Bye bye Barock: Dining, Living, Giving in Krisenzeiten
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Spüren Sie es auch schon? Dieses Bedürfnis nach neuer Einfachheit? Diesen Drang zurück in den Schoß der Natur?Bild 1 von 94 Suchen auch Sie in turbulenten Zeiten in den eigenen vier Wänden oder im Garten Ruhe und Halt?Bild 2 von 94 Glauben wir den Trendschöpfern der Einrichtungsmesse "Ambiente", dann sind Sie als Konsument der opulenten Üppigkeit und des überbordenden Barocks überdrüssig.Bild 3 von 94 Wer mit dem Spritsparauto vorm Bioladen vorfährt und Bionade statt Fanta schlürft, der will auch bei Essgeschirr und Party-Mitbringseln ein gutes Gewissen haben.Bild 4 von 94 Slow motion statt fast forward.Bild 5 von 94 Qualität statt Quantität.Bild 6 von 94 Und natürlich: Nachhaltigkeit.Bild 7 von 94 Das sind die Schlagworte, die den modernen Käufer charakterisieren.Bild 8 von 94 Die Einrichter haben also die Lohas entdeckt. Die Anhänger jenes "Lifestyle of Health and Sustainability", den auch Hollywoods Vorzeige-Ökos vorleben, wenn sie sich in biologisch erzeugte Baumwolle hüllen und mit dem Elektroauto auf dem roten Teppich vorfahren.Bild 9 von 94 Wie sich Innenarchitekten und Produktdesigner eine "Loha"-gerechte Einrichtung vorstellen und was sie sich sonst noch für Dinge ausgedacht haben, konnte man in den letzten Tagen auf der Frankfurter "Ambiente"-Messe besichtigen. Hier ein paar Impressionen:Bild 10 von 94 Zunächst widmen wir uns dem Bereich "Dining", zu deutsch Essen. Und Essen, das heißt zunächst einmal kochen. Dazu ist natürlich spezielles Gerät erforderlich.Bild 11 von 94 Eine Zitronenreibe, gerade noch von Maître Witzigmann vorgeführt und hier nochmal im Detail.Bild 12 von 94 Noch ein Starkoch: Jamie Oliver war zum Pfannenbewerben hier.Bild 13 von 94 Darf man so einen Pfannenboden eigentlich guten Gewissens auf die Herdplatte stellen?Bild 14 von 94 Ob Rucola, zarter Löwenzahn oder Feldsalat - waschen und abtropfen leicht gemacht.Bild 15 von 94 Zu schwach? Dieser starke Kerl öffnet das Glas mit der handgerührten Brombeermarmelade ohne jeden Kraftaufwand.Bild 16 von 94 Formschöne Helferlein.Bild 17 von 94 Wie nennt man so etwas? Flaschenhütchen? Deckelersatz? Egal, falls Sie schon immer der Meinung waren, dass Ihre Sprudelflaschen etwas Besseres verdienen als schnöde Alu-Drehverschlüsse, haben Sie hier die Lösung gefunden.Bild 18 von 94 Falls Sie zu jenen Köchen gehören, die Rezeptangaben sklavisch und aufs Viertel Gramm genau umsetzen, könnten diese Messlöffel eine echte Hilfe sein.Bild 19 von 94 Allen anderen dürften diese Modelle hier reichen.Bild 20 von 94 Schöner schälen.Bild 21 von 94 Schöner schneiden.Bild 22 von 94 Wer sich in der Küche Mühe gibt, will die Ergebnisse natürlich auch angemessen kredenzen.Bild 23 von 94 Dabei muss man es ja nicht übertreiben.Bild 24 von 94 Aber mehrgängige Menüs erfordern nunmal größere Gedecke.Bild 25 von 94 Zum Kaffee darf es auch etwas dezenter sein.Bild 26 von 94 Wer seinen Gästen vorher präsentiert, welch funkelndes Gerät ihren Espresso bereitet, wird auch so Eindruck schinden.Bild 27 von 94 Das Tee-Ei war gestern, heute wird der Earl Grey nicht nur funktional, sondern auch formschön bereitet.Bild 28 von 94 Der Grill als letzte Bastion ungezähmter Männlichkeit? Tja, die Herren, damit ist es vorbei. Sicher können Sie auf diesem Tischgrill auch rohes Fleisch wenden - aber besonders maskulin werden Sie dabei vermutlich nicht aussehen.Bild 29 von 94 Da können Sie sich auch gleich anderweitig nützlich machen.Bild 30 von 94 Ihre technische Kompetenz können Sie trotzdem unter Beweis stellen. Beim Wasserkochen zum Beispiel. Hübsche Farbe, oder?Bild 31 von 94 Vielleicht findet sich sogar eine passende Tasse dazu.Bild 32 von 94 Geschirr muss ja nicht immer weiß sein.Bild 33 von 94 Das beweist auch diese geradezu opulente Porzellan-Serie. Falls Sie des überbordenden Barockes doch noch nicht überdrüssig sind.Bild 34 von 94 Wollen wir doch mal sehen, wie weit es mit den Loha-Prinzipien im zweiten großen Messe-Bereich her ist: "Living". Darunter verstehen die Messemacher alles, was irgendwie nützlich ist oder aus anderen Gründen in der Wohnung herumsteht.Bild 35 von 94 Hier finden wir immerhin schonmal Zitate aus der Tierwelt. Zwar wurde Mieze nicht originalgetreu nachempfunden, doch ist das Motiv deutlich als Katze zu erkennen.Bild 36 von 94 Und diese Lampen? Erinnern sie nicht an tropische Blütenpracht?Bild 37 von 94 Und diese ist doch eindeutig von einer Pusteblume inspiriert.Bild 38 von 94 Ob Küche, Esszimmer oder Flur: Ikeas Fado-Leuchte ist omnipräsent. Dabei gäbe es doch noch zahlreiche andere erhellende Möglichkeiten.Bild 39 von 94 Dass Holz nicht nur zum Kaminbefeuerung taugt, haben Innenarchitekten schon länger festgestellt. Hier wirkt es waidmännisch-filigran.Bild 40 von 94 Wer hat eigentlich festgelegt, dass Vasen immer aus Glas oder Porzellan sein müssen?Bild 41 von 94 Diese hier erinnern an aufgepickte Straußeneier.Bild 42 von 94 Anlagen in Gold haben sich in den letzten Jahren ja wieder gelohnt.Bild 43 von 94 Und noch ein paar Vorschläge zum Thema Blumenaufbewahrung.Bild 44 von 94 Bei der Übertopf-Entwicklung scheint sich dagegen nicht allzu viel getan zu haben.Bild 45 von 94 Hier müssen wir voll auf fernöstliche Innovationskraft setzen. Die abgebildeten Modelle stammen jedenfalls aus dem Bereich "Asian Vision".Bild 46 von 94 Überhaupt, was würden wir nur ohne die Asiaten machen? Erst brachten sie uns Feng-Shui und jetzt den "Japan Style".Bild 47 von 94 Wer nicht weiß, was er sich auf den Wohnzimmertisch legen soll, wird hier vielleicht fündig.Bild 48 von 94 Auf dem Schreibtisch machen sich auf jeden Fall Ordnungshelfer gut. Diese hier sehen ganz brauchbar aus.Bild 49 von 94 Ein Teppich, der so tut, als sei er aus Stein. Von wegen Natur - alles Fake! Immerhin dürften die Kissen weicher sein, als sie aussehen.Bild 50 von 94 Aber vielleicht bevorzugen Sie ja doch eher diese Modelle.Bild 51 von 94 Vergessen Sie Klospray oder Wunderbäumchen, hier sehen Sie moderne Formen der Raumbeduftung. Sieht nicht nur besser aus, sondern dürfte auch etwas angenehmer riechen.Bild 52 von 94 Viele von den Dingen, die in unseren Häusern herumstehen, haben wir gar nicht selbst herangeschleppt. Sie wurden von mehr oder weniger wohlmeinenden Menschen als Geschenk übergeben.Bild 53 von 94 Von praktischem Nutzen sind solche Gegenstände eher selten, außer für den Käufer selbst, der auf diese Weise die "Was soll ich nur schenken?"-Frage löst.Bild 54 von 94 Auf der "Ambiente" ist alles, was unter den Oberbegriff "Schnickschnack" fällt, im "Giving"-Bereich zusammengefasst.Bild 55 von 94 Präsente, wie das hier abgebildete, sollten Sie aber nur mitbringen, wenn Sie sicher sind, dass der Beschenkte derlei Dinge sammelt oder wenn Sie auf seine Freundschaft keinen Wert legen.Bild 56 von 94 Auch Handbemaltes aus Venedig dürfte allenfalls Liebhaber erfreuen.Bild 57 von 94 Mit savanneninspirierter Tischwäsche könnte man immerhin bei Afrikafreunden Punkte sammeln.Bild 58 von 94 Und sicher findet auch ein blaues Flügelross irgendwo freudige Aufnahme.Bild 59 von 94 Mit der spitzengemusterten Porzellanbulldogge werden Sie, je nach Kitsch-Affinität des Empfängers, Schreie des Entzückens oder des Entsetzens hervorrufen.Bild 60 von 94 Und auch am Glitzerhasen dürften sich die Geister scheiden.Bild 61 von 94 Generell gilt: Vorsicht bei Nippes aller Art. Falls der Beschenkte einen Hang zum Purismus oder - schlimmer noch - zum Messietum hat, beglücken Sie ihn lieber mit verzehrbaren oder sonstwie zu verbrauchenden Waren.Bild 62 von 94 Badepralinen beispielsweise müssen nicht ewig in der Wohnung herumliegen, sondern lösen sich ruckzuck von selbst auf, wenn man des Anblicks überdrüssig ist.Bild 63 von 94 Beim Seifenstück dauert das etwas länger. Zudem bleibt hier auch noch die Schale zurück. Doch für sie wird sich wohl auch weiter Verwendung finden.Bild 64 von 94 Besonders heikel sind Geschenke, die der Dekoration der Person dienen sollen. Sie erfordern genaue Kenntnis des Geschmacks des Beschenkten. Kleiner Tipp: Ihrer flippigen 15-jährigen Nichte werden Sie mit der Knopftasche schätzungsweise keinen großen Gefallen tun.Bild 65 von 94 Das gleiche gilt für extravagante Ketten. Was Ihnen möglicherweise trendy erscheinen mag, ist eher bei Grünen-Politikerinnen jenseits der 50 angesagt.Bild 66 von 94 Möglicherweise haben Sie hiermit mehr Glück. Wir wollen aber nichts versprechen.Bild 67 von 94 Erinnern Sie sich eigentlich noch an das Boxenluder-Phänomen? Naja, war nur so ein Gedanke...Bild 68 von 94 Wer einen Pubertierenden beschenken will, muss meist erstmal in Erfahrung bringen, welcher Jugendkultur sich die Zielperson denn nun zugehörig fühlt. Bei kleinen Kindern ist das ganze etwas einfacher.Bild 69 von 94 Einem Loha-Kind schenkt man zum Beispiel handgenähte Mäuse.Bild 70 von 94 Ob kartoffelförmige "Freaky Friends" die Sympathie der lieben Kleinen gewinnen können, ist fraglich. Aber ein zuversichtliches Lächeln ist ja ein Anfang.Bild 71 von 94 Glauben Sie an das Gute im Kinde? Daran, dass die eigene Phantasie der Playstationwelt haushoch überlegen ist? Dann versuchen Sie Ihr Glück doch mal mit solch possierlichen Stab-Puppen.Bild 72 von 94 Warme Füße mögen Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Dabei können diese aladdinesken Filzpantoffeln gute Dienste leisten.Bild 73 von 94 Haben Sie schonmal jemandem einen Korb gegeben und der hat sich dann gefreut? Hier kann Ihnen das passieren. Bei Nichtgefallen lässt sich das gute Stück auch einfach zusammenklappen.Bild 74 von 94 Wir verlassen sie wunderbare Welt des "Giving" und widmen uns zu guter Letzt ein paar echten Siegertypen. Ein fester Bestandteil der "Ambiente"-Messe ist die Vergabe des "Design-Plus" Preises.Bild 75 von 94 Wer schaffte es diesmal die hammerharte Jury des Rates für Formgebung und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags zu überzeugen? Sehen Sie selbst:Bild 76 von 94 Sehr sommerlich sieht diese aufladbare LED-Lampe zwar nicht aus, trotzdem heißt sie "August".Bild 77 von 94 Die Eier sind nur Deko, prämiert wurde das doppelwandige Alessi-Tablett "Disco Volante".Bild 78 von 94 Hier verspricht immerhin der Name Natürlichkeit: "Forest".Bild 79 von 94 Nicht zu verwechseln mit "Forrest Gump". Nein, das in der Mitte ist nicht Tom Hanks. Das ist ein Zahnstocherhalter zwischen Salz- und Pfefferstreuern.Bild 80 von 94 Nochmal Salz und Pfeffer, diesmal als Mühlen und unter dem Namen "Bowling".Bild 81 von 94 Ein weiteres sympathisches Duo: Die Speiseeis-Former "Scoop & Stack".Bild 82 von 94 Bei diesen Griffen können auch große Hände zupacken: "Function 4" von WMF.Bild 83 von 94 "GreenPan Dubai". Eigentlich viel zu schön zum Schmutzigmachen.Bild 84 von 94 Für eine formvollendete und vor allem brandblasenfreie Performance in der Küche: "MamaMia". Aber was genau hat es eigentlich mit der Bezeichnung "Elternhandschuh" auf sich?Bild 85 von 94 Und auch unter einem "Fusselhandschuh" konnten wir uns bis jetzt nichts Konkretes vorstellen. Hier hängt nun einer, neben dem Küchenschwamm "Sponge".Bild 86 von 94 Noch mehr Konkurrenz für Sponge-Bob: Die Öko-Reinigungsschwämme "Goodbye detergent!"Bild 87 von 94 Gläser aus der Türkei: "Happycell". Leider nicht stapelbar.Bild 88 von 94 Macht Trinken wirklich glücklich? Wenn es in der "HappyHour" kommt, vielleicht schon.Bild 89 von 94 "Jar Tops" statt Altglascontainer. Die praktischen Aufsätze ermöglichen Einweggläsern eine längerfristige Karriere.Bild 90 von 94 In einer gut ausgestatteten Küche darf eine Zitrusreibe nicht fehlen. Vielleicht das Modell "Palm Zester".Bild 91 von 94 Wie "Peel Appeal" funktioniert, können wir Ihnen leider auch nicht erklären. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder? Und angeblich kann das Gerät sogar Käse schneiden.Bild 92 von 94 "Secret Fish" müssen Sie nicht unbedingt mit Gräten füllen. Die Mehrzweckboxen eignen sich auch für allerlei andere Dinge.Bild 93 von 94 Wenn Sie sich dagegen gefiederte Freunde machen wollen, versuchen Sie es doch mal mit der Futterstelle "Bird feeder". Vielleicht wissen ja auch die Vögel schönes Design zu würdigen. (Text: Isabell Noé, Bilder: Messe Frankfurt Exhibition GmbH)Bild 94 von 94
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