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Der Hurrikan "Dean" hat zwei Tage über Mexiko gewütet und über dem Festland an Kraft verloren.
Über den Bergen der Sierra Madre Oriental hat er sich zum ausgedehnten Tiefdruckgebiet abgeschwächt. Mit heftigen Winden und Regenfällen sorgte er in mehreren Städten für Überschwemmungen.
Auch in der mexikanischen Hauptstadt in rund 400 km Entfernung waren die Auswirkungen zu spüren. Viele Straßen standen wegen des anhaltenden Regens unter Wasser. Erdrutsche und Überschwemmungen wurden befürchtet.
Tausende flohen aus ihren Häusern in Notunterkünfte. Mexikanischen Behörden zufolge starben zwei Menschen im Sturm.
Ein Mann wurde im Bundesstaat Puebla getötet, als die Decke seines Hauses im Sturm über ihm zusammenbrach. Ein zweiter Mann verlor sein Leben, als er versuchte, während des Unwetters sein Hausdach zu reparieren.
Die Ferienzentren an den Stränden von Cancún verschonte der Wirbelsturm.
Obwohl sich "Dean" über Mexiko zu einem Tropensturm abschwächte, zerstörte er auf seinem Weg Häuser, ?
? entwurzelte Bäume und tötete Tiere.
Strommasten knickten um wie Strohhalme.
Die deutschen Touristen auf Yucatán haben "Dean" nach Angaben des Deutschen Reiseverbands sowie mehrerer Reiseveranstalter gut überstanden.
Alle Gäste seien wohlauf, teilten die führenden Konzerne TUI und Thomas Cook mit.
In den Hotelanlagen seien kaum Schäden an Infrastruktur und Hotels entstanden.
Lediglich einige Pools und Strände seien derzeit nur eingeschränkt nutzbar.
Die Aufräumarbeiten seien aber in vollem Gange.
Es sei davon auszugehen, dass in wenigen Tagen der touristische Betrieb in den großen Hotelanlagen wieder normal laufe.
Die Reiseveranstalter bieten ab sofort wieder Reisen nach Yucatán an.
Derzeit halten sich laut Reiseverband etwa 3.000 deutsche Urlauber auf Jamaika ?
? und in den mexikanischen Ferienzentren bei Cancún auf.
"Dean" erreichte Yucatán mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 325 km/h - das ist schneller als die Startgeschwindigkeit vieler Passagierflugzeuge.
Das einzige Atomkraftwerk des Landes wurde vorsorglich abgeschaltet. Der Leiter des Atomkraftwerks Laguna Verde, Rafael Fernandez, sagte, der Wirbelsturm stelle zwar keine direkte Gefahr für die beiden Atomreaktoren dar.
Da "Dean" aber Stromleitungen unterbrechen könne, stelle man die Produktion ein.
"Wir können keine Energie produzieren, wenn wir keine Leitungen haben, um sie zu verteilen", erklärte Fernandez.
Auf "Deans" Weg durch die Karibik kamen bisher 13 Menschen in dem Unwetter ums Leben.
"Dean" hat mehr als 3000 km durch die Karibik zurückgelegt und ?
? zum Teil erhebliche Verwüstungen auf den Kleinen Antillen, ?
... in der Dominikanischen Republik und ?
Haiti ?
? sowie auf Jamaika angerichtet.
"Dean" gehört zu den zehn stärksten Wirbelstürmen im Atlantik seit Beginn der Aufzeichnungen im Hurrikan-Zentrum in Miami.
Gemessen wird dies anhand des Luftdrucks im Auge des Hurrikans.
Dazu werden von einem Forschungsflugzeug aus Messsonden ins Zentrum des Sturms geführt.
Bei "Dean" wurde ein Kerndruck von 906 Hektopascal gemessen.
Angeführt wird die Statistik von "Wilma" im Jahr 2005 mit 882 Hektopascal.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes entstand Hurrikan "Dean" am 10. August vor der Westküste Afrikas als so genannte "Easterly Wave" (Wellenstörung).
Das zunächst harmlose Gebilde zog mit der Passatströmung über den Atlantik nach Westen ?
? und entwickelte sich drei Tage später südlich der Kapverdischen Inseln zu einer "Tropischen Depression", ?
? einem schwachen tropischen Wirbelsturm.
Auf dem Weg nach Westen verstärkte er sich weiter und ?
? wurde am 16. August zum ersten Hurrikan der diesjährigen Saison.
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