Deutschlands Jahrhunderttorhüter: Sepp Maier ist 65
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Er war ein Torwart-Idol ...Bild 1 von 57 | Foto: picture-alliance / dpa... und Trophäen-Sammler.Bild 2 von 57 Er ist ein "Gaudi-Bursch" ...Bild 3 von 57 ... und Entertainer.Bild 4 von 57 Nur Lust aufs Altenteil hat Sepp Maier nicht.Bild 5 von 57 Der Fußball-Weltmeister von 1974 ...Bild 6 von 57 ... denkt am 65. Geburtstag nicht an Rente, ...Bild 7 von 57 ... auch wenn er ein halbes Jahr nach seinem Abschied als Torwarttrainer beim FC Bayern München längst kürzertreten könnte.Bild 8 von 57 "Ich will gar keinen Ruhestand haben. Denn dann wird man alt, noch älter vom Geist her, meine ich", sagt Maier.Bild 9 von 57 "Wenn man nix mehr plant in seinem Leben, kann man sich gleich eingraben lassen."Bild 10 von 57 Dazu passt, dass Maier seinen Ehrentag nicht mit seinen Liebsten daheim in Bayern, ...Bild 11 von 57 ... sondern "oben bei den Preußen" in Berlin verbringt. Im Internationalen Congress Centrum steht er auf der Bühne - als Magier in der Musik-Show "Das Überraschungsfest der Volksmusik" mit Florian Silbereisen.Bild 12 von 57 "Ist doch lustig. Es sind viele Leute da zum Feiern - und ich muss nichts bezahlen."Bild 13 von 57 Schauspieler, das wollte der "Karl Valentin des Fußballs" schon als Kind werden, ehe der am 28. Februar 1944 im niederbayerischen Metten geborene Maier zu "Deutschlands Torhüter des Jahrhunderts" wurde.Bild 14 von 57 "Wenn man etwas im Fußball-Geschäft erreichen will, muss man sich auch ein bisschen im Schauspiel-Geschäft auskennen", meint Maier: "Der Umgang mit den Leuten ist gleich."Bild 15 von 57 Die "Katze von Anzing" wusste die Menschen zu begeistern.Bild 16 von 57 Als Torwart, Torwarttrainer und Entertainer, der Stadien unterhalten konnte.Bild 17 von 57 "Der Fußball ist nicht mehr primär in meinem Leben", erzählt Maier ein knappes halbes Jahr nach seinem Ausscheiden als Torwarttrainer beim FC Bayern.Bild 18 von 57 Er nahm im Mai 2008 gemeinsam mit seinem langjährigen Schützling Oliver Kahn Abschied.Bild 19 von 57 Es war eine Zäsur in seinem Leben.Bild 20 von 57 "Ich war seit meinem 15. Lebensjahr beim FC Bayern - aber es musste mal sein. Ich kann ja nicht, bis ich hundert bin, dort sein. Aber Wehmut war schon dabei."Bild 21 von 57 Maier stand als Fußballer für Erfolg.Bild 22 von 57 Krönung war die WM 1974 im eigenen Land, wo er erst das legendäre Sparwasser-Tor gegen die DDR kassierte ...Bild 23 von 57 ... und dann den Titel gewann.Bild 24 von 57 Auch mit dem FC Bayern gewann er viele nationale und internationale Trophäen, darunter der Landesmeisterpokal 1974.Bild 25 von 57 "Das waren schon die Highlights in meinem Leben."Bild 26 von 57 Er ist aber keiner, der sagt, dass früher alles besser war. Dass die Spieler heutzutage viel mehr Geld verdienen, findet er gut.Bild 27 von 57 Dafür konnte er sich in den 70er Jahren mit Franz Beckenbauer und Paul Breitner am Abend vor Spielen noch Schweinshaxe und Weißbier schmecken lassen.Bild 28 von 57 "Wir haben gegessen, was uns geschmeckt hat. Die Spieler von heute müssten mal wieder zu diesen alten Gewohnheiten zurückkehren - vielleicht spielen sie dann besser."Bild 29 von 57 Zum Image des gelernten Maschinenschlossers, der auch Betreiber eines Tennisparks ist, gehört neben den sportlichen Erfolgen in 95 Länder- und 473 Bundesliga-Spielen sowie seinen lockeren Sprüchen, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt.Bild 30 von 57 Das bekam auch Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann zu spüren, der ihn als damaliger Bundestrainer im Oktober 2004 im Zuge des Torwartstreits Kahn-Lehmann am Ende einer Iran-Reise als Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft rausschmiss.Bild 31 von 57 Maier hatte sich, wieder einmal, allzu parteiisch gegen Jens Lehmann und ...Bild 32 von 57 ... für Oliver Kahn als Nummer 1 im Tor der deutschen Nationalmannschaft ausgesprochen.Bild 33 von 57 Jenen Kahn, den er auch beim FC Bayern trainierte.Bild 34 von 57 Der Rauswurf aus der Nationalmannschaft hat Maier tief verletzt, "ich war schließlich fast 20 Jahre dabei".Bild 35 von 57 Und zwar erfolgreich: Franz Beckenbauer hatte ihn 1987 zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) geholt. 1990 wurden die beiden langjährigen Weggefährten in Italien auch als Trainer gemeinsam Weltmeister.Bild 36 von 57 Noch mehr als sein Rausschmiss ärgerte Maier die spätere Degradierung von Oliver Kahn zur Nummer 2 bei der WM 2006.Bild 37 von 57 "Es war nicht fair, was Klinsmann mit ihm gemacht hat."Bild 38 von 57 Der Torwart Maier hätte anders reagiert, wenn ihm Derartiges bei der WM 1974 widerfahren wäre. "Ich hätte den Bundestrainer abgemurkst."Bild 39 von 57 Zum 65. Geburtstag gibt sich Maier versöhnlich.Bild 40 von 57 Das, was damals mit Klinsmann vorgefallen ist, sei "kein Problem mehr".Bild 41 von 57 Mit Kahn ist er weiterhin in Kontakt. Man spielt gemeinsam Golf.Bild 42 von 57 Maier rechnet auch mit einem Comeback des "Titans" im Fußball - aber nicht als Trainer. "Ich sehe ihn eher im Management."Bild 43 von 57 Der Maier Sepp selbst ist trotz mancher Showeinlagen, wie hier im Duett mit Toni Schumacher, ...Bild 44 von 57 ... vor allem als Torwart bekannt. Im Kasten hat Maier aber nicht immer gestanden.Bild 45 von 57 Seine Fußballkarriere begann er als Achtjähriger beim TSV Haar, als Stürmer - und wurde sogar Torschützenkönig. Ins Tor kam er im Alter von 14 Jahren als Ersatz für den verletzten Stammkeeper - und hinterließ trotz eines 0:12 einen derart guten Eindruck, ...Bild 46 von 57 ... dass er sich für den FC Bayern empfahl und 1958 in die Bayern-Jugend wechselte. Sein Debüt in der ersten Mannschaft ging vier Jahre später allerdings daneben. Im Derby gegen 1860 München verloren die Bayern mit 0:1.Bild 47 von 57 Dennoch wurde er später Teil der legendären Achse Maier-Beckenbauer-Müller, bei den Bayern und in der Nationalelf.Bild 48 von 57 Nach dem Bundesliga-Aufstieg 1965 reihte sich ein Erfolg an den anderen: vier deutsche Meisterschaften (1969, 1972, 1973, 1974) und vier Pokalsiege (1966, 1967, 1969, 1971). Später schrieb er darüber Bücher.Bild 49 von 57 Vom ersten Spieltag der Saison 1966/67 bis zur letzten Partie der Spielzeit 1978/79 hütete er 442 Bundesligaspiele in Folge das Bayern-Tor.Bild 50 von 57 Maier war hierzulande dreimal Fußballer des Jahres (1975, 1977, 1978) und wurde als Deutschlands Torhüter des Jahrhunderts ausgezeichnet.Bild 51 von 57 Bei der Wahl zum Welttorwart des Jahrhunderts belegte er Platz vier hinter Lew Jaschin (Russland), dem Engländer Gordon Banks (im Bild) und Dino Zoff (Italien).Bild 52 von 57 1979 endete Maiers Spielerkarriere jäh: Nach einem von ihm verschuldeten Autounfall, bei dem er sich schwer verletzte, kehrte er nicht mehr ins Tor zurück.Bild 53 von 57 "Dass ich nicht mehr Fußball spielen konnte, war das wenigste. Ich hatte 20 Jahre gespielt."Bild 54 von 57 Wichtiger war, dass er wieder richtig gesund wurde, was er Uli Hoeneß verdanke, seinem einstigen Mitspieler und Teamkollegen und heutigen Bayern-Manager.Bild 55 von 57 "Er hat mir das Leben gerettet, was ich ihm nie vergessen werde. Uli hat mich damals aus dem Krankenhaus geholt und zu einem Spezialisten gebracht. Einen Tag länger hätte ich damals nicht mehr überlebt. Das waren bittere Momente."Bild 56 von 57 "Aber ansonsten bin ich ein Glückskind."Bild 57 von 57