Israelische Kampfflugzeuge haben am Freitag zum dritten Mal innerhalb von 24 Stunden den internationalen Flughafen von Beirut bombardiert.Bild 1 von 43 Auch in Wohnvierteln Beiruts schlugen Geschosse ein.Bild 2 von 43 Die israelische Luftwaffe bombardierte das Hauptquartier der radikal-islamischen Hisbollah im Süden der libanesischen Hauptstadt.Bild 3 von 43 Ein Bombenkrater inmitten der Stadt. Nach libanesischen Krankenhausangaben wurden bei dem Luftangriff auf die Schiiten-Vororte von Beirut mindestens 52 Menschen verletzt.Bild 4 von 43 Die israelische Armee hat es insbesondere auf die Infrastruktur abgesehen.Bild 5 von 43 Zahlreiche Brücken im Libanon wurden zerstört.Bild 6 von 43 Auch ein Elektrizitätswerk nahe Beirut soll in der Nacht getroffen worden sein.Bild 7 von 43 Mehrere Angriffe gab es zudem auf die wichtige Verkehrsroute zwischen Beirut und der syrischen Hauptstadt Damaskus.Bild 8 von 43 Die Al-Damour-Brücke ist inzwischen unpassierbar.Bild 9 von 43 Israelische Kampfflugzeuge griffen nach Angaben der libanesischen Polizei auch den Stützpunkt einer radikalen Palästinensergruppe im Osten des Libanons an.Bild 10 von 43 Das Lager der Volksfront für die Befreiung Palästinas-Generalkommando (PFLP-GC) ist nur zwei Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt.Bild 11 von 43 Die Gruppe wird von Damaskus aus unterstützt.Bild 12 von 43 Die Straße nach Damaskus sei ins Visier genommen worden, um zu verhindern, dass die beiden vor zwei Tagen von der Hisbollah verschleppten israelischen Soldaten außer Landes gebracht würden, erklärte das israelische Militär.Bild 13 von 43 Israel betrachtet die Entführung als kriegerischen Akt und reagiert mit der Offensive im Libanon.Bild 14 von 43 Immer wieder wurde in den vergangenen Stunden der Flughafen von Beirut unter Beschuss genommen.Bild 15 von 43 Am Donnerstagabend hatte die israelische Luftwaffe bereits mehrere Treibstofftanks in Brand geschossen.Bild 16 von 43 Davor waren die Rollbahnen durch Raketeneinschläge beschädigt worden.Bild 17 von 43 Der Flughafen war bereits nach dem ersten Angriff am Donnerstagmorgen geschlossen worden.Bild 18 von 43 Ob das massive Bombardement eine angemessene Reaktion auf die Entführung der beiden Soldaten darstellt, ist international umstritten. Nach der EU und den UN riefen auch die USA Israel zur Zurückhaltung auf.Bild 19 von 43 Israels Ministerpräsident Ehud Olmert ordnete allerdings eine Intensivierung der Angriffe auf den Libanon an. Nur diese Sprache würde die von Syrien und dem Iran unterstützte Hisbollah verstehen, so Olmert.Bild 20 von 43 Aber durch die Raketen werden nicht nur Brücken und Rollbahnen beschädigt.Bild 21 von 43 Überall im Südlibanon schlugen Geschosse in Häuser und Wohngebiete ein.Bild 22 von 43 Fieberhaft wird unter den Trümmern nach Verschütteten gesucht.Bild 23 von 43 Und es gibt Verletzte ...Bild 24 von 43 ... und Tote. Über 50 sollen es auf libanesicher Seite schon sein.Bild 25 von 43 Auch Israel beklagt zahlreiche Opfer.Bild 26 von 43 Denn die Hisbollah beantwortete den israelische Angriff mit einem heftigen Beschuss Nordisraels. Etwa 80 Raketen wurden auf israelische Orte abgefeuert.Bild 27 von 43 Reste einer Katjuscha-Rakete in Nordisrael.Bild 28 von 43 Im nordisraelischen Nahariya wurde ein Wohnhaus voll getroffen.Bild 29 von 43 Mehrere Zivilisten und Militärangehörige wurden teils schwer verletzt.Bild 30 von 43 Am Donnerstagabend schlugen zwei Katjuscha-Raketen in der drittgrößten israelischen Stadt Haifa ein.Bild 31 von 43 Israel bezeichnete den Angriff auf Haifa als "schwere Eskalation". Die Hisbollah bestritt inzwischen, diese Raketen abgefeuert zu haben.Bild 32 von 43 Die Menschen in Nordisrael sind entsetzt. Auch wenn die Entführung der beiden israelischen Soldaten nur "das Fass zum Überlaufen" brachte:Bild 33 von 43 Dass man sich mit einem Mal in den Luftschutzbunkern wiederfindet, erschreckt die Bewohner der Orte im Norden Israels.Bild 34 von 43 Im Südlibanon suchen die Menschen nicht die Bunker auf: Sie fliehen.Bild 35 von 43 Tausende haben sich in den vergangenen Stunden auf den Weg Richtung Syrien gemacht.Bild 36 von 43 Die Kommentatoren der europäischen Presse sind sich einig. Sie sehen die Gefahr eines Krieges in Nahost. Die Verantwortung für die Eskalation wird bei der radikal-islamischen Hisbollah sowie Syrien und dem Iran gesehen - aber auch bei Israel.Bild 37 von 43 Der "Corriere della Sera" (Mailand) befürchtet: "Der im Nahen Osten ausgebrochene Krieg könnte sich als sehr viel ernster und von längerer Dauer erweisen, und er könnte auch Syrien und den Iran direkt hineinziehen."Bild 38 von 43 "Le Monde" (Paris) schreibt: "Freuen über diese Eskalation können sich Hamas und Hisbollah, aber auch Teheran und Damaskus, ihre treuen Unterstützer."Bild 39 von 43 Die "Washington Post" sieht es ähnlich: "Bei aller Diplomatie darf die falsche Verlockung der 'Ausgewogenheit' nicht die Tatsache verschleiern, dass die Hisbollah und ihre Unterstützer die Kämpfe angezettelt haben und für die Folgen verantwortlich gemacht werden müssen."Bild 40 von 43 "Dagens Nyheter" (Stockholm) meint dagegen: "Als libanesische Hisbollah-Guerillas zwei israelische Soldaten gefangen nahmen, war das eine Untat. Aber Israels Einmarsch im Libanon war auf der anderen Seite eine wesentlich ernstere Maßnahme. Israel ist ganz einfach zu weit gegangen."Bild 41 von 43 "Israel muss sich beschränken auf sehr gezielte Aktionen, die die Täter treffen und die Zivilbevölkerung unversehrt lassen. Sonst spielt es den Terroristen in die Hände", kommentiert "Trouw" (Amsterdam).Bild 42 von 43 Abschließend die ernüchternde Analyse des "Tages-Anzeiger" (Zürich): "Auf der internationalen Bühne ist kein Akteur auszumachen, der den politischen Willen und die Macht hätte, eine gerechte und umfassende Lösung durchzusetzen. So bleibt das Feld den Falken überlassen."Bild 43 von 43