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Bilderserie: Drama, Drama, Drama - Türkei schockt Tschechien

 
Im Gruppenendspiel Türkei ...

Im Gruppenendspiel Türkei ...

... gegen Tschechien konnte es nur einen Sieger geben.

Bei einem Remis nach 90 Minuten winkte den Fans ein Elfmeterschießen, das über den Einzug ins Viertelfinale entschieden hätte.

Beide Teams zeigten sich aber gewillt, es nicht auf ...

... das Lotteriespiel ankommen zu lassen.

Die Tschechen setzten im Angriff wieder auf Jan Koller.

In der Anfangsphase hatte der alternde Sturmriese jedoch sichtlich Mühe, ...

... sich gegen die türkische Abwehr durchzusetzen.

Die Partie war in der ersten Viertelstunde durchaus ruppig.

Dass sie nicht unfair wurde, verhinderte der konsequente Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt (Schweden) mit zwei frühen Verwarnungen.

Eine davon verdiente sich der türkische Brasilianer Mehmet Aurelio.

Flach spielen, hoch gewinnen, heißt eine vielzitierte Fußball-Weisheit. Der gepflegte Flachpasse in die Spitze wäre auch für die Türken gegen ungemein kopfballstarke Tschechen ...

... ein probates Mittel gewesen. Doch in der Anfangsphase stand ...

... das Team von Fatih Terim zunächst vor allem sicher in der Abwehr.

Die aktivere und spielbestimmende Mannschaft in Genf waren die Tschechen.

Fast folgerichtig gelang dem Team von Karel Brückner auch der erste Paukenschlag.

Nachdem Koller ...

... und Lubor Sionko noch die Führung verpasst hatten, ...

... war erneut Koller in der 34. Minute doch noch zur Stelle.

Natürlich traf er nicht mit dem Fuß, ...

... sondern per Kopf.

Nach Flanke von Zdenek Grygera beförderte Koller ...

... den Ball vorbei ...

... am türkischen Keeper Volkan Demirel ...

... zum 1:0 für Tschechien ins Netz.

Riesenjubel bei den tschechischen Fans, die mit ihrem Team zu diesem Zeitpunkt im Viertelfinale gegen Kroatien standen.

Bis zur Pause tat sich nicht mehr allzuviel. Die Tschechen verwalteten den knappen Vorsprung.

Die Türken hatten gefühlt 99 Prozent Ballbesitz, kamen aber nicht zu Torchancen.

Erst nach der Halbzeitpause und einer wahrscheinlich flammenden Ansprache vom inzwischen tobenden "Imperator" Terim ...

... spielten die Türkei zur Freude ihrer trotz Rückstands enthusiastischen Fans ...

... endlich zielstrebiger Richtung tschechisches Tor.

Als der Ausgleich für die Türkei nur noch eine Frage der Zeit schien, ...

... schlugen die Tschechen in der 62. Minute in Gestalt von Sionko eine Flanke in den türkischen Strafraum und in Gestalt von Jaroslav Plasil eiskalt zu.

Plasil überwand Volkan aus kurzer Distanz.

2:0 für Tschechien.

Die Partie in Genf schien entschieden, ...

... der türkische Traum vom Weiterkommen (und der von n-tv.de vom Elfmeterschießen in der Vorrunde) geplatzt.

Doch das Team von Fatih Terim gab sich nicht auf und bewies wie schon gegen die Schweiz Moral.

Arda Turans Anschlusstreffer ...

... zum 1:2 in der 75. Minute ...

... sorgte wieder für Hoffnung unter den türkischen Fans.

Dass es noch zur Wende in einem schon verlorenen Spiel reichte, hatten die inzwischen überlegenen Türken dem Tschechen Petr Cech zu verdanken.

Erst ein haarsträubender Fehler des Weltklassekeepers ...

... ermöglichte Nihat Kahveci in der 88. Minute ...

... den verdienten 2:2-Ausgleich gegen die immer löchrigere tschechische Abwehr.

Cech hatte den Ball nach einer Flanke fallen gelassen, ...

... Nihat das Geschenk ...

... dankend angenommen.

So mancher im Stadion bereute nach diesem Lapsus plötzlich seine Kleiderwahl.

Weil Elfmeterschießen immer Glückssache ist und man sein Glück (oder das Pech der anderen) nicht überstrapazieren soll, trug sich der Ausgleichsschütze Nihat in der 89. Minute kurzerhand erneut in die Torjägerliste ein.

Bei seinem schönen Schuss ...

... von der Strafraumgrenze ...

... war Cech diesmal chancenlos.

Statt 2:1 für Tschechien ...

... oder 2:2 und damit im Elfmeterschießen ...

... endete eine verrückte Partie in Genf mit entrücktem Jubel ...

... weil 3:2 für die Türkei.

Denn in der Nachspielzeit gelang nur noch Keeper Volkan ein Treffer. Nach einer Tätlichkeit gegen Jan Koller ...

... flog der Torhüter mit Rot vom Platz. Damit fehlt er den Türken auf jeden Fall im Viertelfinale gegen Kroatien.

Die schier überbordende Freude auf dem Rasen, ...

... und außerhalb des Stadions konnte das nicht trüben. "Wir sind im Viertelfinale! Geht alle feiern, geht auf die Straßen, genießt dieses Gefühl, das uns die Spieler heute gegeben haben", gab Coach Terim den türkischen Fans mit auf den Weg.

Diese kamen der Aufforderung nicht nur in der Türkei mit Wonne nach. Auch in Deutschland feierten Türken ausgelassen den Sieg ihrer Nationalmannschaft.

In den Innenstädten jubelten fahnenschwingende Türken auch Stunden nach dem Abpfiff noch über das Erreichen des Viertelfinales. (alle Bilder AP, dpa)

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