Bilderserie: Ruinen, Kadaver, Ödland - Griechenland nach den Bränden
Bilderserien
Apokalyptische Szenen in Griechenland: Die Feuerwalze hat Dörfer in Ödnis verwandelt und Dutzende Menschen das Leben gekostet.Bild 1 von 51 Wachsender Protest und bald anstehende Wahlen zwingen die griechische Regierung nun zum Handeln.Bild 2 von 51 Eine Anti-Terror-Einheit soll die Polizei bei der Ermittlung von Brandstiftern unterstützen.Bild 3 von 51 Unabhängige Experten sind skeptisch, ob das zusätzliche Personal die wütend eingeforderten Ergebnisse liefert.Bild 4 von 51 Die Ursachen für die Brände und besonders für die schnelle Ausbreitung der Feuer sind vielfältig: Kriminalität, Grundstücksspekulation, Fahrlässigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber der Natur.Bild 5 von 51 Die Staatsanwaltschaft hat sogar eine Untersuchung angeordnet, ob das vorsätzliche Entfachen eines Waldbrands als terroristischer Akt oder organisiertes Verbrechen eingestuft werden kann.Bild 6 von 51 Die Bewohner der verbrannten griechischen Erde ...Bild 7 von 51 ... behaupten seit langem: "Diese Feuer werden bewusst verursacht, das geschieht die ganze Zeit", so die 45-jährige Adrianna Katsiki.Bild 8 von 51 Inzwischen hat die Regierung Belohnungen bis zu einer Million Euro für Hinweise auf Brandstifter ausgesetzt.Bild 9 von 51 Die Schäden dagegen gehen in den Milliardenbereich.Bild 10 von 51 Die häufigsten Motive für Brandstiftung sind offenbar Bodenspekulation und Streit zwischen Nachbarn.Bild 11 von 51 Die Erschließung von neuem Bauland durch Brandstiftung ist vor allem dort zu beobachten, wo die Immobilienpreise hoch sind - in Küstenregionen oder in der Umgebung von Athen.Bild 12 von 51 Der Ruf nach einer europäischen Feuerwehr greift deshalb auch zu kurz. Der Fehler steckt im schattenwirtschaftlichen Bebauungssystem:Bild 13 von 51 Wenn der Baumbestand nach einem Feuer entfernt ist, bebauen die Besitzer die Grundstücke, bestechen die Mitarbeiter der Forstbehörde oder des örtlichen Planungsamts, ...Bild 14 von 51 ... lassen den Schwarzbau notariell registrieren und müssen dann wenig Angst haben, dass ein illegal errichtetes Haus wieder abgerissen wird.Bild 15 von 51 Die Vereinigung von Immobilienmaklern empfiehlt vor diesem Hintergrund die Einrichtung eines nationalen Waldregisters.Bild 16 von 51 Wenn ein Stück Land als Waldgebiet ausgewiesen ist, nützt Spekulanten auch ein Feuer nichts.Bild 17 von 51 Schließlich bleibt die Registrierungskategorie erhalten.Bild 18 von 51 In Griechenland schreibt außerdem ein Gesetz vor, abgebrannte Waldflächen wieder aufzuforsten.Bild 19 von 51 Die Ausführungsbestimmungen für das Gesetz scheinen die zuständigen Behörden in der Vergangenheit jedoch nicht so wichtig genommen zu haben.Bild 20 von 51 Anders ist es kaum erklärbar, dass seit den 70er Jahren fast eine Million Hektar Wald abgebrannt ist und nicht einmal 15 Prozent dieser Fläche wiederaufgeforstet worden ist. Darunter leiden jetzt die Bewohner der Dörfer.Bild 21 von 51 So fordert auch der griechische EU-Umweltkommissar, Stavros Dimas, es müsse nun zügig mit der Wiederaufforstung begonnen werden.Bild 22 von 51 Im Kernland des Peloponnes fällt die Bodenspekulation als Motiv für Brandstiftung jedoch weg.Bild 23 von 51 "Die betroffenen Gebiete sind keine vorrangigen Regionen für die Landentwicklung", sagt der Forstexperte Nikos Bokaris.Bild 24 von 51 Die Bodenpreise sind nicht hoch, und sie fallen eher, wenn keine Bäume mehr auf den Grundstücken stehen.Bild 25 von 51 Für die kommenden Generationen sind die verbrannten Wälder ein bedrückendes Erbe.Bild 26 von 51 "Neben den ökologischen Konsequenzen haben die Feuer auch eine irreparable soziale ...Bild 27 von 51 ... und wirtschaftliche Katastrophe verursacht", sagt Bokaris.Bild 28 von 51 Die Brandkatastrophe könnte jedoch außerdem der Beginn der nächsten Heimsuchung für die Bergregionen sein.Bild 29 von 51 Die verbrannten Gebiete sind der Erosion durch Regen und Wind schutzlos ausgesetzt.Bild 30 von 51 In der Folge werden örtlich gewaltige Überschwemmungen oder Erdrutsche erwartet.Bild 31 von 51 EU-Umweltkommissar Stavros Dimas sagte in einem Interview: "Es könnte bei Regenfällen zu Überschwemmungen kommen, weil der verbrannte Boden so trocken ist, dass das Regenwasser nicht versickern kann."Bild 32 von 51 Alle Seiten sollten auf diesen Fall vorbereitet sein, mahnte Dimas.Bild 33 von 51 Trotzdem wollen die Überlebenden bleiben, auch wenn ihre Häuser zerstört sind.Bild 34 von 51 "Ich werde drei Olivenhaine anlegen, ein paar Kaninchen holen und damit leben. Wir bleiben hier", sagt eine junge Frau aus dem Dorf Mákistos im Westen der Halbinsel Peloponnes.Bild 35 von 51 Die Alteingesessenen werden vermutlich tatsächlich bleiben, ...Bild 36 von 51 ... aber EU-Kommissar Dimas ist nicht sicher, ob dieses Beispiel wirklich Schule macht:Bild 37 von 51 "Vielen Bauern ist die Existenz unter den Füßen weggebrannt. Das führt zu Arbeitslosigkeit und zum Verlust fest gefügter sozialer Strukturen", so der Kommissar.Bild 38 von 51 Die Behörden fürchten eine massive Landflucht von arbeitslosen Bauern und ehemaligen Dorfbewohnern, die nach den Bränden in die Stadt ziehen.Bild 39 von 51 Landesweit sind etwa 110 Dörfer völlig zerstört, zusammen mit der Ernte, Olivenplantagen und dem Vieh.Bild 40 von 51 Die Behörden befürchten, dass tausende Häuser ein Raub der Flammen geworden sind. Überall liegen Kadaver herum: Seuchen könnten ausbrechen, die Brunnen vergiftet werden.Bild 41 von 51 Nach den Erlebnissen der vergangenen Tage vermuten die Menschen überall Brandstifter. Wen die Dorfbewohner nicht kennen, der gilt als möglicher Feuerleger.Bild 42 von 51 Die Brände haben allein zwischen dem 24. und 26. August ein fast 200.000 Hektar großes Gebiet vernichtet, eine Fläche von der doppelten Größe Berlins.Bild 43 von 51 Umweltverbände fordern, die EU müsse für alle Länder die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder vorschreiben, um ein natürliches Immunsystem in der Natur gegen Brände aufzubauen.Bild 44 von 51 Touristenziele wie das antike Olympia haben trotz der schweren Schäden zum Teil wieder für Besucher geöffnet.Bild 45 von 51 Die Anlage in Olympia wurde noch über Generatoren mit Strom versorgt.Bild 46 von 51 Große Teile der Grün- und Waldanlage rund um das Museum und das Stadion sind schwer beschädigt. Die Zypressen und Pinien entlang des Alfeios-Flusses und rund um das Stadion sind größtenteils verbrannt.Bild 47 von 51 Die wertvollen Ausstellungsstücke im Museum blieben dagegen unversehrt.Bild 48 von 51 Hätte das Feuer auf den antiken Marmor übergegriffen, wäre er zu Kalk verbrannt.Bild 49 von 51 Beschädigt wurde lediglich die Anhöhe über dem Heiligen Hain, die unter dem Namen "Hügel des Kronos" bekannt ist.Bild 50 von 51 Dort findet jeweils einige Monate vor den Sommer- und Winterspielen das Zeremoniell zur Entfachung des Olympischen Feuers statt.Bild 51 von 51
BilderserieRuinen, Kadaver, Ödland - Griechenland nach den Bränden