das nächste Mal darf seine "gute Freundin Angela" auf seiner Ranch in Crawford grillen.
Da ist die Freude groß, ...
... und der Abschied fällt nicht so schwer.
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