Bilderserie: Jahrhundertprozess gegen die Attentäter von Madrid
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Dreieinhalb Jahre nach den Anschlägen auf vier Madrider Pendlerzüge stehen die mutmaßlichen Bombenleger und deren Helfer vor Gericht.Bild 1 von 44 In dem "Jahrhundertprozess" müssen sich in Madrid 29 Angeklagte wegen der verheerendsten Terrorakte in der spanischen Geschichte verantworten.Bild 2 von 44 Bei den Anschlägen am 11. März 2004 waren 191 Menschen getötet ...Bild 3 von 44 ... und 1.824 verletzt worden.Bild 4 von 44 Die Staatsanwaltschaft fordert für die sieben Hauptangeklagten jeweils fast 40.000 Jahre Haft.Bild 5 von 44 Sieben mutmaßliche Bombenleger, darunter zwei mutmaßliche Anführer der Terroristen, werden nicht auf der Anklagebank sitzen.Bild 6 von 44 Sie hatten sich drei Wochen nach den Anschlägen selbst in die Luft gesprengt, als sie in einer Wohnung in der Madrider Vorstadt Leganés von der Polizei umstellt worden waren.Bild 7 von 44 Dabei kam auch ein Polizist um Leben, der in der Statistik als das 192. Opfer der Anschläge geführt wird.Bild 8 von 44 Ein weiterer soll im Irak getötet worden sein, drei Hauptverdächtige befinden sich noch auf der Flucht.Bild 9 von 44 Ein spanischer Minderjähriger wurde bereits von einem Jugendgericht für den Verkauf von Sprengstoffen an die islamistische Zelle zu einer Haftstrafe verurteiltBild 10 von 44 Die - zu einem großen Teil aus Marokko stammenden - Angeklagten gehörten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft einer islamistischen Terrorzelle an, die zwar nicht direkt zu El Kaida gehörte, sich aber von dem internationalen Netz beeinflussen ließ.Bild 11 von 44 Ein Aufruf von Osama bin Laden im Oktober 2003 zu Terrorakten in aller Welt bewegte laut Anklageschrift die Gruppe dazu, mit der Planung der Anschläge zu beginnen.Bild 12 von 44 Am Morgen des 11. März 2004 bestiegen vermutlich 13 Terroristen in Alcalá de Henares vier Züge nach Madrid.Bild 13 von 44 Jeder trug eine Sporttasche mit einer Bombe bei sich.Bild 14 von 44 Vor der Ankunft in der Hauptstadt stiegen die Bombenleger aus und zündeten die Sprengsätze per Handy.Bild 15 von 44 Zehn Bomben explodierten, zwei wurden von der Polizei mit kontrollierten Sprengungen unschädlich gemacht.Bild 16 von 44 Die 13. Bombe wurde erst später in einer Sporttasche in einer Polizeidienststelle entdeckt.Bild 17 von 44 Dieser intakte Sprengsatz lieferte den Fahndern die entscheidende Spur zur Aufdeckung der Terrorzelle.Bild 18 von 44 Unter den Angeklagten sind drei mutmaßliche Bombenleger, die Marokkaner Jamal Zougam (33) ...Bild 19 von 44 .. und Abdelmajid Bouchar (23) ...Bild 20 von 44 ... sowie der Syrer Basel Ghalyoun (26).Bild 21 von 44 Außerdem gehören zu dem Hauptangeklagten der Ägypter Rabei Osman el Sayed (35) ...Bild 22 von 44 und der Marokkaner Hassan el Haski (43), die als die ideologischen Anführer der Gruppe gelten, ...Bild 23 von 44 ... der Marokkaner Youssef Belhadj (30), der auf einem Video als Sprecher in Erscheinung trat, ...Bild 24 von 44 ... und der Spanier José Emilio Suárez Trashorras (30), der den Sprengstoff aus einem Bergwerk haben soll.Bild 25 von 44 Die Staatsanwaltschaft fordert für sie je 38.490 Jahre Haft.Bild 26 von 44 Weitere Anklagepunkte sind terroristischer Mord, versuchter Mord und Beschädigung öffentlichen Eigentums.Bild 27 von 44 Anderen wird die Fälschung von Dokumenten, Drogenhandel zur Finanzierung der Anschläge und die Beschaffung des Sprengstoffes vorgeworfen.Bild 28 von 44 Im Falle einer Verurteilung müssen die Angeklagten nach spanischem Recht höchstens 40 Jahre verbüßen.Bild 29 von 44 Der Prozess findet nicht im Gebäude des Nationalen Gerichtshofs statt, sondern in einer Messehalle im Stadtpark Casa de Campo, die die Polizei mit ihren Sicherheitsvorkehrungen in eine wahre Festung verwandel hat..Bild 30 von 44 Die 18 Angeklagten, die in Untersuchungshaft sind, nehmen in einer abgeteilten Zelle aus schusssicherem Glas an der Verhandlung teil. Die elf weiteren Verdächtigen sitzen offen auf der AnklagebankBild 31 von 44 Ein Teil des Saales ist für die 26 Anwälte der Verteidigung und 23 Vertreter der Anklage reserviert.Bild 32 von 44 Darunter sind auch Repräsentanten von drei Opferverbänden.Bild 33 von 44 Jeder Angeklagte darf eine Bezugsperson als Zuschauer einladen. Im Publikumsbereich ist zudem ein kleiner Teil der Plätze für Opfer und Angehörige der bei den Anschlägen Getöteten reserviert.Bild 34 von 44 Das Gericht hat über 600 Zeugen und 100 Sachverständige angehört.Bild 35 von 44 Die Richter und ...Bild 36 von 44 Ermittler standen unter einem enormen politischen Druck.Bild 37 von 44 Drei Tage nach den Anschlägen hatten die Sozialisten (PSOE) überraschend die Parlamentswahlen gewonnen und die konservative Volkspartei (PP) von der Macht verdrängt.Bild 38 von 44 Dieses Trauma hat die PP nicht überwunden. Sie legt der PSOE heute noch zur Last, in Folge der Anschläge an die Regierung gekommen zu sein.Bild 39 von 44 Der damalige PP-Ministerpräsident José María Aznar hatte zunächst die baskische Untergrundorganisation ETA für die Anschläge verantwortlich gemacht.Bild 40 von 44 Spaniens Konservative suchen heute noch nach Anhaltspunkten, die die ETA mit den Anschlägen in Verbindung bringen könnten.Bild 41 von 44 Die Ermittler schlossen eine Täterschaft der ETA jedoch aus.Bild 42 von 44 Eine Vorladung von Aznar, wie sie von Nebenklägern gefordert wurde, lehnten die Richter aber ab.Bild 43 von 44 Den Opfern werden selbst höchste Haftstrafen für die Täter nicht ihr Leben vor den Anschlägen zurückgeben, aber viele erhoffen sich wenigstens so etwas wie Genugtuung.Bild 44 von 44
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