Das Treffen war höchst umstritten: Als Außenminister Frank-Walter Steinmeier den syrischen Außenminister Walid al-Muallim empfing, führte dies prompt zu Kritik aus den USA und dem Libanon.Bild 1 von 54 Für die US-Regierung zählt Syrien zu den so genannten Schurkenstaaten, die den Terrorismus unterstützen.Bild 2 von 54 US-Präsident George W. Bush wirft Syrien vor, die sunnitischen Aufständischen im Irak zu unterstützen.Bild 3 von 54 Immer wieder soll Syrien Kämpfern die Einreise ?Bild 4 von 54 ? über seine 605 Kilometer lange Grenze zum Irak ermöglichen.Bild 5 von 54 In Syrien ist die Mehrheit der Bevölkerung - wie im angrenzenden Teil des Iraks - sunnitischen Glaubens.Bild 6 von 54 Die Macht liegt jedoch in der Hand der nur rund zwölf Prozent starken Bevölkerungsgruppe der Alawiten. Sie sind eine Religionsgemeinschaft am Rande des Islams.Bild 7 von 54 Die Alawiten beherrschen seit Beginn der siebziger Jahre das Land und teilen seither die wichtigsten Posten unter sich auf.Bild 8 von 54 Auch Präsident Baschar al Assad ist Alawit.Bild 9 von 54 Das Militär spielt in Syrien die bestimmende Rolle. Es ist ebenfalls unter alawitischer Kontrolle.Bild 10 von 54 Offiziell gilt die Trennung von Staat und Kirche dennoch als vollzogen.Bild 11 von 54 Christen, Drusen und kleinere muslimische Gruppen können ihren Glauben frei ausüben.Bild 12 von 54 Der junge Präsident gilt - zumindest im Vergleich zu seinem Vorgänger - als liberal.Bild 13 von 54 Dieser, sein Vater Hafiz al Assad, regierte das Land von 1971 bis 2000.Bild 14 von 54 Als er im Juni 2000 starb, übernahm sein Sohn die Regierungsgeschäfte.Bild 15 von 54 Sein eigentlich als Nachfolger vorgesehener älterer Bruder Basil (hinten, 2. von links) war 1994 bei einem Autounfall ums Leben gekommen.Bild 16 von 54 In London hatte Baschar Medizin studiert und wollte ursprünglich Augenarzt werden.Bild 17 von 54 Nach dem Tod Basils beorderte sein Vater ihn in die syrische Hauptstadt Damaskus zurück und bereitete ihn auf die "Thronfolge" vor.Bild 18 von 54 Baschar al Assad bei der Vereidigung zum Präsidenten: Er war erst 34 Jahre alt als er an die Macht kam.Bild 19 von 54 Da die Verfassung vorschrieb, dass das Mindestalter für den Präsidenten bei 40 Jahren liegt, wurde sie vom Parlament kurzerhand geändert.Bild 20 von 54 Die herrschende Baath-Partei bildet wie einst für Saddam Hussein im Irak auch in Syrien die Grundlage der Macht.Bild 21 von 54 Die in den 40er Jahren gegründete Bewegung verfolgte ursprünglich sozialistische und arabisch-nationalistische Ziele.Bild 22 von 54 Heute dient die Baath-Partei jedoch vielmehr der Machtsicherung der al Assads und der politischen Elite Syriens.Bild 23 von 54 Oppositionelle forderten die Baath-Partei im Frühjahr 2001 zur Aufgabe ihres Machtmonopols auf. Daraufhin kam es zu einer Verhaftungswelle, die das liberale Image Assads beschädigte.Bild 24 von 54 Die radikalen Sunniten sind ein ständiger Unruheherd in Syrien.Bild 25 von 54 Im Februar 2006 stürmten Demonstranten die Botschaften Dänemarks und Norwegens.Bild 26 von 54 Die Proteste richteten sich gegen den Abdruck von Karikaturen des Propheten Mohammed in der dänischen Zeitung "Jyllands Posten".Bild 27 von 54 Auch wirtschaftlich steht Assads Regime unter Druck. Syriens Wirtschaftswachstum liegt zwar offiziell bei 4,5 Prozent ?Bild 28 von 54 ? und der computerbegeisterte Präsident modernisiert das Land durch die Einführung des Internets, ?Bild 29 von 54 ? doch durch Korruption geht dem Staat nach eigenen Schätzungen bis zu einem Drittel der Staatseinnahmen verloren.Bild 30 von 54 Die Vertreter der OPEC besichtigen Damaskus. Syriens Exporterlöse stammen zu 70 Prozent aus dem Erdölgeschäft.Bild 31 von 54 Da die Vorkommen in absehbarer Zeit zu versiegen drohen, bemüht sich Assad, in Syrien eine Marktwirtschaft nach westlichem Vorbild aufzubauen.Bild 32 von 54 Doch ausländische Geldgeber tun sich schwer, in ein Land zu investieren, ?Bild 33 von 54 ? das von einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen verdächtigt wird ?Bild 34 von 54 ? in das Attentat auf den ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri verstrickt zu sein.Bild 35 von 54 Insgesamt starben bei dem Attentat in der libanesischen Hauptstadt Beirut am 14. Februar 2005 23 Menschen.Bild 36 von 54 Hariri hatte sich zuvor wiederholt gegen die Besetzung des Libanons durch syrische Truppen ausgesprochen.Bild 37 von 54 Die syrische Armee hielt große Teile des Libanons seit 1976 besetzt. Bis 1990 tobte im Libanon ein Bürgerkrieg.Bild 38 von 54 Traditionell gilt der Libanon vielen Syrern als Teil des eigenen Landes. Beide waren einst französisches Mandatsgebiet. Libanon erklärte 1941 seine Unabhängigkeit. Die Syrische Arabische Republik wurde 1946 ausgerufen.Bild 39 von 54 Aufgrund der massiven Proteste gegen die Ermordung Hariris und auf internationalen Druck hin zog Syrien seine Truppen aus dem Libanon ab.Bild 40 von 54 Das Regime in Damaskus unterstützt aber - gemeinsam mit dem Iran - nach wie vor die radikal-islamische Hisbollah im Libanon. Diese hatte sich unter Führung ihres Chefs Hassan Nasrallah ?Bild 41 von 54 ? im Sommer 2006 eine mehrwöchige militärische Auseinandersetzung mit Israel geliefert.Bild 42 von 54 Nach dem Ende der Kämpfe entsandten die Vereinten Nationen die UNIFIL-Truppe, die die Einhaltung des Waffenstillstands kontrollieren soll.Bild 43 von 54 Die deutsche Marine hat seither den Auftrag, Waffenlieferungen an die Hisbollah vor der Küste des Libanon zu verhindern.Bild 44 von 54 Israels Premierminister Ehud Olmert warnt immer wieder vor Syrien.Bild 45 von 54 Syrien sei aktiv an Terrorakten gegen die legitime Regierung des Libanons beteiligt und unterstütze den Terror im Irak.Bild 46 von 54 Israel hat schon lange ein sehr gespanntes Verhältnis zu seinem nordöstlichen Nachbarn. Beide Seiten beanspruchen die strategisch wichtigen Golan-Höhen für sich.Bild 47 von 54 Israel und Syrien führten bereits mehrere Kriege gegeneinander - zuletzt 1973 den Jom-Kippur-Krieg.Bild 48 von 54 Da niemals ein Friedensvertrag unterzeichnet wurde, herrscht noch immer lediglich Waffenstillstand, der von den Vereinten Nationen überwacht wird.Bild 49 von 54 Seit über 40 Jahren befindet sich Syrien deshalb offiziell im Ausnahmezustand. Dieser erleichtert den Machterhalt der Baath-Partei erheblich.Bild 50 von 54 Auch mit Syriens östlichem Nachbarn Irak gibt es Spannungen. Diese stammen noch aus den 1960er Jahren, als sich die jeweiligen Baath-Parteien überwarfen.Bild 51 von 54 Beide Länder verstehen sich seit jeher als arabische Großmächte. Ende 2006 gab es jedoch eine erste Annäherung ?Bild 52 von 54 ? zwischen den beiden arabischen Staaten: Nach mehr als 20 Jahren eröffneten beide Staaten ?Bild 53 von 54 ? wieder eine Botschaft im jeweiligen Nachbarland.Bild 54 von 54