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Unmengen an Schnee haben Washington und Umgebung in ein fast schon kitschiges Winter-Wonderland verwandelt - und die gesamte Region gelähmt.
In der US-Hauptstadt blieben am Montag Ministerien und Behörden geschlossen, U-Bahnen und Busse fahren nur eingeschränkt.
In den am stärksten betroffenen Bundesstaaten Maryland und Virginia sollen die meisten Schulen bis einschließlich Dienstag geschlossen bleiben.
In Maryland lag mancherorts mehr als ein Meter Schnee, viele Straßen blieben unbefahrbar.
Wer sich am Morgen auf den Weg zur Arbeit machte, hatte mit spiegelglatten Straßen zu kämpfen.
Auf den Bürgersteigen türmen sich teils mannshohe Schneewälle. Für diesen Dienstag sagen die Meteorologen schon wieder neuen Schnee voraus.
Der kniehohe Schnee vom Wochenende führte nach Medienangaben zu akuten Behinderungen im Nah- und Fernverkehr und betraf auch die großen Nachbarstädte Philadelphia und Baltimore.
Von den drei großen Flughäfen der Ostküsten-Region hatte am Sonntagabend nur Baltimore eine Piste geöffnet, der Dulles International Airport bei Washington und der Reagan National Airport (Bild) stellten ihren Betrieb ein.
Unter der Last des Schnees gaben zahlreiche Dächer und Überlandleitungen nach, Zehntausende waren ohne Strom.
Die Behörden stellten beheizte Notquartiere bereit.
Angesichts vereister Straßen blieben die Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Der Schneesturm - von Medien "Snowpocalypse" und "Snowmaggeddon" getauft - hatte den betroffenen Regionen am Wochenende an manchen Stellen Neuschnee von bis zu einem knappen Meter beschert.
Damit müsste doch was anzufangen sein, dachten sich Jugendliche, die sich bei Facebook zu Mega-Schneeballschlachten in Washington verabredeten.
In Erwartung des "Monstersturms" hatten viele Einwohner der Region bereits am Freitag die Super- und Baumärkte gestürmt und Lebensmittel, Kerzen, Batterien sowie Schneeschippen gehamstert. Viele Regale waren wie leer gefegt.
Das ganz große Chaos blieb dann aus - wohl auch, weil Wochenende war und die meisten Leute wie empfohlen zu Hause blieben ...
... oder nur für romantische Spaziergänge auf die Straße gingen.
Allerdings steckten hunderte Lkw fest und blockierten die Straßen. In Virginia kamen zwei Menschen ums Leben. Sie wurden von einem Räumfahrzeug überrollt, als sie einem steckengebliebenen Autofahrer helfen wollten.
Mehr als zehn Menschen, darunter auch Kinder, mussten wegen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Familien hatten Holzkohlen-Grills und einen gasgetriebenen Generator im Haus als zusätzliche Heizung benutzt, nachdem der Strom ausgefallen war.
Die Räumdienste hoffen, bis zu den neuen erwarteten Schneefällen am Dienstagnachmittag (Ortszeit) so viele Straßen wie möglich freigeräumt zu haben.
"Es ist eine langsame und mühselige Arbeit", sagte Neil Pedersen von der Straßenverwaltung in Maryland der "Washington Post". "An manchen Kreuzungen liegen zwei bis zweieinhalb Meter hohe Schneehügel, die weggeschoben werden müssen."
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