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Bilderserie: Podolski lässt Deutschland jubeln

 
Dank Lukas Podolski hat ...

Dank Lukas Podolski hat ...

... die deutsche Nationalmannschaft auf der "Bergtour" zum europäischen Fußball-Gipfel den ersten Anstieg erklommen.

Der Münchner erzielte beim 2:0 (1:0) im Auftaktspiel gegen Polen beide Tore und sicherte damit den ersten deutschen EM-Sieg seit zwölf Jahren.

Podolski traf vor 30.000 Zuschauern im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt in der 20. und 72. Minute.

Der Auftakterfolg ist ein gutes Omen für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): Viermal hatte sie zuvor ihr erstes Spiel bei einer EM-Endrunde gewonnen, jedesmal erreichte sie danach auch das Endspiel.

Dreimal gewann sie dann auch den Titel, zuletzt 1996 in England.

Damals war dem DFB-Team im Finale das bis zum Spiel gegen Polen letzte Stürmertor und auch der letzte Sieg in einem EM-Spiel gelungen.

In Klagenfurt zeigte die deutsche Mannschaft von Beginn an, dass sie die schwarze Serie von 12 Jahren ohne Sieg beenden wollte.

Vor allem Lukas Podolski, von Bundestrainer Joachim Löw wie erwartet im linken Mittelfeld aufgeboten, wusste zu gefallen.

In der 20. Minute zeigte Podolski trotz Mittelfeldparts, dass er eigentlich ein Torjäger ist.

Ein Zuspiel von Klose aus abseitsverdächtiger Position verwandelte er ohne Probleme zum 1:0.

Der polnische Keeper Artur Boruc war chancenlos.

Allerdings: Zu diesem Zeitpunkt hätte es schon längst 1:0 für Deutschland stehen müssen.

Klose und Mario Gomez brachten aber in der 4. Minute das Kunststück fertig, das beinahe leere polnische Tor nicht zu treffen.

Der Bayern-Stürmer lief nach einem Pass von Michael Ballack alleine auf Boruc zu, legte dann aber "uneigennützig" quer auf den mitgeeilten Gomez.

Der rutschte in den Ball, traf ihn aber nur mit der Fußspitze. So kullerte das Spielgerät statt ins leere Tor um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

Die erste Chance des Spiels hatten aber die Polen gehabt - dank Jens Lehmann.

Der deutsche Keeper zeigte nach 30 Sekunden bei einer Flanke von Wojciech Lobodzinski eine erste Unsicherheit und ließ den Ball vor die Füße von Jacek Krzynowek prallen.

Der Mittelfeldspieler vom Bundesligisten VfL Wolfsburg schoss aber über die Latte.

Während der deutsche Sturm gut harmonierte, wirkten Lehmann und seine unmittelbaren Vorderleute zunächst wenig sicher und nicht gut aufeinander abgestimmt.

Als Unruheherd auf polnischer Seite erwies sich vor allem Lobodzinski, der nach dem EM-Aus des verletzten Jakub Blaszczykowski von Borussia Dortmund in die Mannschaft gerückt war.

Marcell Jansen hatte auf der linken Abwehrseite große Mühe mit dem Angreifer von Wisla Krakau, ...

... der erst Lehmann mit einem gefährlichen Schuss prüfte (28.) ?

? und einige Minuten später die beste Chance der Polen auflegte: Der Schuss von Maciej Zurawski rollte aber knapp am deutschen Tor vorbei (36.).

Zur Pause stand es folgerichtig 1:0 für Deutschland, weil nur Lukas Podolski getroffen hatte.

Nicht nur für sein Tor wurde er von Hansi Flick in der Pause gelobt. "Er bringt viel Schwung nach vorne", befand der deutsche Assistenztrainer nach der ersten Halbzeit.

Doch nach den schwungvollen ersten 45 Minuten entwickelte sich im zweiten Spielabschnitt ein zäher Kampf.

Die deutsche Mannschaft, bei der Kapitän Michael Ballack bemüht war, jedoch keine entscheidenden Akzente zu setzen vermochte, konnte sich nach Wiederanpfiff zunächst nicht mehr überzeugend in Szene setzen.

Die polnischen Fans schöpften neue Hoffnung.

Ihr Team wurde immer stärker.

Der Ausgleich lag in der Klagenfurter Luft.

Er fiel aber nicht.

In der 70. Minute leitete Kapitän Ballack mit seiner besten Szene die vorgezogene Schlussoffensive der DFB-Elf ein.

Mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zwang er Torhüter Artur Boruc zu einer Glanzparade.

Kurz darauf säbelte Klose nach einer Hereingabe des eingewechselten Schweinsteiger über den Ball.

Das Glück für Klose und Deutschland: Podolski stand goldrichtig ...

... und jagte den Ball mit perfekter Schusstechnik ...

... unhaltbar zum zweiten Mal ...

... ins Tor (72.) der Polen.

Damit war die Partie entschieden. Zwar landete der Ball kurz vor Schluss noch einmal am rechten Pfosten des deutschen Tors.

Doch hinter sich greifen musste Jens Lehmann an diesem Abend nur nach einem Abseitstor durch Ebi Smolarek.

"Das erste Spiel zu gewinnen, ist immer besonders wichtig. Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Die Mannschaft hat sich diesen Sieg redlich verdient", befand Bundestrainer Löw nach der Partie.

Polens Coach Leo Beenhakker erkannte die Überlegenheit des Gegners an, betonte aber: "Ein Großteil des Spiels haben wir auf einem Niveau mit der deutschen Mannschaft gespielt. Ich habe einen Moment gedacht, ...

... dass wir unentschieden spielen könnten. Natürlich sind wir sehr enttäuscht, das ist aber normal."

Ausruhen will sich die DFB-Elf auf dem wichtigen Sieg nicht, betonte Christoph Metzelder: "Wir freuen uns über den guten Auftakt, aber jetzt müssen wir weiter Gas geben."

Und die deutschen Fans? Feierten den Erfolg auf ihre Weise.

Unerfreulich: In Klagenfurt musste die Polizei 140 deutsche Hooligans festnehmen, die polnische Fans mit rassistischen Beleidigungen provozieren wollten.

Andernorts in Klagenfurt und auch in Wien, Salzburg oder Bregenz feierten deutsche, ...

... polnische, ...

... österreichische ...

... und kroatische Fans jedoch friedlich miteinander.

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