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Auch wenn die IAA als größte Automesse Deutschlands erst 2009 wieder statt findet: Das Autojahr 2008 ist gespickt mit Neuheiten.
Klimadiskussion und dem schwachem Absatz soll mit einer Modelloffensive begegnet werden. Haben insbesondere die deutschen Hersteller mit ihren PS-Boliden die Nachricht verstanden?
Im Ausland läuft alles bestens, aber der deutsche Markt hat den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Die wichtigsten Neuerscheinungen im Überblick:
Alfa Romeo will dem Mini Konkurrenz machen. Auf Basis der Studie Kamal wird ein fetziger Kleinwagen auf den Markt kommen. Der Name ist noch unklar. Vielleicht Junior oder Furiosa?
Audi brennt ein wahres Feuerwerk an Neuheiten ab. In allen Klassen werden die Ingolstädter versuchen an ihre Erfolge aus den letzten Jahren anzuknüpfen.
Im Mai erscheint das A3 Cabrio. Frische Luft für die Audi-Mittelklasse, aber ganz klassisch mit Stoffdach. Vier Motorvarianten von 105 bis 200 PS soll es beim Start ab Mai geben.
Die Vier- und Sechszylinder-Motoren stammen aus dem Coupé. Optional wird Allradantrieb erhältlich sein. Der Startpreis soll unter 28.000 Euro liegen.
Der Audi RS6 Avant: Mit 5,2 Liter Hubraum, 580 PS aus zehn Zylindern markiert er das obere Ende der Leistungsskala. Zwei Turbolader pumpen diesen Kraftmeier auf.
Ohne Drosselung würde der RS6 wohl rund 300 km/h erreichen. Die Limousine soll am Jahresende folgen. War da was mit Klimawandel? Ökologisch korrekt ist der RS6 sicher nicht.
Mit dem Q5 bekommt der Audi Q7 den lange angekündigten kleinen Bruder. Rund 30 Zentimeter kürzer und deutlich leichter. Er dürfte mit der hier abgebildeten Cross-Coupé-Studie große Ähnlichkeit haben.
Auch der Audi TT (Bild) bekommt eine Sportvariante namens TTS. Mit einem Zweiliter-Turbomotor und 275 PS wird dann das Coupé und der Roadster ausgestattet sein.
Die Konkurrenz von BMW stellt ihre Modellpalette noch breiter auf. Beim 1er Cabrio bleibt BMW, anders als beim 3er-Cabrio, bei der klassischen Stoffhaube.
Der 2+2-Sitzer aus München ist eine echte Augenweide geworden. Das Cabrio kann dem Bruder, dem 1er Coupé, durchaus das Wasser reichen - zumindest mit offenem Verdeck.
Das Cabrio wird es auch mit Diesel-Motoren geben. Ansonsten sind die bekannte Motoren zu haben, bis hin zum 135i. Und wer kann zu diesem knackigen Heck schon "Nein" sagen?
Im September soll die überarbeitete 3er-Serie von BMW erscheinen. Optisch, technisch wird der Bestseller des Hauses aufgehübscht und dem Stand der Dinge angepasst werden.
Auch beim Flaggschiff, dem 7er tut sich was. Technisch und optisch soll die Neuauflage zu der etwas frischeren S-Klasse aufschließen. Auch die Hydrogen-Variante (Bild) gibt es dann serienmäßig.
Der BMW X6 ist eine echte Neuentwicklung. Die Mischung zwischen Coupé und SUV hat als kleinsten Motor den Dreiliter-Diesel. Allrad gibt es serienmäßig.
Sportlicher fahren ohne zu sparen (Ab 55.000 Euro). Weder Preis noch Leistung machen den X6 zu einem politisch korrekten Auto. Vielleicht wird er deshalb in den USA präsentiert.
Citroën bringt den Berlingo als Neuauflage. Der beliebte Packesel soll geräumiger werden und wird besser ausgestattet. Dazu wird es einen kleinen Bruder namens Nemo für weniger als 10.000 Euro geben.
Eher was fürs Auge ist der Citroën C5. Die für die Marke typische hydropneumatische Federung gibt es erstmals nur gegen Aufpreis.
Fiat kehrt zu seinen Motorsportwurzeln zurück. Mit der Sonderversion Abarth des Grande Punto lassen die Italiener eine Legende wieder aufleben.
Abarth, ein in Italien lebender Österreicher, trimmte in den 50er und 60er Jahren die Modelle von Fiat, Simca und Alfa Romeo auf Renntauglichkeit. Der Grande Punto Abarth leistet 155 PS.
Im Herbst gibt es bei 30 ausgewählten Händlern auch eine Abarth-Version des Fiat 500. Die kleine Rennsemmel wird dann beachtliche 135 PS haben.
Ein Highlight von Ford ist der bereits im Januar erscheinende Focus. Zwar ist der eigentlich "nur" eine Modellpflege, aber er erscheint fast wie eine Neuentwicklung.
Ein Doppelkupplungsgetriebe kommt im Frühjahr für den Focus, neue Diesel für Mondeo, S-Max und Galaxy Ende März.
Mit dem Kuga startet Ford einen Frontalangriff auf den Markt der kleinen SUVs und dem VW Tiguan Konkurrenz machen. Zunächst gibt es nur eine 136 PS Diesel-Version. Allrad ist optional gegen Aufpreis erhältlich.
Der Fiesta (aktuelles Modell im Bild) wird komplett neu aufgelegt. Er nähert sich vom Design Focus und Mondeo an. Beim Genfer Autosalon soll er Premiere haben. Auch der Ka wird bis zum Jahresende Premiere feiern.
Brandneu ist der Mazda 6 ab Februar beim Händler zu bestaunen. Das Mittelklasse-Modell ist für Mazda ein Dauerbrenner. Stufen- und Fließheck gibt es ab 22.400 Euro.
Im Sommer soll der Kombi folgen. Bei den Motoren stehen zunächst drei Benziner und eine Diesel-Version mit maximal 175 PS zur Auswahl.
Der Mazda 5 wurde einer intensiven Modellpflege unterworfen. Zahlreiche optische Veränderungen sowie eine elektrische Schiebetür und Sechsgang-Getriebe gibt es. Bei der Detroit Motor Show wird auch ein aufgefrischter RX-8 gezeigt.
Der kleine Bruder der Mercedes G-Klasse, der GLK, kommt im Oktober auf den Markt. Zwei Motoren werden für den kompakten Geländewagen angeboten. Ein GLK 320 CDI mit Diesel- und ein GLK 350 mit Benzinmotor. Letzterer stemmt stolze 360 Newtonmeter.
Ebenso wie bei der C-Klasse, bei der ein Gros der Technik entlehnt ist, wird es zwei Ausstattungsvarianten angeboten. Für die freie Wildbahn gibt es die Nature-Ausstattung. Wer es etwas ruhiger mag, dem wird die Street-Version nahe gebracht.
Auch an der B-Klasse wird gefeilt. Sie werden, neben optischen Retouchen, konsequent mit "Fuel Economy" auf Sparsamkeit getrimmt.
Der Haustuner AMG liefert mit dem Mercedes C63 AMG im Februar eine Power-Version der C-Klasse. 457 Pferdestärken werden aus einem V8-Motor gezaubert.
Das Mittelklasse-Coupé CLS (Bild) wird modellgepflegt. Daneben kommt im Mai eine Neuauflage des CLC auf den Markt. Das Sportcoupé bekommt aber eine neue, eigenständige Karosserie.
Der Bestseller SLK wurde komplett überarbeitet und soll im April zu den Händlern rollen. Ab 36.503 Euro ist der kleinste Roadster mit dem Stern zu haben.
Das der Trend bei Mercedes auch eher zu mehr PS geht, zeigt die neue Sportversion mit satten 305 PS. Ebenso wird der große Bruder, der Mercedes SL, überarbeitet.
Opel will mit dem Topmodell Insignia für Aufsehen sorgen. Mit offiziellen Bildern geizen die Rüsselsheimer aber noch. Daneben kommt im Frühjahr der Nachfolger des Agila auf den Markt und der Zafira rollt bereits ab Januar in neuem Look auf die Straße.
Der Renault Koleos soll im Segment der SUVs einen Preiskampf auslösen. Ganze 24.000 Euro soll die kleinste Version kosten. Möglich ist das durch die Zusammenarbeit mit Nissan und Samsung. Gebaut wird er in Korea.
Die Baureihe Laguna wird um die Versionen Grandtour und einen GT erweitert. Außerdem wollen die Franzosen mit einer dreijährigen Werks-Garantie punkten.
Die Coupé-Version des Laguna ist eine echte Schönheit geworden. Trés chic! Er soll ab Mai für etwa 32.000 Euro zu haben sein und bringt eine neue Allradlenkung mit. Gegen Ende des Jahres soll der neue Mégane auf den Markt kommen.
VW wird auf Basis der Studie Iroc (Bild) den Scirocco wieder auferstehen lassen. Traumhaft für alle Fans des Kultautos. Endlich wird es wieder ein kleines Sportcoupé von Volkswagen geben.
Der Caddy Maxi richtet sich dagegen eher an die Heimwerker-Fraktion. Mit einer Länge von 4,87 Metern bietet er sieben Sitze oder jede Menge Platz.
Die wichtigste Premiere ist der Golf VI, der im Oktober erscheinen soll. VW hüllt sich zwar zu optischen Details noch in Schweigen (Bild Golf V). Es soll sich um eine "große Produktaufwertung" handeln. Die Motoren werden weniger Hubraum haben und auf Effizienz getrimmt sein.
Schließlich wird der VW Passat eine Coupé-Version (im Bild die Limousine) bekommen. Für Volkswagen ein Testfall, ob sich mit einem solchen Modell gegen die deutschen Premiumhersteller punkten lässt.
Und noch ein SUV: Nach dem Volvo mit dem XC90 in der Oberklasse schon ein Eisen im Feuer hat kommt jetzt ein kleine Ausgabe. 220 PS und permanenter Allradantrieb sind auch beim XC60 ein Muss.
Das kommende Jahr verspricht viel Spannung für Auto-Enthusiasten. Ob auch der Normal-Verbraucher gute, bezahlbare und vor allem zukunftssichere Modelle findet, bleibt abzuwarten. (Alle Fotos Hersteller und dpa)
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