Sie ist die neue Hoffnung der SPD, die Lichtgestalt, die die kriselnde Partei vor dem freien Fall retten soll:Bild 1 von 32 Gesine Schwan, Politik-Professorin und Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), offizielle Kandidatin der SPD für das Amt des Bundespräsidenten.Bild 2 von 32 Im Mai 2009 wird sie sich gegen den amtierenden Präsidenten und Kandidaten von Union und Liberalen, Horst Köhler, in der Bundesversammlung zur Wahl stellen -Bild 3 von 32 ... und dabei, aller Voraussicht nach, keine so schlechten Chancen haben.Bild 4 von 32 Bereits jetzt verfügen Union und FDP nur noch über eine hauchdünne Mehrheit in der Bundesversammlung, die sich je zur Hälfte aus Bundestagsabgeordneten und aus Delegierten der Länder zusammensetzt.Bild 5 von 32 Spätestens nach der Bayern-Wahl im September, wo die CSU mit Verlusten rechnen muss, wird sich dies Verhältnis zugunsten der SPD und der Grünen verschieben.Bild 6 von 32 Eine Wahl Schwans wäre dann möglich - wenn auch mit den Stimmen der ungeliebten Linkspartei, mit der SPD-Chef Beck auf Bundesebene eine Zusammenarbeit ausgeschlossen hat.Bild 7 von 32 Schon ein Jahr vor der Bundespräsidentenwahl führt dies zu heftigen Kontroversen und bietet der Union eine Steilvorlage.Bild 8 von 32 CSU-Chef Erwin Huber wirft der SPD Führungslosigkeit vor. Eine Partei wie die SPD, die sich von Wortbruch zu Wortbruch hangele, sei kein verlässlicher Partner.Bild 9 von 32 CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla warnt die SPD vor einer Abhängigkeit von der Linkspartei:Bild 10 von 32 Die SPD habe mit der Nominierung von Gesine Schwan zur Kandidatin für das Bundespräsidentenamt "ein bundespolitisches Signal an die Linkspartei gegeben", so Pofalla.Bild 11 von 32 "Warum macht sich die SPD von der Linkspartei abhängig? Warum lassen sie es zu, endgültig zur Marionette von Oskar Lafontaine zu werden?"Bild 12 von 32 | Foto: ASSOCIATED PRESSAllerdings ist Gesine Schwan mit Sicherheit zu klug, um sich von irgendjemandem als Marionette instrumentalisieren zu lassen.Bild 13 von 32 Zwar räumte auch sie nach ihrer Nominierung ein, dass sie die Stimmen der Linken braucht und forderte die Partei auf, "sich zu entscheiden zwischen konstruktiver Politik und demagogischer Polemik."Bild 14 von 32 Dennoch werde sie in keiner Abhängigkeit der Linken stehen, betonte sie unmittelbar nach ihrer Nominierung.Bild 15 von 32 Gesine Schwan, die im Zuge der Studentenbewegung 1970 in die SPD eintrat, darf man diese Worte abnehmen.Bild 16 von 32 Bis heute grenzt sich die Hochschul-Professorin vom Kommunismus ab, mit dem sie sich intensiv beschäftigt hat.Bild 17 von 32 1975 schrieb sie ihre Habilitation über die Gesellschaftskritik von Karl Marx.Bild 18 von 32 Zugleich war sie Mitbegründerin des konservativen Seeheimer Kreises der SPD, der in den 70er Jahren marxistischen Positionen in der SPD entgegentrat.Bild 19 von 32 In den 80ern verteidigte die bekennende Katholikin und Antikommunistin den Nato-Doppelbeschluss und kritisierte den laxen Umgang ihrer Partei mit kommunistischen Regimen.Bild 20 von 32 Ihre offenen Worte kamen sie teuer zu stehen: Willy Brandt empfahl ihr den Rückzug aus der SPD-Grundwertekommission.Bild 21 von 32 1984 wurde sie abgewählt - und erst zwölf Jahre später rehabilitiert und wieder in das Gremium aufgenommen.Bild 22 von 32 Im März 2004 war die Rehabilitation perfekt, SPD und Grüne schlugen sie für das Amt des Bundespräsidenten vor.Bild 23 von 32 Schon damals kandidierte sie gegen Köhler, der erwartungsgemäß im ersten Wahlgang siegte.Bild 24 von 32 Schwans Ergebnis aber konnte sich sehen lassen.Bild 25 von 32 Mit 589 Stimmen erhielt Schwan, die mit Peter Eigen, dem Gründer der Antikorruptions-Organisation Transparanca International verheiratet ist, auch Stimmen aus dem Lager von Union und FDP.Bild 26 von 32 Bei der Wahl 2009 könnte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds und der Polen-Beauftragten der Regierung kommen.Bild 27 von 32 Und für die SPD gibt einen Hoffnungsschimmer am Horizont.Bild 28 von 32 So könnte Schwans Wahl die Partei aus dem Tal der Tränen herausholen und ihr Rückenwind geben für die anschließende Bundestagswahl.Bild 29 von 32 Und dies könnte langfristig - auch wenn sich bislang die SPD heftig dagegen wehrt - eine Zusammenarbeit von SPD und Linkspartei auf Bundesebene einleiten.Bild 30 von 32 Allerdings besteht auch die Gefahr einer Wiederbelebung des Ypsilanti-Syndroms und dass sich die SPD in den Augen der Wähler unglaubwürdig macht.Bild 31 von 32 Wie auch immer: Die Wahl wird spannend werden.Bild 32 von 32