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Ferdinand Lasalle gründet 1863 in Leipzig den "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein".
In Eisenach gründen 1869 August Bebel ...
... und Wilhelm Liebknecht die "Sozialdemokratische Arbeiterpartei".
Auf dem Parteitag 1875 vereinigen sich die "Lassalleaner" und die "Eisenacher" in diesem Haus in Gotha zur "Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands".
1878 verbietet Reichskanzler Bismarck die "Sozialistische Arbeiterpartei". Erst 1890 wird das "Sozialistengesetz" nicht wieder verlängert. Die SAP gründet sich neu als Sozialdemokratische Partei Deutschlands.
1892 wird August Bebel in den Parteivorsitz gewählt. Er hat das Amt bis zu seinem Tod 1913 inne.
Nach Bebels Tod werden Friedrich Ebert ...
... und Hugo Haase gemeinsam zu Parteichefs gewählt. 1916 wird der Kriegsgegner Haase von der Partei aus dem Amt gedrängt.
Neben Friedrich Ebert wird 1917, nach der Abspaltung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD), Philipp Scheidemann in den Parteivorstand der SPD gewählt.
Nach Eberts Amtsantritt als Reichspräsident 1919 ...
... wird Otto Wels ...
... gemeinsam mit Hermann Müller zum SPD-Vorsitzenden gewählt. Zwei Mal, 1920 und 1928, wird Müller Kanzler. Er stirbt 1931.
Im Mai 1933 geht Otto Wels auf Beschluss der Parteiführung zunächst ins Saarland und später nach Prag, um die Exilorganisation der SPD aufzubauen. 1938 wird die Exil-SPD nach Paris verlegt. Dort stirbt Wels 1939.
Alleiniger Parteichef ist nun Hans Vogel, hier auf einem Bild mit seinem späteren Nachfolger Erich Ollenhauer. Beide fliehen vor den Nazis weiter nach London.
Erster Parteichef nach dem Zweiten Weltkrieg wird Kurt Schumacher. Fast zehn Jahre hatte Schumacher während der Nazi-Zeit in KZs verbracht.
Nach Schumachers Tod 1952 wird Erich Ollenhauer SPD-Vorsitzender. Er führt die Partei bis zu seinem Tod 1963.
Auf Ollenhauer folgt 1964 Willy Brandt.
23 Jahre, bis 1987, ist Brandt Vorsitzender der Sozialdemokraten.
Nach Brandt führt Hans-Jochen Vogel bis 1991 die SPD. Vogel ist "der am meisten unterschätzte Sozialdemokrat in den letzten 30 Jahren", meint Franz Müntefering.
An dieser Stelle schieben wir die Vorsitzenden der SDP ein, der Sozialdemokratischen Partei in der DDR, die Ende 1989 in Schwante bei Berlin gegründet wird. Ihr erster Parteichef ist Stephan Hilsberg.
Am 23. Februar wird Ibrahim Böhme zum neuen Parteichef gewählt. Als herauskommt, dass er als IM für die Stasi gearbeitet hat, gerät Böhme unter Druck. Am 1. April tritt er zurück. 1992 wird er aus der SPD ausgeschlossen.
Kommissarischer Parteichef der Ost-SPD wird Markus Meckel (l.). Er amtiert bis zum 9. Juni 1990. In Halle/Saale wählt die Partei ihren letzten Vorsitzenden: Wolfgang Thierse (M.), der die SPD der DDR bis zur Vereinigung mit der West-SPD führt.
In der Bundes-SPD übernimmt Björn Engholm (r.) 1991 von Hans-Jochen Vogel den Parteivorsitz. Er tritt 1993 zurück. Stichwort: Barschel-Affäre. Kommissarischer Parteichef wird Johannes Rau (l.). Er dirigiert die Partei vom 3. Mai bis zum 25. Juni 1993.
1993 gibt es drei Bewerber um den Parteivorsitz: Gerhard Schröder, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Rudolf Scharping. Die Basis entscheidet sich für Scharping.
Auf dem Parteitag in Mannheim kommt es 1995 zum "Putsch": Nach einer mitreißenden Rede wählen die Delegierten Oskar Lafontaine in einer Kampfabstimmung zum neuen SPD-Vorsitzenden.
1999 schmeißt Lafontaine alle Ämter hin. Neuer Parteichef wird Bundeskanzler Gerhard Schröder.
2004 tritt Schröder zurück. Sein Nachfolger wird der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Franz Müntefering. Zu einer Wiederwahl kommt es nicht: Am 31. Oktober 2005 kündigt Müntefering an, nicht erneut anzutreten.
Zwei Ministerpräsidenten sind als Nachfolger Münteferings im Gespräch: Matthias Platzeck und Kurt Beck. Die beiden einigen sich darauf, dass der Brandenburger den Posten übernimmt. Nach nur fünf Monaten tritt Platzeck jedoch aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Im April 2006 übernimmt Kurt Beck den Job kommissarisch, im Mai wird er zum SPD-Vorsitzenden gewählt.
Nach nur zwei Jahren und fünf Monaten wird Beck aus dem Amt gemobbt. Becks Nachfolger ist sein Vor-Vorgänger. Müntefering wird am 18. Oktober 2008 auf einem Sonderparteitag in Berlin zum Parteichef gewählt. Nach der historischen Niederlage der SPD bei der Bundestagswahl im September 2009 kündigt Müntefering an, nicht noch einmal antreten zu wollen.
Für ihn übernimmt der Niedersachse Sigmar Gabriel, der auf dem Parteitag in Dresden im November 2009 mit 94 Prozent der Stimmen zum neuen Parteichef gewählt wird.
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