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OK-Präsident Franz Beckenbauer zu den Auswirkungen der ausgelassenen WM-Stimmung: "Wildfremde Menschen haben in der Fanmeile zusammen gefeiert. Was dabei herauskommt, werden wir in einigen Fällen in neun Monaten erfahren."
Franz Beckenbauer zu den Gründen, warum er im Finale gerne die deutsche Mannschaft gesehen hätte: "Dann wäre mir Bundeskanzlerin Angela Merkel wie schon bei dem Argentinien-Spiel wieder in die Arme gefallen. Das jedoch haben die Italiener verhindert, das werde ich ihnen nie wieder verzeihen."
Philipp Lahm über die Stimmung im deutschen Nationalteam: "Ich habe mir alle Pressekonferenzen im Fernsehen angeschaut: die Spieler waren alle gut drauf."
Assistenz-Trainer Joachim Löw zu den rein europäischen Halbfinal-Duellen bei der WM: "Weltmeister sind wir vor zwei Tagen geworden, jetzt können wir nur noch Europameister werden."
Teammanager Oliver Bierhoff über den Zettel, den Torwart Jens Lehmann kurz vor dem Elfmeterschießen aus dem Stutzen zog:
"Da stand die klare Anweisung drauf, mindestens zwei Elfer zu halten."
Ukraines Trainer Oleg Blochin nach der 0:3-Pleite gegen Italien im Viertelfinale: "Ich möchte allen Journalisten für die Zusammenarbeit danken. Sowohl jenen, die Science Fiction über uns geschrieben haben, als auch jenen, die wahrheitsgemäß Bericht erstatten."
DFB-Trainer Joachim Löw auf eine Frage nach der seit knapp sechs Jahre andauernden deutschen Negativserie gegen die Top-Fußballnationen: "Welche schwarze Serie?"
Deutschlands Nummer zwei Oliver Kahn auf die Frage eines argentinischen Journalisten, wer bisher der beste Torhüter des Turniers gewesen sei: "Bei dieser Frage kann man nur auf die Schnauze fallen."
DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder zu einem Journalisten: "Ich könnte Ihnen schon empfehlen, meine Karriere einzuschlagen, wenn Sie in Kauf nehmen, angegriffen und ausgebuht zu werden."
Stürmer Lukas Podolski auf die Frage, ob er sich irgendwann einen Wechsel ins Ausland vorstellen kann: "Ich muss jetzt erst einmal in München eine Wohnung suchen."
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bei einem Empfang mit DFB-Ehrenpräsident Egidius Braun: "Wir freuen uns auf den argentinischen Tanga!"
Brasiliens Bestseller-Autor Paulo Coelho in einem Zeitungsinterview: "Man kann nicht die Magie eines Fußballspiels in einem Roman vermitteln, das ist ebenso absurd wie das Gefühl eines Orgasmus beim Lesen zu vermitteln."
Bastian Schweinsteiger auf die Frage, ob die angekündigte Hitze ihn und Philipp Lahm beeinflussen könnte: "Wir zwei sind südländische Typen. Da ist das kein Problem."
Australiens Nationaltrainer Guus Hiddink, als während der Pressekonferenz sein Handy klingelt: "Das ist meine Mutter."
US-Coach Bruce Arena zu seiner Befindlichkeit nach dem Ausscheiden seines Teams: "Vor vier Jahren habe ich die WM als ausgebrannter Zombie verlassen, diesmal nur als Idiot."
Ein Plakat, mit dem ghanaische Fans ihre Mannschaft nach dem 2:1 gegen die USA und dem damit verbundenen Einzug ins Achtelfinale feierten: "Die Python kann niemals das Stachelschwein verschlingen."
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit Blick auf die WM-Euphorie in Deutschland: "Wir fangen fast schon an, uns selber zu mögen."
ZDF-Experte Jürgen Klopp nach dem 0:0 zwischen Argentinien und den Niederlanden: "Das war wie Weihnachten mit nur einem Paar Socken als Geschenk."
Der niederländische Nationalstürmer Ruud van Nistelrooy nach dem 0:0 gegen Argentinien auf die Frage, wer der beste argentinische Spieler gewesen sei: "Der saß auf der Tribüne und schwenkte ein T-Shirt über dem Kopf. Sein Name ist Diego."
Michael Ballack zur Musik des 37 Jahre alten Oliver Kahn: "Was wir hören, ist schon ein bisschen moderner."
Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zum Gewitter und speziell den Blitzen, die die deutsche Mannschaft beim Abflug von Dortmund nach Berlin begleiteten: "Wir haben erst gedacht, das sind alles Fotografen."
Frankreichs Fußball-Nationaltrainer Raymond Domenech angesprochen auf die Umfrage einer Sonntagszeitung, derzufolge 69 Prozent der Befragten Weltstar Zinedine Zidane im Nationalteam durch Franck Ribery ersetzt sehen wollen: "Was soll ich sagen, ich mag diese Zahl. Nächste Frage!"
DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder auf die Frage, wie er die Pfiffe gegen die FIFA und deren Präsident Joseph S. Blatter bewertet: "Ich tröste ihn immer mit den Worten: Das passiert mir laufend."
Schwedens Pressechef Thomas Saleteg zum Besuch der schwedischen Spielerfrauen nach dem 0:0 der Tre Kronor gegen Trinidad und Tobago: "Es gibt kein Sexverbot. Es liegt an jedem Spieler selbst, wie viel Energie er in so was investieren will."
Englands Teammanager Sven-Göran Eriksson auf die Frage, wie er gerne sein Amt nach der WM aufgeben würde: "Lebendig."
WM-OK-Vize Wolfgang Niersbach über die große Zahl polnischer Fans beim Spiel gegen Ecuador in Gelsenkirchen in Anlehnung an die früheren Schalker Stars Fritz Szepan und Ernst Kuzorra, die polnische Wurzeln hatten: "Das ist eine Spätfolge von Szepan und Kuzorra."
Franz Beckenbauer über seine Hochzeit: "Wir wollten es geheim halten, und das ging nur während der WM. Es war sogar so geheim, dass im Standesamt zunächst kein Licht anging und alles dunkel war. 'So geheim braucht's ihr das auch nicht zu halten', hab ich dann gesagt, und es wurde Licht."
Schiedsrichter Markus Merk zur Frage nach dem noch nicht eingeführten Chip im Ball: "Den Chip im Ball wünschen sich die Schiedsrichter seit 1966. Da ist so ein Tor gefallen in Wembley."
Bundestrainer Jürgen Klinsmann zur öffentlichen Bitte, seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund zu verlängern: "Ich empfinde diese Zuneigungen als Kompliment, das ist mir lieber als eine Wohnsitzdebatte." (Alle Fotos: dpa)
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