Lebensgefährliches Volksfest: Pamplona feiert es wieder und wieder
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Die Stiere sind los.Bild 1 von 49 Pamplona in Nordspanien feiert sein alljährliches Volksfest. Mit einem Raketenschuss vom Rathausbalkon wird am 7. Juli die tägliche Stierhatz eröffnet, die bis zum 14. Juli dauert.Bild 2 von 49 Für viele endete der Lauf schmerzlich.Bild 3 von 49 Einer der Stiere blieb stehen, drehte sich um, ...Bild 4 von 49 ... und ging auf die Läufer und Zuschauer los.Bild 5 von 49 Fast 80 Menschen wurden verletzt.Bild 6 von 49 Unter ihnen auch ein Deutscher.Bild 7 von 49 Der 26-Jährige erlitt bei einem Sturz eine Gehirnerschütterung.Bild 8 von 49 Allein sieben Teilnehmer wurden von den bis zu 600 kg schweren Bullen auf die Hörner genommen und mussten in Krankenhäusern notoperiert werden.Bild 9 von 49 Von Glück reden kann da, wer nur durch die Luft gewirbelt wurde.Bild 10 von 49 Traditionsgemäß jagen bei der Stierhatz sechs Kampfstiere und sechs zahme Leitochsen...Bild 11 von 49 ...junge Draufgänger durch die Altstadt von Pamplona.Bild 12 von 49 Ein "großer Spaß" zu Ehren des Heiligen San Fermín.Bild 13 von 49 Im Volksmund wird das seit dem 16. Jahrhundert gefeierte Volksfest "Sanfermines" genannt.Bild 14 von 49 Die tägliche Hatz ("encierro") führt über eine Strecke von 825 m zur Stierkampfarena.Bild 15 von 49 Rette sich,...Bild 16 von 49 ... wer kann.Bild 17 von 49 Besser, man ist fit, ...Bild 18 von 49 ... hat noch nicht zu viel getrunken ...Bild 19 von 49 ... und die Schuhe gut geschnürt.Bild 20 von 49 Dann rennt es sich auch besser.Bild 21 von 49 Zum Outfit der jungen Männer, der so genannten "mozos", gehören weiße Hosen und Hemden sowie rote Halstücher und Schärpen.Bild 22 von 49 Als "Waffe" gegen den Ansturm der durchschnittlich 600 kg schweren Tiere dürfen die Möchtegern-Toreros nichts weiter als eine zusammengerollte Zeitung mit sich tragen.Bild 23 von 49 Das große Volksvergnügen kann für Einzelne sehr schmerzhaft und sogar tödlich enden.Bild 24 von 49 Dieses Jahr wurden schon am zweiten Tag der Stierhatz zwei Läufer auf die Hörner genommen und schwer verwundet.Bild 25 von 49 Quetschungen, Prellungen, Schrammen und Knochenbrüche - rund 180 Teilnehmer wurden in diesem Jahr bisher verletzt.Bild 26 von 49 Für viele Teilnehmer endete das Spektakel im Krankenhaus, manche Männer mussten notoperiert werden.Bild 27 von 49 Die Bilanz des Sommers 2005 belief sich auf rund 500 Verletzte. 2006 wurden schon am ersten Tag des Festes 40 Männer verletzt. Oft sind unerfahrene Urlauber die Opfer.Bild 28 von 49 Während die echten "mozos" sich monatelang auf die Hatz vorbereiten, riskieren viele Ausländer auf der Suche nach dem ultimativen Adrenalinkick jedes Jahr leichtsinnig Kopf und Kragen.Bild 29 von 49 Nicht selten gehen sie nach einer durchzechten Nacht auf die Strecke, versuchen, die Stiere zu reiten oder zu packen.Bild 30 von 49 Damit bringen sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr: Die Tiere bleiben stehen, wenden und gehen gezielt auf einzelne Läufer los.Bild 31 von 49 Seit 1924 sind bei den traditionellen Stiertreiben ("encierros") 14 Läufer ums Leben gekommen, zuletzt 2003 ein 62-jähriger Spanier. Im Jahr 2006 erlitt ein 31-Jähriger aus den USA eine Querschnittslähmung.Bild 32 von 49 Die meisten Verletzungen gehen indes nicht auf die Stiere zurück, sondern auf Stürze von Teilnehmern.Bild 33 von 49 Denn oftmals ist der Andrang auf der Strecke so groß, dass die Läufer sich gegenseitig behindern und auf dem holprigen Kopfsteinpflaster stolpern.Bild 34 von 49 Zu den "204 Stunden Fiesta nonstop" kommen jedes Jahr Besucher aus aller Welt.Bild 35 von 49 Auch Ex-Basketball-Star Rodman war 2004 dabei.Bild 36 von 49 Berühmt wurde das Treiben durch Hemingways Roman "Fiesta".Bild 37 von 49 Als der Schriftsteller die Stierhatz in den 1920er Jahren erstmals miterlebte, verirrten sich kaum mehr als eine Hand voll Fremde dorthin.Bild 38 von 49 Zu den diesjährigen Stierrennen werden mehr als eine Million Besucher in der 250.000-Einwohner-Stadt erwartet.Bild 39 von 49 Abgesperrte Seitenstraßen verhindern, dass die Tiere auf der Strecke zur Arena ausreißen und die Zuschauer gefährden.Bild 40 von 49 Für die "mozos" können schmale Öffnungen in der Absperrung die Rettung bedeuten.Bild 41 von 49 Die Stiere rennen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h durch die Altstadt Pamplonas.Bild 42 von 49 Eine Hatz dauert meist keine vier Minuten.Bild 43 von 49 Abends werden sie in einem Stierkampf noch einmal vorgeführt und in der Regel getötet.Bild 44 von 49 Begnadigt werden nur besonders mutige Tiere oder potentielle Zuchtbullen.Bild 45 von 49 Wo Stiere aufgespießt werden, bleiben Proteste von Tierschützern meist nicht aus.Bild 46 von 49 In Pamplona äußert sich der Unmut über die traditionsreiche Tierquälerei gerne nackt.Bild 47 von 49 Aber nicht alle Frauen unter den Demonstranten verfolgen die Agenda der Stierkampf-Gegner. Mit dem Slogan "Kühe wollen rennen" fordern einige Spanierinnen inzwischen ihre eigene Fiesta in Pamplona.Bild 48 von 49 Denn Frauen dürfen im 21. Jahrhundert zwar an der alten Tradition teilnehmen, die Mehrheit der "Toreros für einen Tag" sind jedoch noch immer Männer.Bild 49 von 49
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