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Olympische Spiele: Solange das Feuer brennt

 
Symbol der Völkerverständigung und des Wettstreits: Das Olympische Feuer.

Symbol der Völkerverständigung und des Wettstreits: Das Olympische Feuer.

Seine Ankunft im Austragungsort ist der Höhepunkt der Eröffnungsfeierlichkeiten. Mit dem Entzünden des Feuers im Stadion beginnen offiziell die Olympischen Spiele. (Im Bild: Athen 2004)

Erst muss es aber zum Austragungsort gebracht werden. Denn entzündet wird das olympische Feuer traditionell in Olympia, Griechenland.

In der Zeremonie entzündet eine Priesterin das Feuer mit einem Hohlspiegel, der die Strahlen der Sonne bündelt. Die zentrierte Hitze entfacht dann das Feuer. Dazu muss die Sonne nur kräftig genug scheinen.

Die Priesterin ruft deshalb Apollo, den Gott der Sonne, an, er möge die Strahlen für die heilige Fackel senden.

Tut er das nicht, wird getrickst. Die Fackel wird dann mit einer Laterne angezündet, in der das Olympische Feuer immer brennt.

Die Fackel wird dem ersten Fackelträger überreicht, der den Fackellauf antritt.

Per Staffellauf wird das Feuer bis zum Austragungsort getragen. (Hier über die chinesische Mauer nach Athen, 2004)

Auf seinem Weg kündigt das Feuer die Olympischen Spiele an (Unterwegs nach Atlanta 1996)...

... und symbolisiert die Verbundenheit zwischen den Völkern.

Das Feuer wird normalerweise zu Fuß transportiert.

Aber auch mit der Straßenbahn,...

...hoch zu Ross,...

... auf dem Wasser,...

... unter Wasser,...

... über das Eis,...

...oder gleich im Flugzeug.

Auf gefährlichen Reisen wird das olympische Feuer in einer Grubenlampe geschützt.

Träger des Feuers sind meist Sportler, Politiker und Prominente (Im Bild: Arnold Schwarzenegger und Goldmedaillen-Gewinner Rafer Johnson, Salt-Lake-City 2000)...

... oder Menschen, denen man zeigen will, dass sie noch immer teilhaben können. (Im Bild: der querschnittsgelähmte Hockeyspieler Travis Roy, Atlanta 1996)

Der diesjährige Fackellauf nach Peking soll 130 Tage dauern und über alle Kontinente gehen. Etwa 20.000 Menschen werden das Feuer tragen.

Der Schlussläufer trägt das Feuer in das Olympia-Stadion (John Marks läuft ins Wembley-Stadion ein, London 1948)...

... und entzündet das Olympische Feuer. Damit beginnen die Spiele. (Montreal 1976)

Das Feuer brennt während der gesamten Wettkämpfe und wird erst bei der Abschlussfeier gelöscht (Sydney 2000).

Zum ersten Mal wurde das Olympische Feuer bei den Olympischen Sommerspielen 1928 in Amsterdam entzündet. Es gab jedoch weder einen Fackellauf, noch eine Eröffnungsfeier. (Im Bild: Fritz Schilgen, Schlussläufer Berlin 1936)

Das führten erst die Nationalsozialisten bei ihrer Inszenierung der Spiele von 1936 in Berlin ein.

Sie veranstalteten eine pompöse Eröffnungsfeier...

... und ließen in Anlehnung an die griechische Tradition das Feuer in Olympia entzünden und quer durch Europa bis nach Berlin tragen.

Die Austragung der Olympischen Spiele ist immer auch eine Gelegenheit, das eigene Land im bestmöglichen Licht erscheinen zu lassen. (Im Bild: Sydney 2000)

Ein sportlicher Wettstreit ist um die möglichst ästhetische Aufbewahrung des Olympischen Feuers ausgebrochen. (Turin 2006, Nagano 1998, Salt-Lake-City 2000)

Auf welche Weise es auch aufbewahrt wird: Solange das Olympische Feuer brennt, sollen die Völker ihre Streitigkeiten ruhen lassen. Olympia ist deshalb immer auch eine Chance zur Völkerverständigung.

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