Dunkle Wolken hängen über der Autostadt Detroit. Die US-amerikanischen Konzerne kämpfen ums Überleben. Ohne Finanzspritzen vom Staat wären bei Chrysler und General Motors wohl schon vor Weihnachten die Tore geschlossen worden.Bild 1 von 33 Der Grund ist die Absatzkrise auf dem US-Markt. Im vergangenen Jahr mussten die US-Hersteller zweistellige Rückgänge beim Verkauf hinnehmen. Ford verkaufte 21, GM 23 und Chrysler gar 31 Prozent weniger Autos.Bild 2 von 33 Vorbei also die Zeit der großen Euphorie. Im letzten Jahr noch wurde zur Premiere des Dodge Ram eine ganze Rinderherde durch die Detroiter Innenstadt getrieben.Bild 3 von 33 Zeichen einer verfehlten Modellpolitik, die sich bereits furchtbar rächt. GM-Chef Rick Wagoner musste mit den Bossen der anderen beiden großen Autobauern bereits zum Bittgang vor den US-Kongress.Bild 4 von 33 Nach der Ablehung neuer Hilfsgelder in der ersten Runde half erst mal nur noch Beten. Kurz vor Weihnachten gab es dann doch noch eine "kleine" Geldspritze von 4,4 Milliarden US-Dollar. Doch Chrysler benötigt schon wieder neues Kapital.Bild 5 von 33 Vor den Messehallen stehen denn auch die Arbeiter der Autokonzerne. Sie fürchten seit Wochen um ihre Jobs. Verständlicherweise hat sich da ein großer Frust aufgebaut. Sie können schließlich am wenigsten für die Krise, die ihre Bosse verursacht haben.Bild 6 von 33 GM hat seine Belegschaft sogar eingeladen. Mit Plakaten fanden sich zum Auftakt rund 50 Arbeiter, teils bereits entlassene, vor den Hallen ein, bejubelten die GM-Modelle und protestierten gegen Lohnkürzungen und weiteren Stellenabbau.Bild 7 von 33 GM-Chef Rick Wagoner spricht bei der Pressekonferenz des Konzerns den Mitarbeitern Mut zu. Gemeinsam mit ihnen will er um die Zukunft des einstmals größten Autobauers der Welt kämpfen.Bild 8 von 33 Ein bisschen feiern ist aber doch noch. Der Ford F150 wurde zum "Truck of the Year" gekürt und darüber freuen sich Fords Vize-Präsident Mark Fields und Chef-Ingenieur Matt O'Leary.Bild 9 von 33 Das Auto des Jahres kommt allerdings aus Korea. Der Hyundai Genesis hat die Trophäe gewonnen. Wohl auch ein Zeichen für das wachsende Preisbewusstsein in der Autobranche.Bild 10 von 33 Ansonsten gibt man sich sehr elektrisch. Besonders bei GM. Nach dem Chevy Volt und dem Opel Hydrogen4 stellt GM-Vize Bob Lutz mit dem Cadillac Converj Concept eine weitere Studie eines Elektro-Autos vor.Bild 11 von 33 Auch Kleinwagen mit günstigem Verbrauch sollen punkten. Die auserkorene Billigmarke Chevrolet bringt mit dem Kleinwagen Spark übernächstes Jahr einen Nachfolger für den Matiz auf den Markt.Bild 12 von 33 Bei Ford hingegen läutet Chef Mulally gleich eine ganze Ära neuer Elektro-Fahrzeuge ein. Bereits in diesem Jahr sollen die Modelle Fusion und Milan mit Hybridantrieb auf den Markt kommen.Bild 13 von 33 Und selbst bei Chrysler gibt es eine Elektrowelle, zumindest als Studie. Der Dodge Circuit wurde vom Lotus Exige abgeleitet und leistet an der Hinterachse 272 PS. Damit rennt er in weniger als fünf Sekunden von 0 auf 100 und fährt 200 km/h in der Spitze.Bild 14 von 33 Aber es gibt auch noch Originale ohne Elektrofirlefanz an Bord. Einfach nur Power pur. Ford zeigt in Detroit den stärksten Mustang aller Zeiten. Der Shelby GT leistet 540 PS, hat 692 Newtonmeter Drehmoment und soll den Supersportler GT40 beerben.Bild 15 von 33 Da lässt es sich mit dem Bentley Continental GTC Speed schon etwas gehobener brausen. Doch in Sachen Sportlichkeit muss er nicht zurückstehen. 610 PS kann der offene Brite vorweisen und fährt damit stolze 322 km/h.Bild 16 von 33 Bei Jaguar stapelt man etwas tiefer und zeigt die Spitze des eigenen Motorenbaus in der sportlichen R-Reihe. Der XKR und der XFR feiern in Detroit Weltpremiere. Nichts weniger als die stärksten und effizientesten Triebwerke sollen die V8-Motoren sein.Bild 17 von 33 Audi zeigt in den USA erstmals die Zehnzylinder-Version des R8. Der 5.2 FSI quattro will mit 525 PS und 316 km/h Spitze nichts weniger als die Pole Position unter den Sportwagen.Bild 18 von 33 In dieser Klasse gibt es natürlich Konkurrenz, vor allem aus Italien. Lamborghini zeigt auf der Show seinen neuen Spyder. Der von Präsident Winkelmann vorgestellte Gallardo mit 560 PS spielt allerdings noch eine Klasse höher. Er zählt zu den Supersportwagen.Bild 19 von 33 In dieser Liga spielt sicher auch der McLaren SLR Stirling Moss. Das Sondermodell zum Ende der McLaren-Baureihe ist ein Speedster in Reinkultur und wurde dem berühmten Rennfahrer aus den 50er Jahren gewidmet. Von dem Auto wird es nur 75 Exemplare geben.Bild 20 von 33 Anders BMW. Der neue Z4 will kein Supersportwagen sein, sondern eher der bezahlbare blauweiße Traum. Mit versenkbarem Hardtop und einem hochdynamischen Drei-Liter-Benziner mit 265 PS soll er die Käufer begeistern. Der neue Z4 wird in Regensburg gebaut.Bild 21 von 33 Begeisterung gibt es auch für das Mini Cabriolet. Schon die ersten Bilder stießen auf reges Interesse. Kein Wunder, denn der Mini ist durch seinen hippen Stil und die kleinen Abmessungen "in". Zudem fährt er auch seit kurzem elektrisch.Bild 22 von 33 Auch er bekommt ein Stoffdach, das sich in 15 Sekunden hinter den beiden Rücksitzen versteckt. Bereits im März soll das Mini Cabrio zu den Händlern rollen.Bild 23 von 33 Das wird bei diesem Volkswagen noch wesentlich länger dauern. Der Concept Bluesport soll eher zeigen, wie sich die Marke Sportlichkeit und offenes Fahren in Kombination mit Umweltfreundlichkeit vorstellt.Bild 24 von 33 Wesentlich langweiliger, aber dafür sehr real ist der Buick LaCrosse. Die Luxuslimousine will mit modernem Design und Allradantrieb überzeugen. Mit zwei kräftigen V6-Motoren will man dem Renterimage davonfahren.Bild 25 von 33 Oben offen und geländetauglich: Der Kia Soulster zeigt sich mit hohem Freizeitwert. Die Studie ist eine Mischung aus Roadster und Kompakt-SUV.Bild 26 von 33 Einen Ausblick auf einen möglichen A7 gibt Audi mit dem Sportback Concept. Das viertürige Coupé zeichnet sich durch extravagante Linienführung aus und wird zunächst mit dem bekannten Drei-Liter-Turbodiesel angeboten.Bild 27 von 33 Sie soll der künftige Umsatzträger werden: Vertriebschef Klaus Maier präsentiert die neue E-Klasse. Die Neuauflage des Modells für die automobile Oberklasse will mit zahlreichen Assistenzsystemen punkten und damit den Bogen zur S-Klasse spannen.Bild 28 von 33 Gleich in drei Varianten fährt der Concept BlueZero vor. Mit der Studie will man bei Mercedes beweisen, dass der emissionsfreie Antrieb bereits alltagstauglich ist. Er wird in als reines Elektromobil, mit Brennstoffzelle und mit stromgenerierendem Verbrennungsmotor angeboten.Bild 29 von 33 Mit dem Legacy Concept gibt Subaru einen Ausblick auf die künftige Generation des Mittelklasse-Modells aus Japan. Angetrieben wird das Auto von einem 3,6-Liter-Boxer-Motor, ganz in der Tradition der Japaner. Marktreif wird das Auto wohl im kommenden Jahr.Bild 30 von 33 Ganz neu ist auch Toyota Prius. Das Öko-Flaggschiff ist mit dem Facelift etwas augenfälliger geworden. Im Innern werkeln ein 98 PS Benziner und ein Elektromotor. Damit soll ein Durchschnittsverbauch von 4,7 Litern drin sein.Bild 31 von 33 Eher eine Kuriosität am Rande: Der Ein-Personen-Wagen von Myers wird voll elektrisch betrieben. Immerhin zeigt er, wo die Reise in der Autobranche hingeht: Kleiner, sparsamer und möglichst mit Strom.Bild 32 von 33 Ähnliche Fähigkeiten wies auch schon das legendäre T-Modell von Ford auf, dass die Massenproduktion von Automobilen weltweit einläutete. Solch glorreiche Zeiten dürften in Detroit so schnell nicht wieder kommen. Doch davon träumen darf man in "Motor City" schon.Bild 33 von 33