Bilderserie: Die Flüchtlingskatastrophe von Darfur
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Zum Weltflüchtlingstag schlägt das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge Alarm.Bild 1 von 70 Fast zehn Millionen Menschen waren im Jahr 2006 auf der Flucht - rund 14 Prozent mehr als im Vorjahr.Bild 2 von 70 Nicht eingerechnet sind hier die so genannten Binnenvertriebenen - Flüchtlinge im eigenen Land.Bild 3 von 70 Allein in Afrika gibt es davon rund 13 Millionen. Besonders katastrophal ist die Lage in der westsudanesischen Region Darfur.Bild 4 von 70 Rund zweieinhalb Millionen Menschen sind hier auf der Flucht, ...Bild 5 von 70 ... mehr als 200.000 wurden in den vergangenen drei Jahren ermordet.Bild 6 von 70 Seit 2003 vertreiben zumeist arabischstämmige Reitermilizen ethnische Gruppen afrikanischer Herkunft in Darfur.Bild 7 von 70 Die sogenannten Dschandschawid fallen über die Dörfer her, zünden Häuser an, ...Bild 8 von 70 ... morden und vergewaltigen.Bild 9 von 70 Unterstützung erhalten sie dabei von der zumeist arabisch-stämmigen Zentralregierung in Khartum.Bild 10 von 70 Seit dem Frühjahr 2006 hat sich die Lage in Darfur weiter drastisch verschlechtert, ...Bild 11 von 70 ... und der Konflikt greift zunehmend auch auf das Nachbarland Tschad über.Bild 12 von 70 Immer wieder greifen hier die Reitermilizen Dörfer an.Bild 13 von 70 Die Regierung im Tschad rief bereits den Notstand aus.Bild 14 von 70 Der UN-Hilfskoordinator Jan Egeland spricht von einer erschreckenden Eskalation der Gewalt.Bild 15 von 70 "Übergriffe sind an der Tagesordnung", so Egeland.Bild 16 von 70 Immer mehr bewaffnete Milizen seien in den Flüchtlingslagern präsent, ...Bild 17 von 70 ... Kinder würden zum Waffendienst missbraucht.Bild 18 von 70 "Es gibt einfach keinen Schutz für unschuldige Zivilisten, ...Bild 19 von 70 .... die immer und immer wieder gewalttätig angegriffen wurden", stellt Egeland nach einer Reise durch die Krisenregion fest.Bild 20 von 70 Auch die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" zeichnet ein düsteres Bild der Lage in Darfur.Bild 21 von 70 "Die zwei Millionen Vertriebenen sind völlig von externer Hilfe abhängig.Bild 22 von 70 Die Camps, in denen sie hausen, können bis zu 100.000 Personen fassen ...Bild 23 von 70 ... und sind regelrechte Gefängnisse unter offenem Himmel", so der Projektleiter von "Ärzte ohne Grenzen" in West-Darfur, Jean-Sebastien Matte.Bild 24 von 70 "Für Frauen ist das Verlassen des Lagerbereichs, etwa um Brennholz zum Kochen zu suchen, immer noch extrem gefährlich....Bild 25 von 70 ... Auch die Männer getrauen sich kaum hinaus, ...Bild 26 von 70 ... nicht einmal, um sich in ein Regierungskrankenhaus zu begeben, denn sie haben Angst, für Anhänger der einen oder anderen Rebellengruppe gehalten und verhaftet zu werden...Bild 27 von 70 ... Die Vertriebenen in Darfur befinden sich in einer unerträglichen Lage."Bild 28 von 70 Mehr noch: Seitdem die sudanesische Regierung mit einer Fraktion einer Rebellengruppe, der Sudanesischen Befreiungsarmee unter Minni Arcua Minnawi im Frühling 2006 ein Friedensabkommen unterzeichnet hat, ....Bild 29 von 70 ... ist es zu verstärkten Unruhen gekommen.Bild 30 von 70 Die Gruppen, die nicht unterzeichnet haben, bekämpfen sich nun untereinander - ....Bild 31 von 70 ... mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung und die Helfer.Bild 32 von 70 "Wir werden immer mehr zum Ziel von Gewalttaten, ...Bild 33 von 70 ... sei es durch Tätlichkeiten, Diebstahl oder Überfälle", so Matte von "Ärzte ohne Grenzen".Bild 34 von 70 Innerhalb weniger Monate wurden zwölf Mitarbeiter humanitärer Organisationen ermordet, ...Bild 35 von 70 .... mehr als in den vorangegangenen zwei Jahren.Bild 36 von 70 In manche Gegenden kommen die Hilfsorganisationen gar nicht mehr.Bild 37 von 70 Die Regierung und Rebellengruppen verweigern ihnen den Zutritt.Bild 38 von 70 Besonders betroffen ist die Zivilbevölkerung. Wegen der anhaltenden Kämpfe erhielten im Herbst 2006 auch rund eine viertel Millionen Menschen keine Lebensmittelhilfen der Vereinten Nationen.Bild 39 von 70 Seit 2003 wurden Tausende sudanesischer Frauen und Mädchen vergewaltigt - ...Bild 40 von 70 ... mit traumatischen Folgen für sich und ihre Kinder.Bild 41 von 70 Eine UN-Untersuchungskommission nannte die Misshandlungen in einem Bericht 2005 "Kriegsverbrechen" ...Bild 42 von 70 ... und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit".Bild 43 von 70 Auch die Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofes ergaben eine hohe Zahl von Massenvergewaltigungen und anderer Formen schwerwiegender geschlechtsspezifischer Gewalt.Bild 44 von 70 Dennoch weigern sich die sudanesischen Behörden bis heute, ...Bild 45 von 70 ... Verdächtige zu verhaften und zu überstellen und Untersuchungen des Strafgerichtshofes in Darfur zu ermöglichen.Bild 46 von 70 Vielmehr richtete Khartum einen nationalen Gerichtshof zur Aufklärung kriegsbedingter Verbrechen ein.Bild 47 von 70 Das Rechtssystem im Sudan macht es allerdings Opfern sexueller Gewalt fast unmöglich, Gerechtigkeit zu erlangen:Bild 48 von 70 So müssen Frauen, die Anzeige wegen Vergewaltigung stellen, ...Bild 49 von 70 ... ihre Aussage von vier männlichen Zeugen bestätigen lassen.Bild 50 von 70 Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch, Amnesty International und die Gesellschaft für bedrohte Völker schlagen immer wieder Alarm.Bild 51 von 70 Der sudanesischen Regierung werden systematische Massaker gegen die Bevölkerung im Westen vorgeworfen.Bild 52 von 70 Human Rights Watch spricht sogar von systematischer Vernichtung im Sudan.Bild 53 von 70 Am 30. Juli 2004 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1556.Bild 54 von 70 Sie sieht den Einsatz militärischer Beobachter der Afrikanischen Union im Rahmen der African Union Mission in Sudan vor ...Bild 55 von 70 ... und fordert die UN-Mitgliedsländer zur Unterstützung der Mission auf.Bild 56 von 70 Die Soldaten der AU sind jedoch schlecht ausgestattet, ...Bild 57 von 70 ... so dass sie viele der Gräueltaten nicht verhindern können.Bild 58 von 70 Da das Mandat der AU-Truppen ursprünglich Ende September 2006 enden sollte und angesichts der wachsenden Gewalt verabschiedete der UN-Sicherheitsrat im August 2006 die Resolution 1706.Bild 59 von 70 Diese sieht eine Entsendung von rund 20.000 UN-Soldaten und Polizei-Soldaten nach Darfur vor, falls der Sudan zustimmt.Bild 60 von 70 Der Sudan machte jedoch schon im Vorfeld der Abstimmung klar, dass er einer Entsendung von UN-Truppen nicht zustimmen werde.Bild 61 von 70 Auch nach der Abstimmung kam es zu Protesten.Bild 62 von 70 Sudans Präsident Omar Hassan al Baschir nannte die Resolution "eine typische Kopie der (von den USA geführten) Koalitionstruppen im Irak."Bild 63 von 70 Laut Baschir steckt hinter dem Plan, zehntausende UN-Soldaten in der Region zu stationieren, niemand anders als Amerika, der wahren Macht der Vereinten Nationen. Im Bild US-Präsident Georg W. Bush mit dem Rebellenführer Minni Minnawi.Bild 64 von 70 "Und wenn sie erst Darfur unter Kontrolle haben, rücken sie weiter nach Khartum vor", so Baschir.Bild 65 von 70 Sudan sei ein reiches Land und solle geplündert werden, ...Bild 66 von 70 ... ebenso wie zuvor Angola und der Kongo.Bild 67 von 70 Der UN-Hilfskoordinator Egeland sieht dies anders. Eindringlich fordert er die Vereinten Nation auf, Maßnahmen gegen das Gemetzel zu ergreifen:Bild 68 von 70 "Das ist die Stunde der Wahrheit für die internationale Staatengemeinschaft", so Egeland. "Die Zeit wird knapp".Bild 69 von 70 Die Situation sei "katastrophal und kann noch sehr, sehr viel schlimmer werden."Bild 70 von 70