Nachdem Knut seinen ersten Geburtstag gefeiert hat und mittlerweile ziemlich erwachsen aussieht, ...Bild 1 von 49 ... beschert uns nun der Nürnberger Tiergarten neue Eindrücke aus der Babywelt der Eisbären.Bild 2 von 49 Wie haben wir es früher, in der präknutschen Ära, bloß ohne die tägliche Dosis Eisbärbaby ausgehalten?Bild 3 von 49 Gerieten wir damals regelmäßig beim Anblick von Lars, dem kleinen Eisbären, in Verzückung? Können wir uns daran inzwischen bloß nicht mehr erinnern?Bild 4 von 49 Eisbärbabys haben deutsche Zoos schon seit Jahrzehnten zu bieten. Schließlich war auch Eisbärdama Vilma, die jetzt für traurige Schlagzeilen aus Nürnberg sorgte, ...Bild 5 von 49 ... einmal klein. Sie wurde 2002 in Rostock geboren. Und im Karlsruher Zoo sind seit den 70er Jahren über 20 Jungbären aufgezogen worden.Bild 6 von 49 Da haben wir uns - scheint's - einiges entgehen lassen. So z.B. auch diesen süßen Fratz, der 1996 im Rostocker Zoo das Licht der Welt erblickte.Bild 7 von 49 Nun gut, Vilma und ihre Geschwister waren, ...Bild 8 von 49 ... anders als Knut, keine verwaisten Flaschenkinder.Bild 9 von 49 Und außerdem wollten wir die traurigen Auswirkungen des Klimawandels lange Zeit einfach nicht wahrhaben.Bild 10 von 49 Jedenfalls haben wir einen enormen Nachholbedarf an Einblicken in die bärige Kinderstube.Bild 11 von 49 An Eisbärbaby-Bildern können wir uns nicht sattsehen. Oder?Bild 12 von 49 Da freuen wir uns umso mehr, dass das kleine Polarbär-Mädchen in Nürnberg wohlauf ist. Bisher hat es die Trennung von seiner Mutter gut überstanden.Bild 13 von 49 Doch erst, wenn es drei Monate alt ist und richtig läuft, könne man durchatmen, sagt Zoo-Vize Helmut Mägdefrau.Bild 14 von 49 Man sei optimistisch, dass die Handaufzucht gelinge. Aber noch könne es zu Infektionskrankheiten oder Entwicklungsstörungen kommen.Bild 15 von 49 Etwa alle drei Stunden bekommt die Kleine die Flasche (gefüllt mit Kunstmilch), ...Bild 16 von 49 ... dazwischen schläft sie. So gehört sich das für ein Eisbärbaby in ihrem Alter.Bild 17 von 49 "Es ist ein absolut ruhiges und braves Baby", sagt Mägdefrau. Sie sei kräftig, wohlgenährt und putzmunter.Bild 18 von 49 Zurzeit kann sie nur tapsen, strampeln und schreien.Bild 19 von 49 Doch ihre Umwelt kann die kleine Eisbärlady bald vollständig wahrnehmen. Denn ihre Augen haben sich bereits geöffnet.Bild 20 von 49 Bislang sieht sie allerdings wahrscheinlich nur Licht und Schatten. Und sie schielt noch ein wenig.Bild 21 von 49 "Es ist schon ein ganz anderes Gefühl als wenn die Lider geschlossen sind", sagte Tierpflegerin Petra Fritz.Bild 22 von 49 Sie war die erste, die dem Eisbärbaby in beide Augen schauen durfte.Bild 23 von 49 Der Zustand des kleinen Bären ist weiterhin stabil.Bild 24 von 49 Um die Wärmeversorgung zu sichern, wird die Kleine, wie einst auch Knut, mit einer Infrarot-Lampe bestrahlt.Bild 25 von 49 Schon jetzt ist sie der neue Star im Nürnberger Tiergarten. Gerade einmal vier Wochen war sie alt, als sie von ihrer Mutter Vera getrennt werden musste.Bild 26 von 49 Vera hatte sich vorbildlich um ihr Kleines gekümmert, ...Bild 27 von 49 ... doch dann habe sie es aus der Bruthöhle geholt und kreuz und quer durch das Gehege getragen.Bild 28 von 49 Die Eisbärmutter versuchte, das Baby in einem Heubett zu verstecken. Mehrmals ließ sie dabei das Junge fallen.Bild 29 von 49 Vera wirkte hektisch und verstört.Bild 30 von 49 Diese Verhaltensänderung veranlasste die Tierpfleger schließlich dazu, einzugreifen. Man befürchtete, die Bärin könne das Junge vernachlässigen oder ihm etwas antun.Bild 31 von 49 Das war ja erst wenige Tage zuvor in der Wurfbox von Eisbärdame Vilma passiert. Vilmas Jungtiere waren nicht mehr auffindbar.Bild 32 von 49 Wahrscheinlich waren sie krank und wurden daher - wie in der Raubtierwelt durchaus üblich - von ihrer Mutter gefressen.Bild 33 von 49 Der Tiergarten erntete für seine Devise, nicht in die Aufzucht einzugreifen, harsche Kritik. Bei Veras Baby änderte er seine Position vor allem deshalb, weil dieses Tier "eindeutig überlebensfähig" sei.Bild 34 von 49 Darüber, warum Vera das Baby plötzlich so nervös durchs Gehege trug, lassen sich nur Vermutungen anstellen. Nürnbergs Bürgermeister Förther vermutet, dass der Medienrummel Vera in Stress versetzt haben könnte.Bild 35 von 49 Es gebe Filmaufnahmen, die bewiesen, dass sich Kamerateams dem Gehege weiter genähert hätten als erlaubt.Bild 36 von 49 Die Trennung von ihrem Jungen sorgte bei der Bärin für weitere Aufregung.Bild 37 von 49 Überall hat sie das Kleine gesucht.Bild 38 von 49 Doch mittlerweile ist wieder Ruhe eingekehrt in der Eisbärenanlage.Bild 39 von 49 Bis wir Veras Nachwuchs live im Nürnberger Tiergarten zu Gesicht bekommen, dauert es noch ein Weilchen. Ende März, um Ostern herum, könnte es so weit sein.Bild 40 von 49 Doch solch einen Rummel wie um Knut will Nürnberg vermeiden.Bild 41 von 49 "Der Tiergarten bleibt ein Tiergarten und wird kein Zirkus", betont Bürgermeister Förther. Das Wohl des Bären stehe im Mittelpunkt.Bild 42 von 49 Deshalb wolle man auch versuchen, einen weiteren kleinen Bären nach Nürnberg zu holen. Das Baby solle nicht allein aufwachsen, sondern einen Spielgefährten haben. Dazu stehe man im Kontakt mit dem Zoo in Moskau.Bild 43 von 49 Die Fangemeinde der kleinen Bärin hat derweil nach einem passenden Namen für sie gesucht. Vorschläge wie "Tapsiline" oder "Smilla" gingen im Tiergarten ein.Bild 44 von 49 Von ihren Pflegern wurde das Weibchen "Flocke" genannt.Bild 45 von 49 Und dabei bleibt es nun auch.Bild 46 von 49 Die Idee von Heinz Wanner, der als Aushilfe im Nürnberger Tiergarten beschäftigt ist, konnte sich also nicht umsetzen. "Man sollte sie Knibbel nennen", fand Wanner. "Dann haben wir ein Gegenstück zum Knut. Vielleicht", so meinte er, ...Bild 47 von 49 ... "kommen die beiden ja 'mal zusammen, dann könnte es sogar bald eine Eisbären-Hochzeit geben."Bild 48 von 49 Und nach der Hochzeit? Na, das weiß doch jedes Kind: Da kommen die Babys. Wunderbar! So bliebe uns unsere tägliche Dosis erhalten.Bild 49 von 49