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Ladies and Gentlemen, the First Lady of the United States, Mrs. Michelle Obama.
Da ist sie nun, the first black First Lady im Weißen Hause.
Viele haben es ja schon immer gewusst, ...
... und sie war voller Hoffnung, ...
... selbstbewusst, ...
... aber nicht unbedingt siegessicher.
Michelle Obama.
Die möchte man zur Freundin haben (Foto: mit Moderatorin Oprah Winfrey), ...
... als Schwester - und wenn auch nur im Geiste (Foto: mit Jill Biden, der Frau von Obamas Vizepräsident Joe Biden), ...
... als Mutter (mit Töchterchen Sasha).
Zur Frau!
Glückspilz Barack Obama.
Ihm ist das gelungen. Er hat sie. Und nun ...
... kann sie beweisen, "dass sie eine großartige First Lady" wird, ...
... wie ihre Mutter (links im Bild) ...
... in einem eingespielten Video auf dem Parteitag der Demokraten voraussagte.
"Lasst uns auf unsere Träume hören und nicht auf unsere Ängste", forderte sie die Anhänger ihres Mannes auf ...
... und sprach von dem "Hunger nach Wandel", den ihr Ehemann stillen werde.
Sie hat vieles richtig gemacht, ...
... aber immer noch hängt ihr ein Fehler nach, über den sie Anfang 2008 stolperte: ...
... Sie hatte gesagt, die Nominierung ihres Mannes habe sie zum "ersten Mal in meinem Leben stolz auf Amerika gemacht" ...
Uups, das verzeiht ein echter Amerikaner nicht so leicht, und deswegen waren ihre Beteuerungen wie: "Ich liebe dieses Land!" zwar ein Grund zum Jubel für die eh schon Überzeugten, ...
... die Zweifler jedoch hatte sie damit noch nicht auf ihrer Seite.
Noch nicht!
Denn so schnell gab Michelle Obama sich nicht geschlagen.
Sie hat nicht umsonst in Princeton und Harvard studiert, ...
... einen Doktortitel in Jura ...
... und auch an Selbstbewusstsein mangelt es ihr nicht gerade.
"Ich habe eine große Klappe", sagte sie einmal über sich selbst.
Okay - manche finden: zu groß.
Es sind diese Leute, die auch finden, dass eine Frau an der Seite eines so mächtigen Mannes bitte keine Hosenanzüge tragen sollte ...
... und den Redefluss ihres Mannes auf keinen Fall zu unterbrechen hat.
Es war aber auch schwierig, eine Verbindung zu allen und jedem zu bekommen: ...
Patriotin sollte sie sein, ...
... liebevolle Mutter, ...
... loyale Ehefrau, ...
... Repräsentantin des Landes, ...
... mit den Großen (Foto: Maria Shriver, Ehefrau von Arnold Schwarzenegger und Kennedy-Clan-Sprössling) ...
... und Mächtigen (Foto: mit Ex-US-Präsident Jimmy Carter) sollte sie umgehen können, ...
... mit den Reichen und ...
... Schönen auf Du und Du sein, ...
... den Sorgen und Nöten der Armen und Unterdrückten gegenüber aber auch immer ein offenes Ohr haben.
Darüberhinaus durfte sie bitte schick sein, ...
... aber auch nicht zu modisch!
Diese Ansprüche schien sie im Laufe des Wahlkampfes aber alle zu erfüllen!
So wie ihr Mann sich wie mit einem Ritterschlag als legitimer Kennedy-Nachfolger bezeichnen durfte, ...
... wurde Michelle Obama bereits der Titel "Schwarze Jacqueline Kennedy" zugewiesen.
Anfangs behagte es ihr ganz und gar nicht, selbst ins Rampenlicht zu treten.
Und tatsächlich sind ihr zu Beginn des Wahlkampfs ihres Mannes ein paar Schnitzer unterlaufen.
"Ich will kein unrealistisches Bild von uns malen", meinte sie damals etwas hilflos.
Eigentlich wollte sie damit bloß andeuten, dass Familie Obama auch nur mit Wasser kocht.
Das wollten die Leute aber nicht hören.
Aus den Patzern hat sie gelernt.
Die Frau, die nun die erste schwarze First Lady der US-Geschichte ist, ...
... bewegt sich mittlerweile geradezu entspannt in der Öffentlichkeit.
Zu übersehen ist die 1964 geborene nicht.
1,80 Meter groß, ...
... elegant, ...
... stilsicher, ...
... und durchtrainiert.
Sie stehe jeden Morgen um 4.30 Uhr auf, um Frühsport zu machen, sagt sie.
Diszipliniert ist sie also!
Eine Frau zum Anlehnen.
Fast schon unheimlich, wie sie das alles meistert.
Aber: Disziplin und eiserner Wille gehörten von jeher zu den Eigenschaften von Michelle Obama.
Aufgewachsen ist sie in einfachen Verhältnissen in der South Side Chicagos, dem armen Schwarzenviertel.
Ihr Vater war Schlosser bei den Wasserwerken, die Mutter (links) Sekretärin.
An einen sozialen Aufstieg habe sie zunächst nicht geglaubt, bekannte Michelle Obama.
Nirgendwo sei es ihr so bewusst geworden, was es heißt, eine Schwarze zu sein, wie in ihrer Zeit an der Eliteuniversität Princeton.
Egal wie "liberal und offen die weißen Professoren und Studenten" waren, ...
... sie selbst habe sich auf dem feinen Campus stets nur als "Besucherin" gefühlt.
Nach dem Studium trat sie in ein renommiertes Anwaltsbüro in Chicago ein, ...
... dort lernte sie auch ihren Mann kennen. Barack Obama wurde ihr damals als Praktikant zugewiesen.
Er brach das Eis zwischen ihnen, ...
... indem er sie zu einem Eis einlud.
So einfach ist das.
1992 heiratete das Paar.
Über ihre Ehe sagt Michelle Obama, sie und ihr Mann ergänzten sich "als Partner, ...
... Freunde ...
... und Liebende in vielen Bereichen".
"Am meisten mag ich es, Barack in meine Arme zu nehmen ...
... und umgekehrt."
Später gab sie den Job in der Anwaltspraxis auf ...
... und engagierte sich zeitweise wie ihr Mann in der Sozialarbeit.
1998 wurde Tochter Malia ...
... und 2001 Sasha geboren.
Zusammen repräsentieren sie die perfekte Familie für einen Präsidenten.
Die Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur ihres Mannes habe sie zunächst skeptisch beurteilt, sagt sie.
Barack Obama nennt sie seinen "Fels".
Sie sei der Mensch, mit dem er alles berede.
"Sie ist klug, ...
... und sie sagt mir Dinge, die sich andere nicht trauen würden."
Auf die Frage, ob seine Schwiegermutter ebenfalls ins Weiße Haus einzieht, hatte Obama nach der Wahl noch ausweichend geantwortet. Er schreibe seiner Schwiegermutter nicht vor, was sie tun soll; er sei ja nicht verrückt, witzelte er.
Jetzt steht fest: Zumindest vorläufig wird Michelles Mutter dort wohnen. Sie hatte sich schon im Wahlkampf um die Mädchen gekümmert, wenn Mama und Papa auf Tour waren.
"Die Obamas werden ein neues Bild von schwarzen Familien vermitteln, die üblicherweise als kaputt und lieblos dargestellt werden", freut sich Gerrie Summer im Magazin "Today's Black Women".
Michelle und Barack Obama inspirierten Paare, bessere Eltern und Partner zu werden, "einfach schon wenn man beobachtet, wie diese Familie miteinander umgeht".
Michelle Obama wird wie andere First Ladys vor ihr ehrenamtliche Aufgaben übernehmen. Aber sie hat stets betont, dass ihr Hauptjob der einer "First Mommy" bleibt; sie will alles tun, damit die beiden Mädchen ...
... mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben und möglichst normal aufwachsen können: "Die Kinder sind unsere Welt." (Text: Sabine Oelmann; Fotos: AP / dpa)
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