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Dienstag, 03. März 2009

"FC Hosenscheißer": Krise beim FC Barcelona

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Bis vor kurzem ließen die Fußballer des FC Barcelona ...

Bis vor kurzem ließen die Fußballer des FC Barcelona ...

Bis vor kurzem ließen die Fußballer des FC Barcelona ...

... ihre Gegner erzittern und verzweifeln.

Nun steckt ihnen selbst die Angst in den Gliedern.

Die Elf um Lionel Messi, ?

? Samuel Eto'o und ?

? Thierry Henry, die den Titelgewinn in Spaniens Primera División fast schon sicher zu haben schien, ...

... spürt nun den Atem des Verfolgers Real Madrid im Nacken.

Mit Barças 3:4-Niederlage bei Atlético Madrid schmolz der Vorsprung vor den "Königlichen" auf vier Punkte zusammen.

"Barcelona zittert wie ein Wackelpudding", meinte die Zeitung "El País" anschließend.

Das Madrider Sportblatt "Marca" höhnte gar: "Atletico Madrid 4 - FC Hosenscheißer 3".

Das Team von Trainer Josep Guardiola, ?

? das vor kurzem noch mit seinem spektakulären Kombinationsspiel sich selbst und die Fußballwelt in Entzücken versetzt hatte, ?

? zeigt plötzlich ungewohnte Schwächen.

In nur zwei Wochen verspielte Barça ...

... acht seiner zwölf Punkte Vorsprung.

Dabei hatten die Katalanen am Sonntagabend bei Atlético zunächst wie der sichere Sieger ausgesehen.

Henry (18. Minute) ?

? und Messi (30.) schossen einen 2:0-Vorsprung heraus.

Aber dann zeigte sich, dass Reals Serie von zehn Siegen in Serie den Barça-Kickern an den Nerven zerrt. Der Tabellenführer erlitt eine Art Panikattacke ...

... und ließ sich die Partie durch jeweils zwei Tore von Diego Forlán (32./78./Foulelfmeter) ?

? und Sergio "Kun" Agüero (35./86.) noch aus der Hand nehmen.

Es half auch nicht, dass Henry die Gäste nach dem 2:2-Ausgleich in der 73. Minute wieder mit 3:2 in Führung brachte.

Der Einbruch des nach 22 Ligaspielen in Serie ohne Niederlage vor kurzem noch fast als unschlagbar scheinenden Barça-Teams versetzt Fans und Medien in helle Aufregung.

Das in Barcelona erscheinende Fachblatt "Sport" schrieb in großen Lettern das Wort "Krise" auf seinen Titel.

"El Mundo Deportivo" protestierte: "Nun reicht es!"

Trainer Guardiola kann sich die Schwächephase nicht erklären.

"Wir spielen nach wie vor Torchancen heraus, ..."

"... aber viele davon vergeben wir."

"Die Gegner dagegen begnügen sich mit Fernschüssen und hauen uns die Bälle ins Tor."

Spielmacher Xavi warnt aber davor, in Pessimismus zu verfallen: "Wir sind nach wie vor Erster. Das ist doch nicht schlecht."

Auch Barcelonas graue Eminenz Johan Cruyff sieht die Lage nicht als dramatisch an: "Für mich hat Barça die stärkere Elf, und im Fußball gewinnt am Ende fast immer der Bessere."

Dennoch können die Madrilenen, die am Wochenende 2:0 bei Espanyol Barcelona gewannen, ihr Glück kaum fassen.

Real hatte den Titel eigentlich schon verloren gegeben ?

? und sich nach der Entlassung von Trainer Bernd Schuster darauf konzentrieren wollen, die Qualifikation für die Champions League zu sichern.

Nun ist die Titelverteidigung wieder in greifbare Nähe gerückt und in Barcelona wird man sich mit Schrecken daran erinnern, dass man in der vergangenen Spielzeit für den Erzrivalen sogar Spalier stehen musste.

Reals Clubchef Vicente Boluda ist jedoch bemüht, die aufkommende Euphorie zu drosseln.

"Wir haben zehn Spiele hintereinander gewonnen, aber das Schwerste steht uns noch bevor."

Reals Mittelfeldspieler Guti träumt bereits öffentlich vom Titel: "Es wäre schön, wenn wir am letzten Spieltag den Titel holen könnten."

Er weiß aber auch: "Wir sind von ihren Patzern abhängig."

Barça-Coach Guardiola ist jedoch sicher, dass sein Team die Kurve kriegen wird - und demonstriert Gelassenheit: "Wir werden uns wieder aufrichten, die Dinge korrigieren und hart arbeiten."

"Ich habe großes Vertrauen in meine Spieler."

Dass die Mannschaft müde sei und deshalb den von Guardiola geforderten Power-Fußball derzeit nicht spielen könne, ...

... dementiert Stürmerstar Henry: "Die Niederlage hat nichts damit zu tun. Ich fühle mich fit, und der Rest der Mannschaft auch."

Allerdings: Mit nur noch vier Punkten Vorsprung auf den Rekordmeister hat man den Titel eigentlich schon verspielt. Glauben Sie nicht?

Fragen Sie mal beim FC Bayern nach.

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